Vis-à-vis

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historische Vis-à-vis-Kutsche
Teste & Moret Vis-à-vis Automobil von 1902
Benz Victoria Vis-à-vis von 1900

Ein Vis-à-vis ist ein Wagen mit gegenüberliegenden Sitzbänken. Diese Sitzanordnung gibt es bei Kutschen, Eisenbahnwagen und frühen Automobilen. Der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet wörtlich „von Angesicht zu Angesicht“. Im deutschen Sprachraum wurde der Begriff auch benutzt für „gegenüber“.

Die Vis-à-vis-Kutsche ist durch die Sitzanordnung einem Landauer sehr ähnlich, allerdings kann man sie nicht so wetterfest schließen wie einen Landauer. Das Verdeck einer Vis-à-vis bietet nur Schutz vor leichtem Regen oder starker Sonne. Die Vis-à-Vis war dadurch eher ein Sommerwagen für Herrschaften. Durch das Fehlen der Türen und der schweren Verdeckaufbauten war sie allerdings entsprechend leichter und dadurch für lange Strecken oder schnelleres Fahren besser geeignet als der von der Bequemlichkeit her vergleichbare Landauer.

Bei Automobilen wurde diese Karosserieform nach 1902 nur noch selten verwendet, da immer mehr Automobilhersteller zum Frontmotor übergingen. Viersitzige Autos hatten daraufhin zunächst die Karosserieform Tonneau. Daraus entwickelte sich der Doppelphaeton.

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: vis-à-vis – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen