Vishnudevananda

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Vishnudevananda am Unterrichten in Nassau, Bahamas

Swami Vishnudevananda (* 31. Dezember 1927 in Kannimangalam, Kerala; † 9. November 1993 in Mangalore, im Bundesstaat Karnataka) war ein bekannter Hatha- und Raja-Yogameister. Er gründete 1957 im Namen seines Meisters Sivananda die Sivananda Yoga Vedanta-Zentren in Val Morin (Quebec).

Biographie[Bearbeiten]

Vishnudevananda kam aus einer Familie von Gutsbesitzern in Kerala, Südindien. Schon von klein auf soll er großes naturwissenschaftliches Interesse gezeigt haben. Nach kurzer Laufbahn in der Armee erfuhr er zufällig von den Lehren Sivanandas. Ein Flugblatt, das mit dem Satz begann „Ein Gramm Praxis wiegt mehr als eine Tonne Theorie“ soll ihn so sehr beeindruckt haben, dass er nach Rishikesh in Nordindien ging, um den Meister kennenzulernen. Zehn Jahre lebte und arbeitete er dort unter der direkten Anleitung von Sivananda, der ihn zum ersten „Hatha-Yoga-Professor“ an der „Yoga Vedanta Forest Academy“ ernannte. 1957 schickte ihn dieser in den Westen, um dort Yoga zu verbreiten. Noch im selben Jahr gründete er in Kanada die internationale Sivananda Yoga Vedanta Organisation.

Als seine besondere Mission sah er den universellen Frieden. Er war davon überzeugt, dass äußerer Frieden ohne inneren Frieden nicht existieren könne. Deshalb entwickelte er im Westen ein umfassendes Lehrprogramm für Yogalehrer, die wiederum zahlreiche weitere Menschen inspirieren sollten.

Ab den 70er Jahren startete Vishnudevananda seine Friedensflüge zu den Krisenherden der Welt, um auch auf diese Weise sichtbare Zeichen für interkulturelles Verständnis und Weltfrieden zu setzen. Der Friedensflug 1983 mit einem Drachenflieger über die Berliner Mauer von West nach Ost zu einem von ihm initiiertem Global Peace Festival am Potsdamer Platz mit einem südindischem Feuerlauf direkt an der Mauer war die Fortsetzung früherer Friedensmissionen. Diese hatten ihn in Krisengebiete wie Nordirland und in das Gebiet rund um den Suez-Kanal während der Sinai-Krise geführt. Als 1989 die Mauer geöffnet wurde, flog er zu einer Friedensaktion am Brandenburger Tor und um Egon Krenz zu danken.

Nach über 35-jährigem Wirken starb Vishnudevananda 1993 während einer Pilgerreise für Weltfrieden im südindischen Mangalore.

Werke[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gopala Krishna: The Yogi. Portraits of Swami Vishnudevananda. Yes International publishers, St. Paul MN 1995, ISBN 0-936663-12-X, (Auch: New Age Books, New Delhi 2002, ISBN 81-7822-038-5).

Weblinks[Bearbeiten]