Vito Acconci

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Vito Acconci 1973

Vito Hannibal Acconci (* 24. Januar 1940 in New York, NY, Vereinigte Staaten) ist ein US-amerikanischer Architekt, Landschaftsarchitekt und Installationskünstler. Er lebt im New Yorker Stadtteil Bronx.

Sein Vater, ein italienischer Einwanderer, forcierte seine Auseinandersetzung mit den Künsten, indem er ihn in Museen und Opernhäuser mitnahm. Vito Acconci studierte bis 1962 Literatur am College of the Holy Cross in Wooster, Massachusetts und schloss 1964 den Iowa Writing Workshop an der University of Iowa mit dem M.F.A. in Literatur und Poesie ab. Anfangs schrieb Acconci Poesie [1] und gab 1967 bis 1969 gemeinsam mit der Dichterin Bernadette Mayer das mimeographierte Magazin 0 TO 9 heraus.[2]

In den frühen 1970ern entwickelte sich seine künstlerische Praxis in Richtung Performance und Videokunst. Ab Mitte der 1970er Jahre erweiterte Acconci seine Praktiken um den Bereich der audiovisuellen Installation und der Rauminstallation.

Seine bekannteste Performance aus dieser Zeit ist Seedbed (Januar 1972). Acconci legte sich unter einen in die Sonnabend Gallery eingezogenen Holzboden und masturbierte, während er über Lautsprecher den Besuchern der Galerie, die sich über ihm auf dem Holzboden befanden, seine Gedanken und Fantasien mitteilte.

In den 1980ern und 1990ern wandte sich Acconci dem öffentlichen Raum als Ort künstlerischer Interventionen zu und schuf zahlreiche Arbeiten, die sich dem Feld der Medienkunst zurechnen lassen.

Acconci hat an zahlreichen Institutionen gelehrt: Nova Scotia College of Art and Design, Halifax; California Institute of the Arts, Valencia; Cooper Union; School of the Art Institute of Chicago; Yale University; und der Parsons School of Design.

Acconci lebt und arbeitet in New York.

Arbeiten (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Following Piece (1969), New York
  • Seedbed (1972), New York
  • Courtyard in the Wind (2000), München
  • Murinsel (2003), Graz
Texte
  • Early Work: Movement over a Page. In: Avelanche, no. 6, fall 1972, p. 4
  • Language to Cover a Page. MIT Press, Cambridge, Mass. 2006. 411 S.
  • Peter Lodermeyer, Karlyn De Jongh & Sarah Gold, Personal Structures: Time Space Existence, DuMont Verlag, Cologne, Germany, 2009.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Majorie Perloff (Conceptualisms, Old and New) spricht von word texts und komplexen Sprachspielen (constraint-based lists, dictionary games, performance scores, or parodic translations). V. Acconcis Arbeiten wurden gesammelt in:Language to Cover a Page. MIT Press, Writing Art Series, Cambridge 2006.
  2. Es erschienen sieben Ausgaben. Vgl. Vito Acconci, Bernadette Mayer: O To 9. The Complete Magazine: 1967-1969. Ugly Duckling Press, Lost Literature Series, 2006.