Vincent Lafforgue

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Vincent Lafforgue (* 20. Januar 1974) ist ein französischer Mathematiker.

Lafforgue gewann 1990 und 1991 die Mathematikolympiade (Goldmedaille mit maximaler Punktzahl). Er studierte 1992 bis 1996 an der École normale supérieure, an der er 1996/97 und 1998/99 Agrégé préparateur war, war 1997/98 (in Ableistung des Service national) am Zentrum für theoretische Physik des CNRS in Saclay, und wurde 1998 an der Universität Paris-Süd in Orsay bei Jean-Benoît Bost promoviert (KK-théorie bivariante pour les algèbres de Banach et conjecture de Baum-Connes). 2009 habilierte er sich an der Universität Paris VII (Denis Diderot) (Conjecture de Baum-Connes, théorie de Fontaine en caractéristique p, et programme de Langlands géométrique). Ab 1999 war er Chargé de Recherches des CNRS am Institut de Mathématiques de Jussieu der Universitäten Paris 6 und 7. Ab 2010 war er Forschungsdirektor des CNRS an der Universität Orleans.

Er erzielte wichtige Resultate in der K-Theorie der Operatoralgebren: in seiner Dissertation bewies er die Baum-Connes-Vermutung für spezielle Gruppen und erzielte damit bezüglich dieser Vermutung, die eine zentrale Rolle in der nicht-kommutativen Geometrie spielt, einen Durchbruch. 2000 erhielt er dafür den EMS-Preis und er erhielt den Prix Peccot. 2002 war er Invited Speaker auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Peking (Banach-KK-Theory and the Baum-Connes conjecture).

Sein Bruder ist der Mathematiker (Gewinner der Fields-Medaille) Laurent Lafforgue.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]