Volenti non fit iniuria

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Volenti non fit iniuria (lateinisch für Dem Einwilligenden geschieht kein Unrecht) ist der rechtliche Grundsatz, der die Einwilligung beschreibt. Eine Person, die freiwillig und bewusst derart in die Handlungen eines anderen einwilligt, kann grundsätzlich aus einem, durch das Handeln des anderen, erlittenen Schaden keine Ansprüche geltend machen.

Dies ist beispielsweise im Sport bei einem Boxer der Fall, der einwilligt einen Kampf zu absolvieren und seinen Gegner daher nicht im Nachhinein für Verletzungen durch einen Schlag belangen kann; dies gilt jedoch nicht, wenn ein nicht regelkonformer Schlag erfolgte.

Anders als der Grundsatz venire contra factum proprium, der nur auf die Haftpflicht anwendbar ist, wird volenti non fit iniuria auch dazu herangezogen, um die Strafbarkeit einer Körperverletzung oder fahrlässigen Tötung zu verneinen und die Verkehrssicherungspflicht z. B. von Sportanlagen auf atypische Gefahren zu beschränken.

Eine Kodifizierung dieses Grundsatzes findet sich z. B. in § 228 StGBVorlage:§§/Wartung/juris-seite (Einwilligung bei Körperverletzung).

Dieser Grundsatz wurde vom römischen Juristen Ulpian verfasst.

Literatur[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

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