Viktor Lőrincz

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Viktor Lőrincz (* 28. April 1990) ist ein ungarischer Ringer. Er gewann bei der Europameisterschaft 2012 und bei der Weltmeisterschaft 2013 jeweils eine Bronzemedaille im griechisch-römischen Stil im Mittelgewicht

Werdegang[Bearbeiten]

Viktor Lőrincz stammt aus einer Ringerfamilie. Sein älterer Bruder ist Tamas Lörincz, der Silbermedaillengewinner von den Olympischen Spielen 2012 im Leichtgewicht. Viktor Lőrincz begann im Alter von sieben Jahren mit dem Ringen. Er konzentriert sich dabei auf den griechisch-römischen Stil und gehört dem Sportverein CVSE Csegled an. Trainiert wurde er hauptsächlich von Ferenc Papp und Andras Szücs. Er ist Student und zur Zeit bestreitet er seinen Lebensunterhalt mit dem Ringen. Er ist auch in den deutschen Ringerkreisen gut bekannt, weil er seit 2011 für den 1. Luckenwalder SC in der deutschen Bundesliga auf die Matte geht.

Seinen Einstand auf der internationalen Ringermatte gab Viktor Lőrincz bei der Junioren-Europameisterschaft (Cadets) 2007, bei der er in der Gewichtsklasse bis 76 kg auf den 3. Platz kam und damit gleich eine Medaille gewann. Als nächstes war er bei der Junioren-Europameisterschaft (Juniors) 2010 in Samokow/Bulgarien am Start. Er war dort noch erfolgreicher, denn er wurde im Weltergewicht neuer Junioren-Europameister. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2010 in Budapest verlor er allerdings gleich seinen ersten Kampf gegen den Türken Mehmedali Kucukosman, schied damit aus und kam nur auf den 21. Platz.

2011 nahm Viktor Lőrincz erstmals bei den Senioren bei einer internationalen Meisterschaft. Er verlor aber bei der Weltmeisterschaft in Istanbul im Mittelgewicht gegen Laimutis Adomaitis aus Litauen. Da dieser den Endkampf nicht erreichte, schied er aus und landete abgeschlagen auf dem 38. Platz. Aber schon bei seinem nächsten Start bei einer internationalen Meisterschaft bei den Senioren gelang ihm sein erster Medaillengewinn. Er besiegte bei der Europameisterschaft 2011 in Belgrad im Mittelgewicht Rami Hietaniemi, Finnland, verlor dann gegen Christo Marinow, Bulgarien, besiegte danach aber Christian Roed, Dänemark, Wladimir Gegeschidse, Georgien und Eerik Aps, Estland, womit er eine EM-Bronzemedaille sein eigen nennen durfte. Dieser dritte Platz bei eine rEuropameisterschaft reichte aber noch nicht aus, um sich für die Teilnahme an den Olympischen Spielen in London zu qualifizieren. Dieses Ziel schaffte er anschließend bei drei Qualifikationsturnier in Sofia, Taiyuan/China und Helsinki leider auch nicht, so dass er in London nicht am Start war.

2013 setzte sich Viktor Lőrincz in einer internen Ausscheidung für die Weltmeisterschaft dieses Jahres in Budapest gegen seinen harten Konkurrenten Peter Bacsi durch und konnte deshalb bei dieser Meisterschaft starten. Er besiegte dort zunächst Hanssel Argel Salvador Mejia, Mexiko, verlor aber seinen nächsten Kampf gegen Saman Tahmasebi aus Aserbaidschan. Da dieser das Finale erreichte, konnte er in der Trostrunde weiterrungen, in der er sich mit Siegen über Eugen Ponomartschuk, Deutschland, Giorgi Zirekidse, Georgien und Ram Hietanmieme eine WM-Bronzemedaille sicherte.

