Vince Gill

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Vince Gill (2012)
Vince Gill (2007)
Vince Gill und Amy Grant während der Verleihung des Friend of West Point Awards, 2008

Vincent „Vince“ Grant Gill (* 12. April 1957 in Norman, Oklahoma) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger, -Gitarrist und Songschreiber. Er hat mehr als 20 Studioalben aufgenommen und war mit über 40 Singles in der amerikanischen Single-Country-Hitparade vertreten. Gill ist 20-facher Grammy-Gewinner und wurde 18 Mal von der CMA ausgezeichnet.

Biografie[Bearbeiten]

Bereits auf der Highschool spielte Gill, der auch ein talentierter Golfer war, in einer Country-Band. Mit 18 Jahren wurde er Mitglied der Bluegrass Alliance, in der auch Dan Crary spielte. Ein Jahr später zog er nach Los Angeles, wo er sich der Sundance Band von Byron Berline anschloss. Dort lernte er Janis Oliver, seine zukünftige Frau kennen, die bald darauf als Mitglied der Sweethearts of the Rodeo bekannt wurde. 1978 wurde er als Leadsänger der Country-Rock-Formation Pure Prairie League angeheuert. Die Gruppe konnte aber nicht an die Erfolge früherer Jahre anknüpfen, und so stieg Gill nach drei Jahren aus. Mit Frau und Tochter zog er 1982 nach Nashville, wo er sich Rodney Crowells Band Cherry Bombs anschloss.

1984 erschien seine erste Single, Turn Me Loose. Mit der nächsten Platte, Victim of Life's Circumstances konnte er sich erstmals in der Hitparade platzieren. Von der Academy of Country Music wurde er als bester Nachwuchssänger des Jahres 1984 ausgezeichnet. In den folgenden Jahren arbeitete er vor allem als Sessionmusiker. Er beherrscht mehrere Instrumente, singt und schreibt Songs. Besonders intensiv war die Zusammenarbeit mit Rosanne Cash, der Tochter von Johnny Cash.

Gills Durchbruch kam 1989 mit dem Album When I Call Your Name, das sich über drei Millionen Mal verkaufte. Der Titelsong erreicht Platz 3 der Country-Charts und wurde 1990 von der CMA als „Single of The Year“ ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt Vince Gill einen Grammy als „Best Vocal Country Performance“. 1991 wurde er in die Grand Ole Opry aufgenommen.[1] Der Erfolg blieb ihm auch in den folgenden Jahren treu. Seine nächsten Alben Pocket Full Of Gold und I Still Believe in You erreichten ebenfalls Platin-Status. Zahlreiche Single-Auskopplungen konnten sich hoch in den Country-Charts platzieren. Auch sein Weihnachtsalbum Let There Be Peace On Earth erreichte hervorragende Verkaufszahlen.

1998 wurde die Ehe mit Janis Oliver geschieden. Zwei Jahre später heiratete er Amy Grant. Er wohnt in Nashville, wo er sich ein Heimstudio eingerichtet hat, in dem seine Alben Guitar Slinger und Bakersfield sowie zahlreiche andere Alben aufgenommen wurden.[2] 2005 wurde Gill in die Nashville Songwriters Hall of Fame und 2007 in die Country Music Hall of Fame aufgenommen. Im September 2012 wurde er mit einem Stern auf dem Hollywood Walk Of Fame für eine einflussreiche Prägung der Pop- und Countrymusik sowie als Produzent und Gitarrist ausgezeichnet.[3]

Instrumente[Bearbeiten]

Gill hat eine Vorliebe für Martin- sowie für alte Fender- und Gibson- Gitarren. Er verwendet überwiegend Vintage-Instrumente wie Fender Telecaster 1953[2], 1960 Fender Telecaster Custom[2], 1956 Fender Stratocaster[4], 1959 Fender Stratocaster [5], 1960 Fender Stratocaster[4], 1962 Fender Stratocaster[4], 1959 Gibson ES-175[4], 1960 Gibson ES-335[5], 1961 Gibson ES-335[4] sowie eine 1928 Martin 000-45[4]. 2010 wurden durch eine Flut viele Gitarren und verschiedene Verstärker zerstört. Gill besitzt etwa 300 Gitarren.[4]

Diskografie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Vince Gill/Diskografie

Studioalben als Solokünstler[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Jahr Auszeichnung (Auswahl)
1990

Grammy für die Beste männliche Country-Gesangsdarbietung, CMA Award in der Kategorie Single des Jahres

1991

Grammy in der Kategorie Beste gesangliche Country-Kollaboration sowie 3 CMA Awards

1992

Grammy in der Kategorie Bester Country Song, Beste männliche Country-Gesangsdarbietung sowie CMA Award als Sänger und für den Song des Jahres

1993

Grammy für die Beste instrumentale Country-Darbietung und 5 CMA Awards

1994

Grammy in der Kategorie Beste männliche Country-Gesangsdarbietung, CMA Awards als Entertainer und Sänger des Jahres

1995

Grammy für den Besten Country Song, die Beste männliche Country-Gesangsdarbietung sowie den CMA Award als Sänger des Jahres

1996

Grammy für die Beste gesangliche Country-Kollaboration und Männliche Country-Gesangsdarbietung sowie CMA Award für das Ereignis des Jahres

1997

Grammy für die Beste männliche Country-Gesangsdarbietung

1998

Grammy für die Beste instrumentale Country-Darbietung und Beste männliche Country-Gesangsdarbietung

1999

Grammy für die Beste männliche Country-Gesangsdarbietung und Beste instrumentale Country-Darbietung, CMA Award Ereignis des Jahres

2000

Grammy für die Beste instrumentale Country-Darbietung

2002

Grammy für die Beste instrumentale Country-Darbietung

2004

Grammy für die Beste männliche Country-Gesangsdarbietung

2007

Grammy für die Beste männliche Country-Gesangsdarbietung

2008

Grammy in der Kategorie Bestes Country-Album

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vince Gill – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag bei opry.com
  2. a b c Rig Rundown Premier Guitar
  3. Stern für Vince Gill Hollywood Walk of Fame
  4. a b c d e f g Vince Gill's Guitar Collection Musicians Friend
  5. a b Vince Gill's Touring Gear Premier Guitar