Vogelbeobachtung

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Die Vogelbeobachtung ist ein praktisches Teilgebiet der Ornithologie (Vogelforschung), bei der Vögel meistens mit Hilfe eines Fernglases, auf weite Entfernungen auch mit einem Spektiv beobachtet und nach Art, Alter und Geschlecht bestimmt werden. Wird dabei eine Digitalkamera zur Dokumentation benutzt, nennt man dies Digiscoping. Vögel können auch nur anhand ihres Gesanges oder anderer Lautäußerungen bestimmt werden. Eine Bestimmung über die Spuren der Vögel, wie z. B. Nester, Federn und Gewölle, bleibt dagegen meist dem Fachmann vorbehalten.

Neben umfangreichem Wissen über die Biologie der Vögel braucht der Vogelbeobachter (engl. Birdwatcher) vor allem Erfahrung in der Bestimmung von Vögeln. Grundlegendes Wissen erlangt man durch das Studium der zahlreich vorhandenen Vogelbestimmungsbücher, Hören von Vogelstimmenaufnahmen und durch Teilnahme an Führungen mit erfahrenen Vogelkundlern. Diese sind meistens in Naturschutzverbänden organisiert. Inzwischen gibt es auch Zusammenstellungen für den PC und DVD-Player, die Vögel in Bild und Ton vorstellen, was das Erlernen von Bestimmungsmerkmalen weiter erleichtert.

Wenn die Vogelbeobachtungsdaten für Zwecke der Forschung oder des Naturschutzes erhoben werden, spricht man auch von Kartierung, Bestandserfassung oder Monitoring. Amateurbeobachter haben hier vielfältige Möglichkeiten der Mitwirkung.

Die sportive Version des Vogelbeobachtens nennt sich „Twitchen“ bzw. Spotting.

Die weltweit erfolgreichste Twitcherin war Phoebe Snetsinger, die zwischen 1965 und ihrem Tod im Jahre 1999 ungefähr 8.400 Vogelarten beobachten konnte und dafür einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde erhielt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vogelbeobachtung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien