Volkmar Andreae

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Volkmar Andreae (* 5. Juli 1879 in Bern; † 19. Juni 1962 in Zürich) war ein Schweizer Dirigent und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Andreae erhielt bereits als Kind Klavierunterricht und seinen ersten Kompositionsunterricht bei Karl Munzinger. Von 1897 bis 1900 studierte er an der Hochschule für Musik Köln und war Schüler von Fritz Brun, Franz Wüllner und Friedrich Wilhelm Franke. 1900 wurde er Solorepetitor der Münchener Hofoper. 1902 übernahm er die Leitung des Gemischten Chores Zürich, dem er bis 1949 vorstand, daneben von 1902 bis 1914 die Leitung des Stadtsängerverein Winterthur und von 1904 bis 1914 des Männerchores Zürich.

Von 1906 bis 1949 leitete er das Tonhalle-Orchester und von 1914 bis 1939 das Konservatorium von Zürich. Später lebte er als Lektor und freischaffender Komponist in Wien und trat international als Dirigent auf. Seine besondere Vorliebe galt den Sinfonien Anton Bruckners, von denen er auch 1953 für den österreichischen Rundfunk mit den Wiener Symphonikern die erste Gesamteinspielung überhaupt vorlegte. Da dieser Zyklus erst 2009 auf CD erschien, blieb Andreaes Einsatz für Bruckner allerdings lange wenig bekannt.

Andreaes kompositorisches Schaffen umfasst Opern, sinfonische und kammermusikalische Werke, ein Klavier-, ein Violin- und ein Oboenkonzert, Klaviermusik sowie Chormusik und Lieder.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Vater unser für Mezzosopran, Frauenchor und Orgel
  • Das Göttliche für Tenor, Chor und Orchester, 1900
  • Charons Nachen für Solisten, Chor und Orchester, 1901
  • Schutzgeister, Kantate, 1904
  • Ratcliff, Oper, 1914
  • Abenteuer des Casanova, Oper, 1924
  • Li-Tai-Pe, Acht chinesische Gesänge für Tenor und Orchester, 1931
  • La cité sur la montagne, Festspielmusik, 1942

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB)