Vin Jaune

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Vin jaune mit Comté-Käse und Nüssen

Der Vin Jaune (franz. für gelber Wein) ist ein Wein des Weinanbaugebiets Jura. Er wird ausschließlich aus einer Rebsorte hergestellt: der weißen Sorte Savagnin. Die ältesten Rebparzellen liegen in der Nähe des Städtchens Château-Chalon, Frankreich. Im Geschmack ähnelt der Wein dem Sherry, mit dem er häufig verglichen wird. Ein großer Unterschied liegt jedoch darin, dass der Vin Jaune nicht aufgespritet wird.

Nach der Vergärung des Mosts muss der Wein noch mindestens sechs Jahre und drei Monate in einem Barriquefass liegen. In dieser Reifezeit verdunsten bis zu 40 % des Weines. Diese lange Reifezeit erklärt auch den hohen Preis des Weines, der üblicherweise bei ca. 30 Euro pro Flasche liegt. Die Flaschen haben nur einen Inhalt von 620 ml statt der üblichen 750 ml. Der Wein wird in eine spezielle Flaschenform, dem Clavelin abgefüllt. Nach dem Abfüllen hält sich der Wein sehr lange. Lagerzeiten von 40 bis 50 Jahren sind keine Seltenheit.

Vin jaune wird unter folgenden Appellations contrôlées (Ursprungsdenominationen) produziert: Côtes du Jura, Arbois, L'Etoile (Weinbaugebiet) und Château-Chalon. Die Ursprungsdenomination Château-Chalon enthält nur ca. 50 Hektar verteilt auf fünf Nachbargemeinden: Château-Chalon, Voiteur, Menetru-le-Vignoble, Nevy-sur-Seille und Domblans.

Gastronomisch gesehen passt ein Vin Jaune sehr gut zum Käse des Jura, dem Comté oder im Allgemeinen zu einem guten Käsebuffet und kräftigen Gerichten.

Jeweils am ersten Februarwochenende findet das Weinfest „Percée du Vin Jaune“ statt. Der Veranstaltungsort wechselt von Jahr zu Jahr. 2011 war vom 4. bis 6. Februar Arbois der Gastgeber und die 16. Ausgabe dieses Festes wird vom 4. bis 5. Februar 2012 in Ruffey-sur-Seille bei Lons-le-Saunier durchgeführt.

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Literatur[Bearbeiten]