Geiger (Musiker)

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Geigerin ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zur Novelle von Ferdinand von Saar aus dem Jahr 1887 siehe Die Geigerin.
Geigenspielerin ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum Gemälde des deutschen Malers Lovis Corinth siehe Die Geigenspielerin.
Geigerin mit ihrem Instrument

Geiger oder Violinist ist die Bezeichnung für den Musiker, der die Geige spielt.

Es gibt Geiger in der klassischen Musik, im Jazz, im Folk, in der Folklore und im Unterhaltungsbereich, die sowohl als Solisten, als Kammermusiker oder auch als Orchestermitglieder auftreten.

Überblick über einige wichtige Geiger[Bearbeiten]

Einige Geiger waren auch bekannte Komponisten. Dazu zählen im Frühbarock in Italien Arcangelo Corelli und in Deutschland Heinrich Ignaz Franz Biber, im Hochbarock Antonio Vivaldi, Giuseppe Tartini oder Pietro Locatelli.

Dem galanten Stil kann man Johann Stamitz, Carl Stamitz, Gaetano Pugnani, Christian Cannabich und Pietro Nardini zuordnen.

Den Übergang von der Klassik zur Frühromantik ebneten Giovanni Battista Viotti, Louis Spohr und Rodolphe Kreutzer.

Im frühen 19. Jahrhundert entwickelte Niccolò Paganini eine brillante Spieltechnik, er erregte zu seiner Zeit Aufsehen durch sein Doppelflageolett und seine gewagten Pizzicati. Andere bekannte Geiger des 19. Jahrhunderts waren Joseph Joachim (befreundet mit Johannes Brahms), die Gebrüder Müller sowie Leopold Auer, ein Ungar, der zuerst in Moskau, dann in den USA viele berühmte Geiger ausbildete. Charles Auguste de Bériot, Henri Vieuxtemps und Eugène Ysaye gelten als die Begründer der berühmten franco-belgischen Schule (Paris, Brüssel, Lüttich).

Zu den Schülern der Nachfolgegeneration gehören Geiger wie Yehudi Menuhin, Fritz Kreisler, Arthur Grumiaux, Isaac Stern, David Oistrach und Henryk Szeryng, die ihrerseits die heutige Geigergeneration unterrichteten.

Im 20. Jahrhundert entwickelten sich eigene Stilrichtungen, die Jazzgeiger wie Stéphane Grappelli und Helmut Zacharias hervorbrachten oder den in der Tradition der Kaffeehausgeiger stehenden André Rieu. David Garrett konnte sich als Geiger in den deutschen Charts platzieren. Auch im Bereich der irisch-keltischen Musik gibt es begabte Geiger.

Im Klassikbereich machen sich seit den 1960er Jahren die Barockviolinisten einen Namen, welche nach den Erkenntnissen der historischen Aufführungspraxis musizieren.

Literatur[Bearbeiten]

  •  Joachim W. Hartnack: Große Geiger unserer Zeit. Atlantis Musikbuch, 1993, ISBN 978-3-25-400171-9.
  • Harald Eggebrecht: Große Geiger: Kreisler, Heifetz, Oistrach, Mutter, Hahn und Co. (Serie Piper, 4302) Piper, München/Zürich 2005, ISBN 3-492-24302-9.
  • Alfred Roeseler (mit Norbert Hornig): Große Geiger unseres Jahrhunderts. (Serie Piper, 2375) Erweiterte Neuausgabe. Piper, München/Zürich 1996, ISBN 3-492-22375-3.
  • Stefan Drees (Hrsg.): Lexikon der Violine. Laaber-Verlag, Laaber 2004, ISBN 3-89007-544-4.
  • Urs Frauchiger: Der eigene Ton. Gespräche über die Kunst des Geigespielens. (Odeon, 3) Ammann, Zürich 2000, ISBN 3-250-30003-9.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Violinist – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Geiger – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Violinist – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen