Viktoria Rebensburg

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Viktoria Rebensburg Ski Alpin
Viktoria Rebensburg im Dezember 2010
Viktoria Rebensburg im Dezember 2010
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 4. Oktober 1989
Geburtsort Tegernsee
Größe 170 cm
Gewicht 67 kg
Beruf Zollwachtmeisterin
Karriere
Disziplin Riesenslalom, Super-G, Abfahrt
Verein SC Kreuth
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Junioren-WM 3 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Gold Vancouver 2010 Riesenslalom
Bronze Sotschi 2014 Riesenslalom
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
Silber Vail/Beaver Creek 2015 Riesenslalom
FIS Alpine Ski-Juniorenweltmeisterschaften
Gold Formigal 2008 Super-G
Silber Formigal 2008 Riesenslalom
Bronze Formigal 2008 Abfahrt
Gold Garmisch-Partenk. 2009 Super-G
Gold Garmisch-Partenk. 2009 Riesenslalom
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 15. Dezember 2006
 Weltcupsiege 10
 Gesamtweltcup 6. (2012/13)
 Abfahrtsweltcup 7. (2014/15)
 Super-G-Weltcup 6. (2012/13)
 Riesenslalomweltcup 1. (2010/11, 2011/12)
 Slalomweltcup 33. (2012/13)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 0 1 1
 Super-G 2 0 0
 Riesenslalom 8 6 5
letzte Änderung: 18. März 2015

Viktoria Rebensburg (* 4. Oktober 1989 in Tegernsee[1]) ist eine deutsche Skirennläuferin. Sie ist besonders im Riesenslalom erfolgreich, in dieser Disziplin wurde sie 2010 Olympiasiegerin und 2015 Vizeweltmeisterin. Außerdem entschied sie in den Saisons 2010/11 und 2011/12 die Riesenslalom-Disziplinenwertung für sich. Rebensburg ist Zollwachtmeisterin und Mitglied des Zoll-Ski-Teams.

Biografie[Bearbeiten]

Schon in ihrer Jugend machte Viktoria Rebensburg auf sich aufmerksam. Durch ihre Leistungen in Kinder- und Jugendrennen wurde sie 2003 in den C-Kader des Deutschen Skiverbandes aufgenommen. Dort fuhr sie schon als 14-Jährige gegen internationale Konkurrenz um Siege.

Viktoria Rebensburg wurde 2006 im Alter von 16 Jahren erstmals Deutsche Meisterin im Super-G. Ihr Weltcup-Debüt feierte Viktoria Rebensburg im Dezember 2006 auf der Reiteralm in der Kombination. Wenige Wochen nach ihrem Debüt erreichte sie beim Riesenslalom in Zwiesel als Siebte ihre erste Platzierung unter den besten Zehn. Aufgrund starker Resultate im Europacup in den Disziplinen Super-G und Riesenslalom wurde sie vom Deutschen Skiverband (DSV) für die Weltmeisterschaft 2007 in Åre im Riesenslalom nachnominiert, wo sie einen überraschenden achten Rang belegte.

Einen großen Erfolg feierte Viktoria Rebensburg im Februar 2008, als sie in Formigal Juniorenweltmeisterin im Super-G wurde. Ferner holte sie Silber im Riesenslalom und Bronze in der Abfahrt. Im nächsten Monat wurde sie Deutsche Meisterin im Riesenslalom und im Super-G. Anfang März 2009 wurde sie in Garmisch-Partenkirchen Juniorenweltmeisterin im Riesenslalom und im Super-G. Am 16. Oktober 2009 wurde sie als Juniorsportlerin des Jahres 2009 ausgezeichnet.

Am 28. Dezember 2009 fuhr Viktoria Rebensburg im Riesenslalom von Lienz erstmals unter die schnellsten fünf in einem Weltcuprennen, nachdem sie zuvor schon achtmal unter die besten Zehn gekommen war. Der erste Podestplatz folgte am 24. Januar 2010, als sie in Cortina d’Ampezzo – wiederum im Riesenslalom – auf den zweiten Platz fuhr.[2] Sie konnte sich durch diese guten Ergebnisse für die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver qualifizieren, bei denen sie Olympiasiegerin im Riesenslalom wurde.[3] Im Super-G erreichte sie zuvor Rang 28. Ihre gute Form bestätigte sie am 11. März 2010 mit dem 4. Platz im Riesenslalom beim Weltcupfinale in Garmisch-Partenkirchen, wodurch sie auch in der Riesenslalom-Wertung des Weltcups Platz 4 belegte. Am 30. April 2010 verlieh ihr Bundespräsident Horst Köhler für ihre Leistungen das Silberne Lorbeerblatt.[4]

Zum Auftakt der Saison 2010/11 gewann Rebensburg den Riesenslalom auf dem Rettenbachferner in Sölden. Sie schaffte damit ihren ersten Weltcupsieg; der zweite folgte drei Monate später in Zwiesel. Die drei dazwischen liegenden Weltcup-Riesenslaloms gewann die auf den Tag gleichaltrige Französin Tessa Worley. Nach einem fünften Platz im WM-Riesenslalom von Garmisch gewann Rebensburg den Riesenslalom in Špindlerův Mlýn, womit sie ihren dritten Weltcupsieg erzielte. Da der letzte Riesenslalom in Lenzerheide abgesagt werden musste, stand Regensburgs Sieg in der Disziplinenwertung fest.

