Vizekönigreich des Río de la Plata

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Territoriale Aufteilung des Vizekönigreiches des Río de la Plata
im Jahr 1783

Das Vizekönigreich des Río de la Plata (spanisch Virreinato del Río de la Plata) war das südlichste der spanischen Vizekönigreiche in Lateinamerika. Es umfasste grob die heutigen Staaten Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay, wobei nur ein Teil effektiv kontrolliert wurde.

Geschichte[Bearbeiten]

Es wurde am 1. August 1776 vom Vizekönigreich Peru getrennt. Hauptstadt und Sitz des Vizekönigs war Buenos Aires. Die Verwaltung oblag zunächst dem Gouverneur von Buenos Aires, Pedro de Cevallos, der ab dem 15. Oktober 1777 zum ersten Vizekönig berufen wurde.[1] Erst im Jahr 1785 wurde mit dem Real Audiencia von Buenos Aires ein Gerichtshof für das Gebiet etabliert.

Ab 1810 begann schrittweise die Auflösung des Reichs. Paraguay spaltete sich im Zuge der Unabhängigkeitsbestrebungen 1811 von La Plata ab und Uruguay im Jahre 1815. Argentinien, dessen Unabhängigkeitsbestrebungen 1810 als Provincias Unidas del Río de la Plata zusammen mit Uruguay (damals noch als Banda Oriental, „östlicher Streifen“) und dem bolivianischen Departamento Tarija begonnen hatten, wurde endgültig 1816 von Spanien unabhängig. Bolivien wurde erst 1825 durch Simon Bolívar von der spanischen Kolonialmacht befreit. Uruguays Unabhängigkeitsbestrebungen hatten nach der portugiesisch-brasilianischen Besetzung zwischen 1816 und 1828 und nach seiner Abspaltung vom heutigen Argentinien im Jahre 1828 endgültig Erfolg.

Siehe auch[Bearbeiten]

Liste der Vizekönige des Río de la Plata

Literatur[Bearbeiten]

  • John Lynch: Spanish Colonial Administration, 1782–1810: The Intendant System in the Viceroyalty of the Rio de La Plata (University of London. Historical Studies). Greenwood Press, London, ohne Jahr, ISBN 0-8371-0546-3

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vizekönigreich des Río de la Plata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wikisource: Catholic Encyclopedia (1913)/Argentine Republic (englisch), abgefragt am 1. August 2010