Volkmann-Kontraktur

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Die Volkmann-Kontraktur (nach Richard von Volkmann) ist eine ischämische Kontraktur der Beugemuskeln am Unterarm.

Es handelt sich hierbei um Weichteilverkürzungen - besonders der Muskeln - aufgrund von Mangeldurchblutung und Nervenschädigung durch suprakondyläre Frakturen in der Kindheit, einengende Gipse, ausgedehnte Hämatome, Ödeme (v.a.im Sinne eines Kompartment-Syndroms) oder Fremdmaterial.

Charakteristisch für die Volkmannkontraktur ist die Beugefehlstellung - Klauenhand - des Handgelenks im Rahmen von Frakturen und Luxationen im Ellbogenbereich.

Ursache[Bearbeiten]

Eine Schädigung von Arterien und der den Unterarm versorgenden Nerven führt zu entsprechenden muskulären und neurologischen Ausfallerscheinungen.

Symptome[Bearbeiten]

  1. akut einsetzender Schmerz
  2. steinhartes, druckempfindliches Gewebe
  3. Zeichen der Minderdurchblutung
  4. Bewegungseinschränkung

Im frühen Stadium treten Schmerzen im Unterarm mit Taubheits- und /oder Kältegefühl in den Fingern auf. Zusätzlich findet man eine Pulsabschwächung meist in Kombination mit einer Zyanose der Haut. Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Atrophie der Unterarm- und Handmuskulatur und in der Folge zur Beuge- und Pronationskontraktur der Hand. Die Fingergrundgelenke sind überstreckt, Fingermittel- und Endgelenke in Flexion (Krallenstellung). Der Daumen ist in Streckstellung und Adduktion fixiert. Die elektrische Erregbarkeit betroffener Muskeln ist erloschen.

Therapie[Bearbeiten]

Sofortige Abnahme einengender Gipsverbände und evtl. operative Faszienspaltung.

Literatur[Bearbeiten]

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