Vinassan

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vinassan
Wappen von Vinassan
Vinassan (Frankreich)
Vinassan
Region Languedoc-Roussillon
Département Aude
Arrondissement Narbonne
Kanton Coursan
Gemeindeverband Agglomération de la Narbonnaise.
Koordinaten 43° 12′ N, 3° 4′ O43.2044444444443.074722222222210Koordinaten: 43° 12′ N, 3° 4′ O
Höhe 3–142 m
Fläche 8,96 km²
Einwohner 2.522 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 281 Einw./km²
Postleitzahl 11110
INSEE-Code

Rathaus (Mairie)

Vinassan ist eine französische Gemeinde mit 2522 Einwohnern (1. Januar 2011) im Département Aude in der Region Languedoc-Roussillon. Sie gehört zum Arrondissement Narbonne und zum Kanton Coursan.

Geografie[Bearbeiten]

Die Gemeinde Vinassan liegt fünf Kilometer nordöstlich von Narbonne und etwa zwölf Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt. Der östlich der Autoroute A9 gelegene Teil des Gemeindegebietes von Vinassan ist Bestandteil des Regionalen Naturparks Narbonnaise en Méditerranée. Zur Gemeinde gehören die Weiler Marmorières und Saint-Félix.

Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der zwischen Aude und den großen Lagunen Étang de Bages-Sigean und Étang de l’Ayrolle liegenden Ebene im Westen bis auf die Höhen des Massif de la Clape (auch Montagne de la Clape genannt) im Osten. Das isoliert liegende, maximal 214 Meter Höhe erreichende Bergmassiv ist nur etwa 150 km² groß und bildet den nordöstlichsten Ausläufer der Pyrenäen.

Der ebene Westen des Gemeindeareals wird landwirtschaftlich intensiv genutzt. Hier sowie im hügeligen Nordosten der Gemeinde ist der Weinbau vorherrschend, dessen Lagen zum kleinen Weinbaugebiet La Clape gehören, unmittelbar nordöstlich des Weinbaugebietes Corbières gelegen.

Die Gemeinde Vinassan grenzt im Norden an Salles-d’Aude, im Nordosten an Fleury, im Osten und Westen an Narbonne, im Süden an Armissan sowie im Nordwesten an Coursan.


Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 734 817 878 980 1427 2004 2218

Die meernahe Lage und die geringe Entfernung zur Stadt Narbonne begünstigten einen stetigen Bevölkerungsanstieg. Durch neue Baugebiete nördlich und westlich des alten Dorfkerns wuchs die Siedlungsfläche seit den 1980er Jahren um fast das Doppelte.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Der ehemalige Eiskeller, den noch Kardinal Richelieu für zehn Jahre konzessionierte, ist heute größtenteils verfallen. Das Eis wurde damals mit Pferdewagen aus der etwa 50 Kilometer entfernten Montagne Noire geholt und hielt manchmal nur bis in den Frühsommer.[1]
  • Die romanische Kirche Saint-Martin aus dem 11. Jahrhundert wurde 1896 rekonstruiert. Sie ist als historisches Denkmal (Monument historique) klassifiziert.[2]
Saint-Martin, Ostseite
Saint-Martin, Nordostseite

Quellen[Bearbeiten]

  1. La Glacière de Vinassan auf vinassan.fr. Abgerufen am 19. Februar 2011 (französisch).
  2. Eintrag in der Base Mérimée, einer Datenbank des französischen Kulturministeriums. Abgerufen am 19. Februar 2011 (französisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vinassan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien