Virtual-Hard-Disk-Format

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox Dateiformat/Wartung/MIME fehltVorlage:Infobox Dateiformat/Wartung/MagischeZahl fehltVorlage:Infobox Dateiformat/Wartung/Standard fehlt

Virtual Hard Disk
Dateiendung: .vhd, .vhdx
Entwickelt von: Microsoft
Art: Containerdatei
Container für: beliebige Dateien
Enthalten in: Virtual PC,
Virtual Server,
Windows 7 uvm.
Website: technet.microsoft.com/de-de/library/dd440864(WS.10).aspx

Das Virtual-Hard-Disk-Format (kurz VHD-Format, vom englischen Virtual Hard Disk für virtuelle Festplatte) ist ein Container-Dateiformat und hat in der Regel die Dateierweiterung.vhd“. Es wurde ursprünglich von der Firma Connectix für den Virtual PC und Virtual Server entwickelt, seit dessen Übernahme von der Firma Microsoft weiterentwickelt und ab Windows 7 direkt im Betriebssystem unterstützt.[1]

Technische Einzelheiten[Bearbeiten]

Virtuelle Festplatten im VHD-Format können ab Windows 7 über die dort enthaltene Datenträgerverwaltung und mit dem Kommandozeilenprogramm Diskpart[1][2] entweder mit einer festen oder einer dynamisch wachsenden Größe angelegt werden. Die maximale Größe für dynamische und differentielle VHDs beträgt 2 Tebibyte, die maximal Größe von VHDs fester Länge ist an sich nicht limitiert, in der Praxis jedoch durch die maximale Dateigröße von 16 Tebibyte pro Datei (bei NTFS) begrenzt.[3][4] Bei der dynamischen Größe wird beim Erzeugen lediglich die maximale Größe festgelegt, welche die Containerdatei nicht überschreiten darf. Bei der festen Größe wird die Datei exakt so groß wie beim Erzeugen angegeben – wobei es keine Rolle spielt, ob sie tatsächlich mit Daten gefüllt ist oder nicht.[5]

Mit der Entwicklung von Windows 8 wurde das Dateiformat erweitert und diese Erweiterung (englisch enhancement) als „VHDX“ benannt. Damit soll es dann möglich sein, Festplattenabbilder mit einer maximalen Größe von bis zu 16 Tebibyte anzulegen.[4] Zudem wurde mit Windows 8 der Explorer entsprechend erweitert, damit auch damit direkt auf derartige Speicherabbilder zugegriffen werden kann.[6]

Der wohl größte Nachteil ist, dass die dynamisch wachsende oder differentielle Festplatte im Nachhinein (mit Windows-Bordmitteln) nicht erweitert oder verkleinert werden kann. Lediglich die Festplatte mit fester Größe kann nachträglich erweitert werden.[3] Es stehen jedoch externe Werkzeuge (wie z. B. der VHD Resizer)[7] zur Verfügung. Zudem können die Daten jedoch auch manuell in größere oder kleinere (virtuelle) Festplatten umkopiert und so quasi dessen Größe geändert werden, was jedoch sehr zeitaufwendig sein kann.[8]

Unterstützung[Bearbeiten]

Das Dateiformat wird neben virtuellen Maschinen wie Virtual PC und Virtual Server oder Betriebssystemen wie Windows 7 auch von Windows Server 2008 und dem Windows Automated Installation Kit,[1][5] sowie von vielen anderen (zum Teil auch freien) Programmen, wie beispielsweise VirtualBox oder 7-Zip, unterstützt.

Des Weiteren soll das VHD-Format als Standard-Dateiformat – allgemein für Speicherabbilder und speziell etwa auch für Datensicherungen – in das Virtualisierungs-Portfolio von Microsoft aufgenommen und verbreitet werden.[9][10]

Mit dem Programm Disk2VHD, von Windows Sysinternals, können die Daten von physischen Festplatten in virtuelle Festplatten(abbilder) kopiert werden, um diese beispielsweise in VirtualBox einbinden und so ganze Rechner migrieren zu können.[11]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Neues zu virtuellen Festplatten in Windows 7 – Seite beim Microsoft-Technet; Stand: Oktober 2010
  2. Windows 7: Ab auf die VHD Teil 2 – Artikel bei j-sys.de - Archive, vom 2. Mai 2010
  3. a b ws08_r2_vhd_performance_whitepaper (englisch, docx) – Dokument bei Microsoft, siehe S. 12 und S. 32 (Abgerufen am: 23. Juni 2012)
  4. a b Vorabversion Build 7989 von Windows 8 kursiert im Internet – Artikel bei Heise online, vom 22. Juni 2011 (Abgerufen am: 13. Juli 2012)
  5. a b VHD: Ratgeber zu virtuellen Festplatten – Artikel bei Com!, vom 26. April 2010 (Abgerufen am: 11. April 2013)
  6. Microsoft: Windows 8 kann ISO- und VHD-Dateien direkt mounten – Meldung bei Golem.de, vom 31. August 2011 (abgerufen am: 19. November 2013)
  7. VHD Resize – Seite beim PC Magazin; Stand: 22. März 2010 (abgerufen am: 19. November 2013)
  8. Verkleinern von virtuellen Festplatten – Artikel bei TechNet Blogs, vom 20. März 2007
  9. Windows 7 soll das VHD-Format unterstützen – Wikiartikel bei Computerwoche, vom 6. November 2008
  10. Virtuelle Festplatten (VHDs) unter Windows 7 – Artikel bei Computer & Technik - MSN, vom 21. November 2009
  11. Sysinternals Disk2vhd (englisch) – Seite beim Microsoft-Technet; Stand: 14. Oktober 2010