Vigo

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Vigo (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gemeinde Vigo
Zentrum und Hafen von Vigo
Zentrum und Hafen von Vigo
Wappen Karte von Spanien
Wappen von Vigo
Vigo (Spanien)
Ajoneuvolla ajo kielletty 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Galicien
Provinz: Pontevedra
Koordinaten 42° 14′ N, 8° 43′ W42.233333333333-8.71666666666670Koordinaten: 42° 14′ N, 8° 43′ W
Höhe: msnm
Fläche: 109,1 km²
Einwohner: 297.241 (1. Jan. 2011)[1]
Bevölkerungsdichte: 2.724,48 Einw./km²
Gemeindenummer (INE): 36057
Nächster Flughafen: Flughafen Peinador
Verwaltung
Bürgermeister: Abel Caballero Álvarez (PSOE)
Webpräsenz der Gemeinde

Vigo (gal. [ˈbiɣo], span. [ˈbiɣo]) ist eine bedeutende Hafen- und Industriestadt im äußersten Nordwesten Spaniens. Vigo breitet sich über eine Fläche von 109,1 km² aus.

Vigo liegt in der Provinz Pontevedra innerhalb der Autonomen Region (Comunidad Autónoma) Galicien (Galicia) und an der nach der Stadt benannten über 30 km langen Ría de Vigo am Atlantischen Ozean. Vigo hatte 2010 297.124 Einwohner, unter Einbeziehung der Vororte 420.672 Einwohner. Damit ist es die größte Stadt Galiciens. Vigo ist Hochschulstandort der Universität Vigo.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wirtschaft und Verkehr

Vigo verfügt über einen der größten natürlichen Häfen Spaniens und ist Standort der größten Fischereiflotte des Landes. Der Hafen von Vigo hat bei der Versorgung mit Meeresprodukten für den menschlichen Verzehr die weltweit größte Bedeutung. Vigo ist Sitz der europäischen Agentur für Fischfang.

Die Stadt ist über den auf dem Gebiet der Nachbargemeinde Redondela liegenden Flughafen Peinador per Flugzeug erreichbar. Die Fluggesellschaften Air Europa, Air France, Iberia und Spanair verbinden den internationalen Flughafen von Vigo-Peinador mit Direktflügen (mehrmals täglich) nach Barcelona, Bilbao, Madrid, Paris, (einmal täglich, mehrmals wöchentlich oder wöchentlich) Alicante, Gran Canaria, Málaga, Palma de Mallorca, Sevilla und Tenerife Sur, seit Sommer 2008 auch nach London.

Luftaufnahme von Vigo

[Bearbeiten] Geschichte

Vigo ist von den Römern gegründet (Vicus) worden. Die spätere mittelalterliche Siedlung befand sich am Fuße des Berges O Castro und schloss das heutige Altstadtviertel Berbés mit ein.

Ende des 10. Jahrhunderts fiel Maurenherrscher Almanzor über die Stadt her, und erst 1170 konnte Fernando II. (1157–1188) Vigo neu besiedeln. Ständige Raubzüge der Normannen und die Pest im 14. Jahrhundert (fast die gesamte Bevölkerung starb) setzten den Viguesen stark zu. Nachdem Karl V. die Stadt 1529 mit Privilegien ausstattete, blühte Vigo vor allem durch den Südamerika-Handel auf. Sir Francis Drake ließ das unbefestigte Vigo 1589 im Zuge der Gegenarmada gründlich zerstören. 1619 plünderten türkische Piraten in der Ría de Vigo, danach bekam Vigo seine Stadtmauern. 1702 endete die Seeschlacht von Vigo zwischen einer spanisch-französischen Goldarmada und englisch-niederländischen Geschwadern mit einem Raubzug der siegreichen Engländer durch Vigo. Napoleons Truppen marschierten 1808 in der Stadt ein, nach drei Monaten französischer Besatzung wurden sie von den tapferen Viguesen wieder vertrieben. Um 1840 lebten nur noch 5.500 Menschen in Vigo. Bereits 1853 erschien der Faro de Vigo, die älteste Zeitung Spaniens.

Nach der Transición wurde Vigo neben Madrid zu einem der Zentren der Movida, des kulturellen Aufbruchs nach dem Ende der Franco-Diktatur.

Im Jahre 1980 versenkte die Tierschutzorganisation Sea Shepherd im Hafen von Vigo die Walfänger Isba I und Isba II[2].

Felsen bei Vigo
Vigo / Yachthafen

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Von den drei Islas Cíes (der Ría de Vigo vorgelagerte Inseln) sind nur die Illa do Norte und die sich südlich anschließende Illa do Faro mit der Fähre zu erreichen; für die kleinere Illa do Sur benötigt man ein eigenes Boot. Das 433 Hektar große Archipel ist ein beliebter Naherholungsgebiet mit herrlichen Stränden und Naturschutzgebiet, wo man nistende Möwen, Kormorane und Fischreiher beobachten kann. Der Strand der Illa do Norte wurde von der britischen Tageszeitung The Guardian zum schönsten Strand der Welt gewählt.
  • die Altstadt, das alte Fischerviertel Berbés und der Hafen
  • Vigo besitzt den einzigen Zoo Galiciens, er liegt auf einem 240 m hohen Berg, ist etwa 45.000 m² groß und beherbergt rund 600 Tiere (Löwen, Pumas, Schwarzbären, Bisons und Reptilien).
  • die Rande-Brücke an einer Verengung der Ria
  • der Castro, alte Festung von Vigo
  • die Playa de Samil, der größte Strand der Stadt
  • die Einkaufsstraßen Príncipe, Urzáiz und Gran Vía.

[Bearbeiten] Verkehr

Der Bahnhof von Vigo ist Endpunkt der Eisenbahnlinie MonforteOrense – Vigo. An das spanische Fernstraßennetz ist Vigo durch die Autopista AP-9 angeschlossen, die östlich an der Stadt vorbei führt. Von der Abfahrt Vigo bis ins Zentrum führt die Autopista AP-9V.

Der Hafen von Vigo ist vor allem für die Fischerei bedeutsam. Er bedient den größten Fischmarkt weltweit. Neun Kilometer östlich des Stadtzentrums liegt der Flughafen Vigo.

[Bearbeiten] Bildung

Vigo ist Standort einer technisch ausgerichteten Universität, an der mehr als 20.000 Studenten eingeschrieben sind.

[Bearbeiten] Sport

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Vigo unterhält Städtepartnerschaften mit

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] Entfernungen

Hier die Entfernung von Vigo (nach map24)

nach Santiago de Compostela 85 km
nach Viana do Castelo 93 km
nach Porto 145 km

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Population Figures referring to 01/01/2011. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística.
  2. http://www.tierlobby.de/rubriken/Tiergarten/walfische/walfische.htm

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Vigo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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