Volker Kronenberg
Volker Kronenberg (* 8. Januar 1971 in Bonn) ist ein deutscher Politologe. Er lehrt als Privatdozent an der Universität Bonn.
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Werdegang[Bearbeiten]
Kronenberg studierte an der Universität Bonn Staatsrecht, Soziologie und Politische Wissenschaft und schloss das Studium 1998 als Magister Artium ab. 1999 legte er an der gleichen Hochschule im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt an der Freien Universität Berlin bei dem Politologen Hans-Adolf Jacobsen und dem Historiker Klaus Hildebrand im Bereich der Zeitgeschichte seine Promotion vor. 2004 erfolgte schließlich die Habilitation.
1998 bis 2000 war Kronenberg wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Politische Wissenschaft der Universität Bonn. Anschließend wurde er akademischer Rat am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn, dessen Geschäftsführer er von 2000 bis 2002 und erneut von 2004 bis 2006 war. Seit 2005 ist Kronenberg des Weiteren Kustos und seit 2008 akademischer Direktor des Instituts. 2011 wurde er zudem zusammen mit Frank Decker wissenschaftlicher Leiter der von Bodo Hombach ins Leben gerufenen Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik.
Kronenberg erhielt 2000 für seine Dissertation den Historikerpreis der Erich-und-Erna-Kronauer-Stiftung.[1] 2010 wurde ihm wiederum von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg der Titel eines Honorarprofessors verliehen.[2]
Im Rahmen seiner Privatdozentur an der Universität Bonn befasst sich Kronenberg insbesondere mit Themen zum politischen System, zur politischen Kultur und politischen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Fachgebiete sind die politische Biographik und die Parteienforschung. Regelmäßig wird er zudem von den Sendern Phoenix, WDR und Deutschlandfunk als Politikexperte herangezogen. So äußert er sich in der Regionalberichterstattung häufig zu landes- und kommunalpolitischen Themen. 2011 und 2012 war Kronenberg des Weiteren als Experte an dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Bürgerdialog beteiligt.
Schriften[Bearbeiten]
- Patriotismus in Deutschland. Perspektiven für eine weltoffene Nation, 3. akt. u. überarb. Auflage, Wiesbaden 2013
- Schwarz-Grün. Die Debatte, hrsg. mit Christoph Weckenbrock, Wiesbaden 2011
- Patriotismus 2.0. Gemeinwohl und Bürgersinn in der Bundesrepublik Deutschland, München 2010
- Jürgen Rüttgers. Eine politische Biographie, München 2008
- Volksparteien: Erfolgsmodell für die Zukunft? Konzepte, Konkurrenzen und Konstellationen, hrsg. mit Tilman Mayer, Freiburg im Breisgau 2009
- Politik, Geschichte und Kultur. Wissenschaft in Verantwortung für die res publica, hrsg. mit Karl Dietrich Bracher, Hans-Adolf Jacobsen u. Oliver Spatz, Bonn 2009
- Streitbar für die Demokratie. "Bonner Perspektiven" der Politischen Wissenschaft und Zeitgeschichte 1959-2009, hrsg. mit Tilman Mayer, Bonn 2009
- Europas Zukunft nach dem Lissaboner Vertrag. Auf dem Weg zu mehr Demokratie und Bürgernähe, hrsg. mit Wolfram Hilz u. Melanie Piepenschneider, Sankt Augustin 2009
- Außenpolitik und Staatsräson. Festschrift für Christian Hacke zum 65. Geburtstag, als Hrsg., Baden-Baden 2008
- Zeitgeschichte, Wissenschaft und Politik. Der "Historikerstreit". 20 Jahre danach, als Hrsg., Wiesbaden 2008
- Patriotismus in Deutschland. Perspektiven für eine weltoffene Nation, Wiesbaden 2006
- Ernst Nolte und das totalitäre Zeitalter. Versuch einer Verständigung, Bonn 1999
Weblinks[Bearbeiten]
- Volker Kronenberg auf den Seiten der Universität Bonn
- Literatur von und über Volker Kronenberg im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kronenberg, Volker |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politikwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 8. Januar 1971 |
| GEBURTSORT | Bonn |