Villadia

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Villadia
Villadia batesii

Villadia batesii

Systematik
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Sedeae
Gattung: Villadia
Wissenschaftlicher Name
Villadia
Rose

Villadia ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name der Gattung ehrt den mexikanischen Arzt und Naturforscher Manuel Maria Villada (1841–1924).

Beschreibung[Bearbeiten]

Die Arten der Gattung Villadia sind kahle ausdauernde krautige Pflanzen oder Kleinsträucher mit verdickt-spindelförmigen oder faserigen Wurzeln. Sie erreichen Wuchshöhen von 5 bis 60 (selten 90) Zentimetern und verzweigen sich von unten bis zur Mitte reichlich. Bei den als Kleinsträuchern wachsenden Arten sind die Triebe meist aufrecht sowie weitgehend verholzt und ausdauernd. Bei den polsterbildenden Arten sind die Triebe krautig, nur an der Basis verholzt und mehr oder weniger niederliegend-aufsteigend. Die wechselständig angeordneten Laubblättern sind meist etwas ausgebreitet bis aufsteigend und etwas länglich bis linealisch geformt. Sie sind meist etwas stielrund-pfriemlich und gerade, spitz oder stumpf und an der Basis mehr oder weniger deutlich gespornt. Ihre meist kahle, und mehr oder weniger grüne Blattspreite ist 6 bis 23 Millimeter lang (selten 3 bis 40 Millimeter) und 1,5 bis 3 Millimeter breit (selten 1 bis 15 Millimeter).

Der mehr oder weniger aufrechte Blütenstand ist eine Ähre, Traube oder meist Thyrse und wird 2 bis 20 (selten 40) Zentimeter lang. Die Blüten sind fünfzählig (selten vierzählig) und obdiplostemon. Ihre Blütenstiele sind fast fehlend oder sehr kurz. Die meist grünen, fast freien, meist nahezu gleichen Kelchblätter sind aufsteigend bis etwas ausgebreitet, mehr oder weniger länglich lanzettlich oder länglich eiförmig, stumpf oder spitz. Die Blütenkrone ist verschiedenartig geformt, an der Basis häufig fünfkantig und erreicht Durchmesser von 3 bis 9 Millimeter. Die meist weißlichen bis rosafarbenen Kronblätter sind mehr oder weniger eiförmig bis elliptisch-länglich und dorsal häufig gekielt. Sie sind 3 bis 6 Millimeter (selten bis 9 Millimeter) lang und 1,2 bis 2 Millimeter (selten bis 3 Millimeter) breit. Die Blütenröhre ist 0,5 bis 1,6 Millimeter (selten bis 4 Millimeter) lang.

Die Frucht ist eine Balgfrucht. Die darin enthaltenen mehr oder weniger braunen Samen sind etwas spindelförmig. Ihre Samenschale ist zentral-papillös.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Villadia ist im Süden der Vereinigten Staaten, in Mexiko, Guatemala und Peru verbreitet, wo sie in Gebirgs- und Hochlandregionen vorwiegend auf felsigen Standorten wachsen. Die Erstbeschreibung nahm Joseph Nelson Rose 1903 vor.[1] Nach Joachim Thiede besteht die Gattung Villadia aus den Arten:[2]

Weitere Arten, die von anderen Autoren anerkannt werden, sind:

Nachweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Urs Eggli (Hrsg.): Sukkulenten-Lexikon. Crassulaceae (Dickblattgewächse). Eugen Ulmer, Stuttgart 2003, ISBN 3-8001-3998-7, S. 384–391.
  • Walter Erhardt u. a.: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart 2008. ISBN 978-3-8001-5406-7
  • The Plantlist. Abgerufen am 3. Juli 2013.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bulletin of the New York Botanical Garden. Band 3, Nr, 9, S. 3, 1903.
  2. Urs Eggli: Villadia. In: Urs Eggli: Sukkulenten-Lexikon Band 4. Crassulaceae (Dickblattgewächse). 2003, S. 384–391

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Villadia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien