Vogelbeck

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51.7802777777789.9452777777778131Koordinaten: 51° 46′ 49″ N, 9° 56′ 43″ O

Vogelbeck
Stadt Einbeck
Wappen von Vogelbeck
Höhe: 131 m ü. NN
Einwohner: 964 (Okt. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05561

Vogelbeck ist ein Dorf und südlicher Ortsteil der Stadt Einbeck in Niedersachsen, dicht an der Bundesstraße 3 gelegen.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname des Dorfes leitet sich vermutlich von der nahegelegenen Vogelsburg ab.

Über die St.-Georgii-Kapelle in Vogelbeck sind nur wenige Nachrichten überliefert. Im Jahre 1689 wurde die wüst gefallene Kapelle bis auf den Grund niedergerissen und wieder aufgebaut. Vom Vorgängerbau ist nur soviel bekannt, dass er vermutlich aus dem 14. Jahrhundert stammte und dem mehrgeschossigen Bautyp zuzurechnen war. Sein Grundriss wies ein einfaches Rechteck ohne Chor auf. Der Kapellenraum soll von zwei Kreuzrippengewölben überspannt worden sein. Inwieweit das um 1240 gegründete Kloster Wiebrechtshausen Einfluss auf den Bau der ersten Kapelle in Vogelbeck genommen hat, kann nicht mehr bestimmt werden. Fest steht aber, dass das Kloster in Vogelbeck reich begütert war und die Kapelle neben dem ehemaligen Klosterlehnshof erbaut wurde. Im Jahre 1912 erhielt Vogelbeck die neue St.-Georgii-Kirche, die über der alten, zuvor abgerissenen Kapelle errichtet wurde.

Im Jahr 1894 kam es zu Vertragsabschlüssen der örtlichen Grundbesitzer mit Kaliinteressenten und in Folge zu hohen Förderzinszahlungen sowie Ansiedlung von Kaliwerkbeschäftigten. Die Förderung durch die Gewerkschaft "Siegfried" wurde 1926 eingestellt. Das Zementwerk "Siegfried" folgte von 1928 bis zur Stilllegung im Jahr 1975 als bedeutsamster Wirtschaftsfaktor des Ortes.

Bis zum Jahre 1840 bildete Vogelbeck mit den Dörfern Denkershausen, Edesheim, Elvershausen, Hohnstedt und Langenholtensen das Amt Brunstein. Seit der Kreisordnung im Jahre 1885 gehörte Vogelbeck zum Landkreis Northeim.

Vogelbeck kam mit der Kreis- und Gebietsreform am 1. März 1974 zur Stadt Einbeck.[2]

Politik[Bearbeiten]

Ortsrat[Bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist Horst Jürgens (Wir für Vogelbeck).

Wappen[Bearbeiten]

Auf dem silbernen Wappenschild symbolisiert ein auf einem Zweig sitzender Fink die Vogelsburg und die Wellenlinie darunter die das Dorf durchquerende Beeke, die in die Leine mündet.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Vogelbecker Kirche

Die Kirche St. Georg gehört zum Kirchenkreis Leine-Solling. 1912 wurde sie anstelle der erwähnten Kapelle erbaut, damals als Neugotik-Bau. Die Fenster am Altar zeigen die Kindersegnung Jesu, Bergpredigt und Abendmahl Jesu.

Nördlich des Dorfes liegt die Vogelsburg.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Einbeck: Einwohnerstatistik Oktober 2010 (PDF; 38 kB). Abgerufen am 22. März 2011.
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vogelbeck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien