Vita brevis, ars longa

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Darstellung im Alten Rathaus Göttingen

Vita brevis, ars longa. (deutsch: Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang.) ist die lateinische Übersetzung eines Aphorismus des griechischen Arztes Hippokrates (Aph. 1,1). Im Original lautet er: Ὁ μὲν βίος βραχύς, ἡ δὲ τέχνη μακρά.

Der lateinische Wortlaut wird in indirekter Rede in der Schrift „De brevitate vitae" („Über die Kürze des Lebens") (1,1) des römischen Philosophen Seneca überliefert:

Der größere Teil der Menschen, Paulinus, beklagt sich über die Missgunst der Natur, nämlich dass wir nur für eine kurze Lebenszeit geboren werden und dass so schnell und stürmisch die uns gegebene Lebensfrist abläuft, und zwar so, dass mit Ausnahme nur weniger das Leben die übrigen bereits bei der Vorbereitung des Lebens im Stich lässt. Und über dieses allgemeine Übel, wie man meint, seufzt nicht nur die große Masse und der unwissende Pöbel. Dieses Gefühl hat auch Klagen berühmter Männer hervorgerufen. Dazu gehört jener Ausspruch des größten Arztes, das Leben sei kurz, lang die Kunst."
Maior pars mortalium, Pauline, de naturae malignitate conqueritur, quod in exiguum aevi gignimur, quod haec tam velociter, tam rapide dati nobis temporis spatia decurrant, adeo ut exceptis admodum paucis ceteros in ipso vitae apparatu vita destituat. Nec huic publico, ut opinantur, malo turba tantum et imprudens vulgus ingemuit; clarorum quoque virorum hic affectus querellas evocauit. Inde illa maximi medicorum exclamatio est: "vitam brevem esse, longam artem". la.wikisource

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