Internationale Erfolge[Bearbeiten]

Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse Ergebnisse
2007 3. Junioren-EM (Cadets) bis 76 kg hinter Dimitri Porapow, Russland und Schan Belentschuk, Ukraine
2010 1. Junioren-EM in Samokow/Bulgarien Welter vor Alexander Jersgren, Schweden, Bilan Nalgijew, Russland und Mateusz Lukasz Wolny, Polen
2010 21. Junioren-WM in Budapest Welter nach einer Niederlage gegen Mehmedali Kucukosman, Türkei
2011 15. Golden-Grand-Prix in Szombathely Welter Sieger Ewgeni Zalejew, Russland vor Alexander Daragan, Ukraine
2011 3. Torneo Citta a Sassari Mittel hinter Warteres Samurgaschew, Russland und Attila Tamas, Rumänien
2011 38. WM in Istanbul Mittel nach einer Niederlage gegen Laimutis Adomaitis, Litauen
2012 3. Golden-Grand-Prix in Szombathely Mittel hinter Peter Bacsi, Ungarn und Selcuk Cebi, Türkei
2012 3. EM in Belgrad Mittel nach einem Sieg über Rami Hietaniemi, Finnland, einer Niederlage gegen Christo Marinow, Bulgarien und Siegen über Christian Roed, Dänemark, Wladimir Gegeschidse, Georgien und Eerik Aps, Estland
2012 11. Olympia-Qualif.-Turnier in Sofia Mittel Sieger: Wasil Rachyba, Ukraine vor Amer Hrustanovic, Österreich
2012 12. Olympia-Qualif.-Turnier in Helsinki Mittel Sieger: Christo Marinow vor Wladimir Gegeschidse
2012 3. "Waladyslaw-Pytlasinski"-Memorial in Ratibor Mittel hinter Alan Chugajew, Russland und Damian Janikowski, Polen
2012 1. Golden-Grand-Prix in Baku Mittel vor Alo Toom, Estland, Asamat Bikbajew, Russland und Rafik Huseinow, Aserbaidschan
2012 7. Welt-Cup in Teheran Mittel Sieger: Selcuk Cebi vor Taleb Nariman Nematpour, Iran
2013 3. Golden-Grand-Prix in Szombathely Mittel hinter Peter Bacsi und Rewasi Nadareischwili, Georgien
2013 2. Jacob-Curly-Cup in Chicago Mittel hinter Jordan Holm, USA, vor Laimutis Adomaitis
2013 1. Großer Preis von Deutschland in Dortmund Mittel vor Wiktor Sasunowski, Weißrussland, Tadeusz Michalak, Polen und Fisnik Zahiti, Schweden
2013 1. "Wladyslaw-Pytlasinski"-Memorial in Warschau Mittel vor Damian Janikowski und Alexander Kazakewitsch, Litauen
2013 3. WM in Budapest Mittel nach einem Sieg über Hanssel Argel Salvador Mejia, Mexiko, einer Niederlage gegen Saman Tahmasebi, Aserbaidschan und Siegen über Eugen Ponomartschuk, Deutschland, Giorgi Zirekidse, Georgien und Rami Hietanmiemi
2013 3. Golden-Grand-Prix in Baku Mittel hinter Saman Tahmasebi und Jim Eric Pettersson, Schweden
2014 3. "Yadegar-Imam"-Cup in Teheran bis 85 kg hinter Mojtaba Karimfar und Saman Azizi, beide Iran
Erläuterungen
  • alle Wettkämpfe im griechisch-römischen Stil
  • WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft
  • Weltergewicht, Gewichtsklasse bis 74 kg, Mittelgewicht, bis 84 kg Körpergewicht (bis 31. Dezember 2013; seit 1. Januar 2014 gilt eine neue Gewichtsklasseneinteilung durch den Ringer-Weltverband FILA)

Literatur[Bearbeiten]

  • Fachzeitschrift Der Ringer

Weblinks[Bearbeiten]