Vittorio Jano

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Alfa Romeo P3

Vittorio Jano (* 22. April 1891 in San Giorgio Canavese (TO); † 13. März 1965 in Turin) war ein berühmter italienischer Konstrukteur von Rennsportwagen ungarischer Abstammung.

Leben[Bearbeiten]

Jano arbeitete ab 1911 zunächst bei Fiat und beschäftigte sich dort bereits mit der Konstruktion von Rennwagen. Auf Vermittlung von Enzo Ferrari wechselte er 1923 gemeinsam mit seinem Vorgesetzten, Luigi Bazzi, zu Alfa Romeo. Er entwickelte dort den Alfa Romeo P2, der ab 1924 zahlreiche Rennen gewann. Nachfolger waren der Alfa Romeo P3 sowie der 6C 1500 und die 8C, die auf vielen Rennstrecken überaus erfolgreich waren. Ein besonderer Erfolg war der Sieg des Großen Preis von Deutschland 1935 auf dem Nürburgring, als Tazio Nuvolari mit einem inzwischen bereits veralteten P3 gegen die hochfavorisierten Auto Union und Mercedes Benz antrat. Es wird gesagt, dass Adolf Hitler bei der Siegerehrung Nuvolari den Handschlag verweigert hätte. Die von Jano entwickelten erfolgreichen Rennwagen prägten nachhaltig das Image der Marke Alfa Romeo. Auch die Ende der 1930er Jahre konstruierten Alfetta 158 Rennwagen, die erst nach dem Zweiten Weltkrieg in der Formel 1 erfolgreich waren, gingen auf seine Konstruktion zurück. 1937 verließ Jano die Firma.

Ab 1945 arbeitete Vittorio Jano für das Rennteam von Lancia. Seine Lancia D24 und Lancia D50 wurden Anfang der 1950er erstmals eingesetzt. Infolge des Le-Mans-Unglücks von 1955 zog sich Lancia vom Rennsport zurück und Jano ging zusammen mit dem Lancia-Rennteam zu Ferrari. Er entwickelte dort die "Dino" V6- und V8-Maschinen, die eine wesentliche technische Grundlage für die Erfolgsserie von Ferrari wurden.

Im Jahr 1965 beging er durch einen Pistolenschuss Selbstmord.

Weblinks[Bearbeiten]