Virgin America

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Virgin America
Logo der Virgin America
Airbus A319-100 der Virgin America
IATA-Code: VX
ICAO-Code: VRD
Rufzeichen: REDWOOD
Gründung: 2004
Sitz: Burlingame, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Heimatflughafen:

San Francisco

Leitung: C. David Cush (CEO)
Vielfliegerprogramm: elevate
Flottenstärke: 53 (+ 40 Bestellungen)
Ziele: National und kontinental
Website: virginamerica.com

Virgin America ist eine US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in Burlingame und Basis auf dem Flughafen San Francisco.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Frühjahr 2004 gab die Virgin Group die Absicht bekannt, eine neue Billigfluggesellschaft für Langstreckenflüge mit Sitz in den USA zu gründen. Deren Name sollte Virgin USA lauten und der Flugbetrieb Mitte 2005 aufgenommen werden. Als Standort für die Heimatbasis und später des Hauptquartiers wurde die San Francisco Bay Area ausgewählt.

Aufgrund von Schwierigkeiten, zur Beteiligung an einer neuen Fluggesellschaft bereite US-Investoren zu finden, musste der Beginn des Flugbetriebes von Mitte 2005 auf das Frühjahr 2006 verschoben werden. Ende 2005 hatte die zwischenzeitlich in Virgin America umbenannte Gesellschaft genug Kapital angesammelt und beantragte die nötigen Genehmigungen beim United States Department of Transportation (kurz DOT). Der anschließende Prüfungsprozess erfolgte unter großen Debatten von Gegnern und Befürwortern der neuen Fluggesellschaft. Die Städte und Repräsentanten der Staaten von Kalifornien und New York unterstützten die Gesellschaft. Die größte Opposition kam von der Air Line Pilots Association sowie anderen Fluggesellschaften, angeführt von Continental Airlines. Das Hauptargument der Opposition war, dass die Kapitalanteile nicht unter der Kontrolle von US-Investoren standen. Diese Gründe wurden vom DOT am 27. Dezember 2006 akzeptiert. Um die nötigen Genehmigungen für den Flugbetrieb zu erhalten, änderte Virgin America daraufhin die Unternehmensstruktur und schlug vor, die stimmberechtigten Anteile an einen vom DOT geprüften Trust zu übergeben und nur noch zwei der acht Virgin America-Aufsichtsräte aus den Reihen der Virgin Group zu besetzen. Selbst der Verzicht auf den Markennamen Virgin stand zur Debatte.[1] Nach weiteren zugesagten Reformen der Unternehmensstruktur erteilte das DOT am 20. März 2007 die Genehmigung für den Flugbetrieb.

Der Ticketverkauf von Virgin America begann im Juli 2007. Am 8. August 2007, zwei Jahre später als geplant, begann schließlich der Flugbetrieb mit Nonstop-Linienflügen von San Francisco und Los Angeles an der Westküste nach New York City an der Ostküste der USA. Das Streckennetz wurde seither sukzessive ausgebaut, ist aber nach wie vor hauptsächlich auf den Verkehr von Küste zu Küste ausgerichtet.

Am 23. Januar 2012 wurde bekannt, dass die Airline einen Airbus A320-200 mit der Kennung N845VA nach dem 2011 verstorbenen Mitbegründer von Apple, Steve Jobs, benannt hat. Auf dem Rumpf des Flugzeuges wurde das Zitat "Stay Hungry, Stay Foolish" (dt.: Bleibt hungrig, bleibt kindisch), aus einer Rede welche Jobs 2005 vor Absolventen der Stanford University gehalten hatte, angebracht.[2][3]

Besitzverhältnisse[Bearbeiten]

Economy-Klasse an Bord eines Airbus A320-200 der Virgin America

Virgin America ist trotz des Aufbaus durch den britischen Unternehmer Richard Branson eine US-amerikanische Fluggesellschaft. Laut US-Rechtslage darf der ausländische Besitzanteil einer US-Fluggesellschaft nicht mehr als 25 % betragen. VAI Partners LLC, eine in Delaware ansässige Gesellschaft zweier Investmentunternehmen, ist entsprechend im Besitz von 75 % der Kapitalanteile und stellt 2/3 der wahlberechtigten Personen im Aufsichtsrat.[4][5] Die restlichen 25 % befinden sich im Besitz der Virgin Group, die auch die Lizenz für das Warenzeichen Virgin besitzt.

Flugziele[Bearbeiten]

Mit Stand Sommer 2013 verbindet Virgin America Boston, Fort Lauderdale, New York City, Orlando und Washington D.C. an der Ostküste der USA mit Los Angeles, San Diego, Portland, San Francisco und Seattle an der Westküste. Weitere US-Ziele sind beispielsweise Chicago, Philadelphia, Dallas und Las Vegas sowie Cancún und Los Cabos in Mexiko. Weitere zwischenzeitlich eingestellte Ziele waren Orange County und Toronto.

Flotte[Bearbeiten]

Ein Airbus A320-200 der Virgin America

Mit Stand August 2013 besteht die Flotte der Virgin America aus 53 Flugzeugen[6]:

Flugzeugtyp aktiv bestellt[7][8] Anmerkungen
Airbus A319-100 10
Airbus A320-200 43 10
Airbus A320neo 30 Auslieferung voraussichtlich ab 2020[8]
Gesamt 53 40

Viele Flugzeuge von Virgin America sind mit einem System zur Internetnutzung an Bord des Anbieters Gogo ausgestattet, wodurch während eines Fluges, zur Zeit nur innerhalb der USA, das Surfen im Web gegen eine Gebühr möglich ist.[9]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Virgin America – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Virgin Group makes concessions to get Virgin America flying in: Air Transport World vom 19. Januar 2007
  2. macrumors.com - Virgin America names jet after Steve Jobs (englisch) abgerufen am 24. Januar 2012
  3. austrianwings.info - Virgin America ehrt verstorbenen Apple Gründer abgerufen am 24. Januar 2012
  4. Virgin America gets investors, files to begin flying in: San Francisco Business Times vom 8. Dezember 2005
  5. Virgin America Secures $177 Million In Startup Funding, Names Chair in: Aviation Week vom 9. Dezember 2005
  6. ch-aviation.ch - Virgin America (englisch), abgerufen am 21. August 2013
  7. airbus.com - Orders and Deliveries (englisch), abgerufen am 21. August 2013
  8. a b airliners.de - Nachrichten aus aller Welt, 16. November 2012
  9. Gogoair.com Teilnehmende Fluggesellschaften, abgerufen am 4. Januar 2014