In der Saison 2011/12 erwies sich Rebensburg erneut als beste Riesenslalomläuferin. In sieben von neun ausgetragenen Rennen stand sie auf dem Podest, davon vier Mal als Siegerin. Am 15. März 2012 gewann sie in Schladming den letzten Super-G der Saison, gleichbedeutend mit ihrem ersten Sieg in einer Speed-Disziplin. In der Weltcupsaison 2012/13 konnte sie je einen Super-G und einen Riesenslalom für sich entscheiden, hinzu kamen drei weitere Riesenslalom-Podestplätze. Zum Auftakt der Saison 2013/14 gelang Rebensburg ein Podestplatz, sie konnte aber in der Folge nicht an das Niveau des Vorwinters anknüpfen. Grund dafür war eine Lungenentzündung, die sie zu einer fünfwöchigen Pause zwang. Erst Mitte Januar hatte sie sich weitgehend von dieser Krankheit erholt.[5] Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewann sie die Bronzemedaille im Riesenslalom.

Vor der Saison 2014/15 vollzog Rebensburg einen Materialwechsel von Nordica zu Stöckli. Seitdem ist sie in den Speed-Disziplinen oft besser unterwegs als in ihrer eigentlichen Spezialdisziplin Riesenslalom. Unter anderem gelang ihr am 20. Dezember 2014 in Val-d’Isère die erste Podestplatzierung in einer Abfahrt, als sie zeitgleich mit Elisabeth Görgl auf Rang zwei fuhr.[6] Bei der Ski-WM 2015 in Vail/Beaver Creek belegte sie im Riesenslalom den zweiten Platz und gewann damit ihre erste Medaille bei einer Weltmeisterschaft. Am 4. März 2015 zog sie sich beim Training in Bad Wiessee einen Innenbandanriss im linken Knie zu. Die Saison war für sie damit frühzeitig beendet.

Erfolge[Bearbeiten]

Olympische Winterspiele[Bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weltcupwertungen[Bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Riesenslalom Slalom City Event
Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz
2006/07 56 83. - - - - 56 25. - - - -
2007/08 93 56. - - 2 49. 91 16. - - - -
2008/09 161 43. - - 41 29. 120 18. - - - -
2009/10 415 16. 62 28. 82 21. 271 4. - - - -
2010/11 656 8. 78 23. 128 10. 435 1. - - 15 9.
2011/12 947 7. 165 11. 117 19. 650 1. - - 15 9.
2012/13 787 6. 90 23. 246 6. 411 3. 40 33. 40 10.
2013/14 352 19. 49 30. 106 14. 197 12. - - - -
2014/15 573 11. 269 7. 122 13. 182 9. - - - -

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Rebensburg errang bisher 23 Podestplätze, davon 10 Siege:

Datum Ort Land Disziplin
23. Oktober 2010 Sölden Österreich Riesenslalom
6. Februar 2011 Zwiesel Deutschland Riesenslalom
11. März 2011 Špindlerův Mlýn Tschechien Riesenslalom
26. November 2011 Aspen USA Riesenslalom
2. März 2012 Ofterschwang Deutschland Riesenslalom
3. März 2012 Ofterschwang Deutschland Riesenslalom
15. März 2012 Schladming Österreich Super-G
18. März 2012 Schladming Österreich Riesenslalom
19. Dezember 2012 Åre Schweden Riesenslalom
20. Januar 2013 Cortina d’Ampezzo Italien Super-G

Europacup[Bearbeiten]

  • Saison 2006/07: 10. Gesamtwertung, 6. Riesenslalomwertung, 14. Super-G-Wertung
  • 4 Podestplätze, davon 2 Siege:
Datum Ort Land Disziplin
29. Januar 2007 Bansko Bulgarien Riesenslalom
20. Februar 2007 La Molina Spanien Riesenslalom

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten]

Weitere Erfolge[Bearbeiten]

  • 3-fache Deutsche Meisterin (Super-G: 2006, 2008, Riesenslalom: 2008)
  • 2-fache deutsche Jugendmeisterin (Abfahrt: 2006, Super-G: 2007)
  • 4 Siege in FIS-Rennen (alle im Riesenslalom)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. rp-online: Das ist Viktoria Rebensburg, abgerufen am 27. Februar 2010
  2. Riesenslalom – Rebensburg und Hölzl auf Podest. In: Frankfurter Rundschau, 24. Januar 2010.
  3. Riesenslalom Frauen Rebensburg rast sensationell zu Gold. In: olympia.ard.de, 26. Februar 2010.
  4. Olympioniken erhalten Silbernes Lorbeerblatt. Deutscher Olympischer Sportbund. Abgerufen am 17. Mai 2010.
  5. Der Spiegel: Bronze für Rebensburg: Glückliches Ende einer Talfahrt, abgerufen am 20. Februar 2010
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Datum nicht im ISO-FormatViktoria Rebensburg holt Platz zwei hinter Lindsey Vonn. www.rp-online.de, 20. Dezember 2014, abgerufen am 20. Dezember 2014.