Vietnamesischer Name

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Vietnamesische Namen bestehen meistens aus drei Namen: dem Familiennamen, dem Zwischennamen[1] und dem Rufnamen.

Familienname[Bearbeiten]

Es gibt nur etwa 300 vietnamesische Familiennamen. Da man sich dort aber nur mit dem Vornamen anspricht, muss man sich vor ständiger Verwechslung keine Sorgen machen.

Der Familienname steht in Vietnam an erster Stelle.

Die häufigsten Familiennamen unter den Vietnamesen sind:[2]

  1. Nguyễn 阮 (39 %)
  2. Phạm 范 (12,9 %)
  3. Trần 陳 (9,1 %)
  4. Lê 黎 (7,5 %)
  5. Huỳnh/Hoàng 黃 (5,1 %)
  6. Phan 潘 (4,5 %)
  7. Vũ/Võ 武 (3,9 %)
  8. Đặng 鄧(2,1 %)
  9. Bùi 裴 (2 %)
  10. Đỗ 杜 (1,4 %)
  11. Hồ 胡 (1,3 %)
  12. Ngô 吳 (1,3 %)
  13. Dương 楊 (1 %)
  14. Lý 李 (0,5 %)

Eigenname[Bearbeiten]

Der Eigenname besteht meistens aus zwei Namen: dem Zwischennamen und dem Rufnamen.[3] Der Zwischenname ist allerdings nicht zwingend erforderlich. Es gibt durchaus Leute, die nur einen Eigen- und einen Familiennamen tragen (2. Beispiel).

  • Beispiel: Minh Triết
  • Beispiel: Trãi

Zwischenname[Bearbeiten]

Anhand des Rufnamens ist es meist nicht möglich, das Geschlecht einer Person zu identifizieren, weil die meisten Rufnamen von beiden Geschlechtern geteilt werden. Aus diesem Grund hatte man früher den Mädchen den Zwischennamen „Thi“ und den Jungen den Zwischennamen „Van“ gegeben. Diese Geschlechtstrennung ist mittlerweile jedoch außer Mode gekommen, stattdessen trifft man in der heutigen Zeit vermehrt auf den Zwischennamen „Thanh“.

Oft wird einem Kind zusätzlich zum Rufnamen ein Zwischenname gegeben, wenn sowohl der Ruf- als auch der Nachname häufig in Kombination auftreten. Auf diese Weise erhält der Name des Kindes ein Stück Individualität. Ein anderer Grund, einem Kind einen Zwischennamen zu geben, kann auch der poetische Aspekt sein.

Reihenfolge der Namen[Bearbeiten]

Ebenso wie in Korea und China wird auch in Vietnam der Familienname vor dem Eigennamen geschrieben. Daraus ergibt sich die Folge Familienname (+ Zwischenname) + Rufname.

Viele Vietnamesen geben im Ausland ihren Namen in der vietnamesischen Reihenfolge an, sodass sie mit ihrem Eigennamen angesprochen werden, wenn sie gesiezt werden oder sie werden mit ihrem Familiennamen angesprochen, wenn sie geduzt werden. Allerdings gilt in Vietnam die Anrede mit Anredeform + Eigenname als formell.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://cathrinka.blog.de/2007/11/03/die_vietnamesischen_namen~3239156/
  2. Lê Trung Hoa, Họ Và Tên Người Việt Nam (Vietnamesische Familien- und Eigennamen), Social Sciences Publishing House (2005)
  3. http://www.vietnam-kompakt.de/der-vietnamesische-vorname.html

Literatur[Bearbeiten]

  • Lê Trung Hoa, Họ Và Tên Người Việt Nam (Vietnamesische Familie und persönliche Namen), Sozialwissenschaften Verlag (2005)