Villars-les-Dombes

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Villars-les-Dombes
Wappen von Villars-les-Dombes
Villars-les-Dombes (Frankreich)
Villars-les-Dombes
Region Rhône-Alpes
Département Ain
Arrondissement Bourg-en-Bresse
Kanton Villars-les-Dombes (chef-lieu)
Gemeindeverband Centre Dombes.
Koordinaten 46° 0′ N, 5° 2′ O46.0013888888895.0294444444444279Koordinaten: 46° 0′ N, 5° 2′ O
Höhe 263–295 m
Fläche 24,63 km²
Einwohner 4.411 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 179 Einw./km²
Postleitzahl 01330
INSEE-Code
Website http://www.villarslesdombes.fr/

Kirche Église de la Nativité-de-la-Sainte-Vierge

Villars-les-Dombes ist eine französische Gemeinde in der Region Rhône-Alpes im Département Ain. Administrativ ist die Gemeinde dem Kanton Villars-les-Dombes (dessen chef-lieu sie ist) und dem Arrondissement Bourg-en-Bresse zugeteilt.

Geografie[Bearbeiten]

Mit 4411 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) nahezu eine Kleinstadt, liegt der Ort in der Landschaft Dombes, auf halben Weg zwischen Lyon (33 km) und Bourg-en-Bresse (29 km). In der Umgebung findet man eine Unzahl von Fischteichen, wie zum Beispiel den Étang Turlet, die sehr typisch für die Gegend sind. Im Westen wird die Gemeinde von der Chalaronne, einem linken Nebenfluss der Saône, durchflossen.

Geschichte[Bearbeiten]

Villars-les-Dombes (der Name müsste eigentlich Villars-lès-Dombes lauten) zeigt an, dass der Ort an das ehemalige Fürstentum Dombes grenzte, ohne aber Teil davon zu sein. Der ältere Name Villars-en-Bresse dagegen streicht heraus, dass die Stadt früher zur vom Haus Savoyen beherrschten Landschaft Bresse gehörte, dies in Abgrenzung zur Dauphiné, einer Provinz, welche schon früh der französischen Krone unterstellt war.

Die Herrschaft von Villars (erstmals 940 urkundlich erwähnt[1] ) wuchs 1188 durch Heirat mit Billigung des römisch-deutschen Königs Heinrich VI. zum Lehen Thoire und Villars[2], deren Hauptort um 1400 die Stadt Trévoux war[3]. Von der Familie Thoire und Villars, deren bekanntester Vertreter Odo von Thoire und Villars war, wechselte die Herrschaft erneut durch Heirat zu Philippe de Lévis (1380–1440), Vicomte de Lautrec[4]. René de Savoie, genannt le Grand Bâtard de Savoie („der große Bastard von Savoyen“), folgte ihm 1497[5]. 1565 wurde Villars unter Renés Sohn Honorat II. von Savoyen zur Markgrafschaft erhoben[6].

Im Jahre 1705 wurde Marschall Claude-Louis-Hector für seine Verdienste im Spanischen Erbfolgekrieg von Ludwig XIV. zum Herzog von Villars ernannt und der neu erkürte Herzog erhielt einige französische Enklaven in den Dombes. Mit dem Tod seines Sohns Honoré-Armand, 2. Herzog von Villars, im Jahre 1788 erlosch diese Dynastie bereits wieder.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Der Bevölkerungswachstum von Villars-les-Dombes seit den späten 1950er ist sehr markant; er stagniert erst seit wenigen Jahren. So betrug die Zunahme zwischen 1962 und 2006 272 %; frankreichweit waren es im selben Zeitraum lediglich 32 %.

Jahr 1936 1946 1954 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2008
Einwohner 1.397 1.358 1.334 1.583 1.842 2.344 2.796 3.415 4.190 4.303 4.330

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Poype de Villars ist eine Motte aus dem 12. Jahrhundert. Die Ruine steht seit 1905 unter Denkmalschutz.
  • Die romanische Kirche der Geburt der Heiligen Jungfrau (Église de la Nativité-de-la-Sainte-Vierge) aus dem 12. und 13. Jahrhundert, später ergänzt mit gotischen Elementen, steht seit 1927 unter Denkmalschutz.

Der Vogelpark[Bearbeiten]

Ein Hyazinth-Ara im Parc des oiseaux de Villars-les-Dombes

Der Vogelpark von Villars-les-Dombes (Parc des oiseaux de Villars-les-Dombes) ist 380 Hektar groß; 35 Hektar sind über einen Lehrpfad öffentlich zugänglich. Der im Jahre 1970 eröffnete Park ist heute mit über 300.000 Besuchern im Jahr der größte Publikumsmagnet des Départements Ain. Im Jahre 1977 wurde die große Voliere, 1979 das Pinguinhaus eingeweiht. Mehr als 2000 meist exotische Vögel, aufgeteilt auf rund 400 Arten aus allen Kontinenten, bevölkern den Park. Die auch staatlich unterstützte Einrichtung ist Mitglied der European Association of Zoos and Aquaria und nimmt am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm teil. Besondere Aufmerksamkeit sowohl bei den Verantwortlichen wie auch beim Publikum erhalten die Krauskopfpelikane, Humboldt-Pinguine, Waldrappe, Mönchsgeier, Schmutzgeier, Andenkondore, Edwardsfasane, Palawan-Pfaufasane, Molukkenkakadus, Amazonenpapageien, Grünwangenamazonen, Hyazinth-Aras, Kleinen Soldatenaras, Blaulatzaras und Doppelhornvögel.[8] Der Park verfügt über vier Restaurants.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Marcel Pacaut und Pierre Guichard: Papauté, monachisme et théories politiques, Bd. 2, S. 772. Presses universitaires, Lyon, 1992.
  2. Louis Aubret und Marie Claude Guigue: Mémoires pour servir à l'histoire de Dombes, Bd. 1, S. 458. J.-C. Damour, Trévoux, 1868.
  3. William Duckett: Dictionnaire de la conversation et de la lecture, Bd. 7, Michel Lévy frères, Paris, 1854.
  4. Georges Debombourg: Analyse historique des archives communales du Bugey, Bd. 1, Nachwort S. 10f. Auguste Arène, Nantua, 1855.
  5. Samuel Guichenon: Histoire généalogique de la royale maison de Savoie, Bd. 3, S. 239. Jean-Michel Briolo, Turin, 1778.
  6. Samuel Guichenon: Histoire de Bresse et du Bugey, S. 169. Jean Antoine Huguetan & Marc Antoine Ravaud, Lyon, 1650.
  7. Louis Moréri: Le grand dictionnaire historique, Bd. 10, S. 621f. Librairies associés, Paris, 1759.
  8. Parc des oiseaux de Villars-les-Dombes auf www.leszoosdanslemonde.com, abgerufen am 22. Oktober 2011.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Villars-les-Dombes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien