Viktor Amadeus II.

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Viktor Amadeus II.
Vittoria Francesca, Herzogin von Savoyen-Carignan

Viktor Amadeus II., italienisch Vittorio Amadeo II. (* 14. Mai 1666 in Turin; † 31. Oktober 1732 in Moncalieri), Herzog von Savoyen, war von 1713 bis 1720 König von Sizilien und von 1720 bis 1730 von Sardinien.

Viktor Amadeus war der Sohn von Herzog Karl Emanuel II. von Savoyen und dessen zweiter Gemahlin Maria Baptista von Savoyen. Er folgte 1675 seinem Vater als Herzog von Savoyen (bis 1720 und nochmals von 1730–1732). Er stand, beim Tod seines Vaters noch minderjährig, zunächst unter Vormundschaft seiner Mutter.

Auf Druck König Ludwigs XIV. von Frankreich hin, der bereits 1685 mit dem Edikt von Fontainebleau den Protestantismus in Frankreich verbot, verbot nun auch Viktor Amadeus am 31. Januar 1686 den Protestantismus in seinem Herzogtum. Die Mehrheit der Waldenser wollte jedoch nicht weichen und stellte sich dem Kampf gegen französische und savoyenische Truppen: 3000 Waldenser verloren hierbei ihr Leben. Wer konnte, floh im Folgenden aus dem Herzogtum Savoyen.[1]

1690 verbündete sich Viktor Amadeus II. im Pfälzischen Erbfolgekrieg mit Spanien, dem habsburgischen Kaiser und Reich gegen Frankreich. Er verlor die Schlacht bei Staffarda. Danach wurde ein Großteil seines Herzogtums von den Franzosen besetzt. Auch die Schlacht bei La Marsaglia ging verloren. Er nahm geheime Verhandlungen mit den Franzosen auf und konnte einen vorteilhaften Frieden aushandeln. Den Spanischen Erbfolgekrieg begann er auf Seiten von Frankreich, wechselte aber 1703 zum Kaiser. Nach dem Sieg in der Schlacht bei Turin ließ er auf dem östlich der Stadt gelegenen Superga-Hügel die gleichnamige Basilika errichten. 1713 wurde er König von Sizilien, nachdem Sizilien infolge des Spanischen Erbfolgekrieges durch den Frieden von Utrecht zu Savoyen gekommen war. Viktor Amadeus gab den Thron von Sizilien auf, als das Haus Savoyen die Insel mit den Habsburgern gegen Sardinien tauschte. Infolgedessen wurde er 1720 als erster seines Hauses König von Sardinien.

Ehe und Nachkommen[Bearbeiten]

Viktor Amadeus II. heiratete am 6. Mai 1684 in Chambéry Anne Marie d’Orléans, Tochter von Henrietta Anne Stuart und Philipp I., Herzog von Orléans. Die Ehe war auf Betreiben seiner Mutter zustande gekommen, die eine profranzösische Politik betrieb. Mit Anne Marie hatte Viktor Amadeus folgende Kinder:

  • Maria Adelaide (* 6. Dezember 1685; † 12. Februar 1712), Herzogin von Burgund
  • Maria Anna (* 14. August 1687; † 5. August 1690), Prinzessin von Savoyen
  • Maria Luisa (* 17. September 1688; † 14. Februar 1714) ∞ Philipp V. König von Spanien
  • Vittorio Amadeo (* 6. Mai 1699; † 22. März 1715), Prinz von Savoyen
  • Karl Emanuel III. (* 27. April 1701; † 20. Februar 1773), König von Sardinien
  • Emanuele Filiberto (* 1. Dezember 1705; † 19. Dezember 1705), Herzog von Chablais

Zudem hatte er mit Jeanne Baptiste d’Albert de Luynes zwei uneheliche Kinder:

  • Maria Vittoria Francesca (* 9. Februar 1690; † 8. Juli 1766), ∞ Herzog Viktor Amadeus I. von Savoyen-Carignan (1690–1741)
  • Vittorio Francesco

In zweiter Ehe war er morganatisch mit Anna Canalis di Cumiana verheiratet.

Adaption[Bearbeiten]

Der Film Die Hure des Königs (1990) von Axel Corti behandelt Viktors Liebschaft mit Jeanne Baptiste d’Albert de Luynes.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beheim-Schwarzbach, Max: Hohenzollernsche Colonisation. Ein Beitrag zu der Geschichte des preußisches Staates und der Colonisation des örtlichen Deutschlands, Leipzig 1874, S. 91ff.
  2. Vgl. Die Hure des Königs in der Internet Movie Database (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Victor Amadeus II of Sardinia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorgänger Amt Nachfolger

Karl Emanuel II.
Karl Emanuel III.
Herzog von Savoyen
1675–1720
1730–1732

Karl Emanuel III.
Karl Emanuel III.

Karl III.
König von Sardinien
1720–1730

Karl Emanuel III.

Philipp IV.
König von Sizilien
1713–1720

Karl IV.