Vital du Four

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Vital du Four

Vital du Four (OFM) (* 1260 in Bazas; † 1327 in Avignon) war ein scholastischer Theologie und franziskanischer Philosoph. Seit 1312 war er Kardinal.

Er studierte 1285 - 1291 Theologie in Paris, lehrte anschließend in Montpellier, ab 1296 in Toulouse. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die "Quodlibeta", die "Quaestiones disputatae" und die Abhandlung "De rerum principio".

Vital du Four gilt als Wegbereiter wichtiger Ideen, die erst von anderen Philosophen, wie etwa Duns Scotus und Wilhelm von Ockham ausgeführt werden. Er betont die Erfahrung als Grundlage aller Erkenntnis, was insbesondere für die innere Erfahrung gilt. Im Armutsstreit zwischen den Franziskaner-Spiritualen und Johannes XXII. beugte er sich schließlich der Autorität des Papstes.

In einem 1310 entstandenen Werk schildert er die medizinisch wertvollen Wirkungen des Armagnac.

Literatur[Bearbeiten]

  • Theo Kobusch, Die Philosophie des Hoch- und Spätmittelalters, München 2011, S. 306 f.

Weblinks[Bearbeiten]