Visoke

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Visoke
Visoke.jpg
Höhe 3711 m
Lage Ruanda, Ostafrika
Gebirge Virunga-Vulkane
Koordinaten 1° 27′ 29″ S, 29° 29′ 7″ O-1.458055555555629.4852777777783711Koordinaten: 1° 27′ 29″ S, 29° 29′ 7″ O
Visoke (Ruanda)
Visoke
Typ Schichtvulkan
Letzte Eruption 1957

Der Visoke (auch: Bisoke oder Bisoko) ist ein Vulkan in Ruanda an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo. Er gehört zu den acht Virunga-Vulkanen und liegt ungefähr 35 km nordöstlich der kongolesischen Stadt Goma.

Geologie und Geografie[Bearbeiten]

Visoke entstand, wie alle Gipfel der Virunga-Kette, als Folge eines Grabenbruchs der Afrikanischen Platte (siehe Großer Afrikanischer Grabenbruch). Der Berg liegt sowohl im ruandischen Vulkan-Nationalpark wie auch im angrenzenden kongolesischen Virunga-Nationalpark, hat eine Höhe von 3.711 Metern und weist den größten Kratersee der Kette auf. Sein Gipfel ist häufig in Nebel gehüllt, seine steilen Flanken sind mit dichtem Bergregenwald und alpinen Wiesen bedeckt.

Tourismus[Bearbeiten]

Das Betreiben von Land- und Forstwirtschaft in den Nationalparks ist untersagt und steht unter Strafe. Die Hänge der Virunga-Vulkane sind der natürliche Lebensraum der letzten, in ihrem Bestand stark gefährdeten Berggorillas. Zwischen dem Visoke und dem Karisimbi lag das 1967 von Dian Fossey gegründete Karisoke Research Center, von dem aus sie ihre Forschungen betrieb.

Das Gebiet stellt ein beliebtes Ziel für Bergsteiger sowie für die an den Berggorillas interessierten Touristen dar. Der Gipfel kann innerhalb eines Tages von der ruandischen Seite aus erreicht werden. Die ruandische Tourismusbehörde bietet zweitägige Exkursionen an, Ausgangspunkt ist meist die nahe gelegene Stadt Ruhengeri. Der Aufstieg ist steil und vornehmlich während der Trockenzeit zu empfehlen.[1]

Der Tourismus kam zu Zeiten des ruandischen Bürgerkriegs (1990–1993) und des anschließenden Genozids (1994) (siehe Völkermord in Ruanda) zum Erliegen. Hinzu kamen Unruhen in Burundi und der DR Kongo. Die andauernden Kämpfe und die Migration von Flüchtlingen hatten nachhaltige ökologische Schäden in der Region zur Folge, unter anderem am Lebensraum der Gorillas. Zu nennen sind in diesem Zusammenhang insbesondere Entwaldung und Wilderei, die bis heute andauern.

Obwohl die Konflikte noch nicht völlig beendet sind und die Park-Ranger immer wieder bewaffneten Milizen zum Opfer fallen[2], hat sich die Lage in den letzten Jahren einigermaßen stabilisiert und die Touristen sind in die Gegend zurückgekehrt.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Peakware World Mountain Encyclopedia - Mount Bisoke
  2. http://gorillacd.org
  3. Rwanda: From War Zone to Vacation Destination