Vilâyet Kosovo

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Kosovo als Teil des Osmanischen Reiches

Das Vilâyet Kosovo (türkisch Kosova Vilâyeti, albanisch Vilajeti i Kosovës, serbisch Косовски вилајет/Kosovski vilajet, mazedonisch Покраина на Косово) war ein Vilajet des Osmanischen Reiches auf der Balkanhalbinsel. Die Hauptstadt war Üsküp, das heutige Skopje. Die Staatsreligion war der Islam.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Vilâyet Kosovo wurde nach einer Verwaltungsreform im Jahre 1877 aus der Provinz Prizren in Rumelien geschaffen.

Die Grenzen der Provinz verschoben sich, als das Osmanische Reich – als Folge des nach dem russisch-türkischen Krieges 1877-1878 und des Berliner Kongress – Gebiete an die Nachbarländer verlor. Danach wurden auch reichsintern Teile der Provinz Kosovo – darunter die Stadt Monastir – in die Provinz Thessaloniki verlegt.

Im Jahre 1878 kam das Sandschak Novi Pazar, eine Unterteilung der Provinz Kosovo, unter österreichisch-ungarische militärische Besatzung, unter der es bis 1908 blieb. Nach den Balkankriegen von 1912 und 1913 wurde die Provinz zwischen Montenegro, Serbien, Albanien und Bulgarien aufgeteilt, und die geteilten Gebiete den jeweiligen Staaten einverleibt.[1]

Städte[Bearbeiten]

Das Gebiet des Vilâyets von Kosovo

Neben der Hauptstadt Üsküp (heutiges Skopje) gab es eine Reihe weiterer wichtiger Städte im Vilâyet Kosovo (türkischer bzw. osmanischer Name):

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Faik Miftari: Salnametë (Vjetarët) e Vilajetit të Kosovës. In: Kryesia e Bashkësisë Islame të Kosovës: Revista Dituria Islame, Nr. 218, Verlag Koha, Prishtina 2007, S. 42 (PDF-Version)