Villar de Corneja

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Gemeinde Villar de Corneja
Villar de Corneja – Steinplattensteg
Villar de Corneja – Steinplattensteg
Wappen Karte von Spanien
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Villar de Corneja (Spanien)
Finland road sign 311.svg
Basisdaten
Autonome Gemeinschaft: Kastilien-León
Provinz: Ávila
Comarca: El Barco de Ávila – Piedrahíta
Koordinaten 40° 29′ N, 5° 26′ W40.475277777778-5.42916666666671001Koordinaten: 40° 29′ N, 5° 26′ W
Höhe: 1001 msnm
Fläche: 6,88 km²
Einwohner: 55 (1. Jan. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 7,99 Einw./km²
Postleitzahl: 05516
Gemeindenummer (INE): 05261 Vorlage:Infobox Gemeinde in Spanien/Wartung/cod_ine
Verwaltung
Ayuntamiento de Villar de Corneja Webpräsenz der Gemeinde

Villar de Corneja ist eine nordspanische Gemeinde (municipio) in der Provinz Ávila in der Autonomen Gemeinschaft Kastilien-León.

Lage[Bearbeiten]

Villar de Corneja liegt in einer fruchtbaren Talsenke oberhalb des Río Corneja in der Sierra de Gredos knapp 74 Kilometer (Fahrtstrecke) südwestlich der Provinzhauptstadt Ávila; die Stadt Salamanca ist knapp 80 Kilometer in nordwestlicher Richtung entfernt. Der sehenswerte Nachbarort Piedrahíta liegt nur etwa zehn Kilometer östlich.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1960 1970 1981 1991 2001 2006
Einwohner 296 201 154 112 77 64

Im 19. und in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts lag die Einwohnerzahl beständig über 300 Personen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Landwirtschaft, vor allem die Viehzucht, spielt traditionell die größte Rolle im Wirtschaftsleben der kleinen Berggemeinde. Einnahmen aus dem Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (casas rurales) sind in den letzten Jahrzehnten hinzugekommen.

Dorfkirche
Beschlagvorrichtung (potro)

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die dreischiffige Pfarrkirche (Santa Marina) des Dorfes stammt aus dem 17. Jahrhundert; auf einem der Stützbalken der Artesonado-Decke ist die Jahreszahl 1650 eingeritzt. Die gerade Apsis ist fensterlos und von einem barocken Altarretabel mit gedrehten (‚salomonischen‘) Säulen aus dem Jahr 1704 verstellt, der von dem Bildschnitzer Manuel González Delgado hergestellt wurde, der im Tal des Río Corneja mehrere Altäre geschaffen hat. Auch an den östlichen Enden der beiden Seitenschiffe stehen Schnitzaltäre. Eigenartig wirkt der Glockengiebel, der wahrscheinlich im 19. oder frühen 20. Jahrhundert stabilisiert und vergrößert wurde.
  • In den Außenbezirken des Ortes hat sich noch eine Beschlagvorrichtung (‚Beschlagbock‘ oder auch ‚Hufbock‘ genannt) erhalten, wie sie früher in vielen Dörfern Europas zu sehen war. Hier wurden die Pferde vor dem Beschlagen mit Stricken oder Gurten fixiert; auch die Hufpflege von Kühen und Eseln ging manchmal hier vonstatten. Ein weiteres Gestell dieser Art hat sich im Nachbarort Malpartida de Corneja erhalten.
  • Flussaufwärts führt eine zweibogige mittelalterliche Brücke (puente romano) über den Río Corneja.
  • Flussabwärts gibt es einen Steg aus großen Steinplatten, der allerdings nach heftigen Regenfällen mit entsprechendem Gerölleintrag immer wieder kontrolliert und ausgebessert werden muss.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Villar de Corneja – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Cifras oficiales de población resultantes de la revisión del Padrón municipal a 1 de enero de 2013. Bevölkerungsstatistiken des Instituto Nacional de Estadística (Bevölkerungsfortschreibung).