Volksen

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51.8167777777789.9318055555556108Koordinaten: 51° 49′ 0″ N, 9° 55′ 55″ O

Volksen
Stadt Einbeck
Wappen von Volksen
Höhe: 108 m
Einwohner: 275 (Okt. 2010)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 37574
Vorwahl: 05561

Volksen ist ein Dorf im östlichen Stadtgebiet Einbecks. Es liegt am Westufer der Leine in der Nähe der Ilmemündung. Das Ortswappen zeigt den Wehrturm der Marienkapelle in Volksen auf rotem Grund.[2] Die Landesstraße 487 führt durch das Dorf.

„Verkehrsschild“ in Volksen

Volksen bildet mit Negenborn einen gemeinsamen Ortsrat.[3] Auch der Sportverein, der TSV Volksen-Negenborn e. V., wird mit Negenborn gemeinsam gebildet. Grund ist die benachbarte geographische Lage.

Von 1973 bis 2012 befand sich das Winterquartier des Circus Barum in der Braunschweiger Straße (L487). Der eindrucksvolle Hof wurde von Raubtierdompteur und Circus Direktor Gerd Siemoneit-Barum aufwändig für Tierhaltung und Circus-Material hergerichtet. Seit Januar 2013 ist der Hof in Besitz des Zirkus Charles Knie.

Die Marienkapelle in Volksen ist eine der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Dorfkirchen in Südniedersachsen. Der etwa 12 Meter hohe Wehrturm aus Bruchsteinmauerwerk mit Schießscharten wurde zuerst errichtet; er hatte einen Zugang drei Meter hoch über dem Boden. Später wurde die kleine gotische Kapelle mit Kreuzgewölbe und Kopfkonsolen angebaut. Die Marienkapelle wird 1386 als Filialkirche erwähnt, als Florinus de Hupeden gemeinsamer Pfarrer mit der Pfarrkirche St. Laurentius in Negenborn war. Die Kapelle war Wallfahrtsort zu der „Pieta von Volksen“, einer um 1400 entstandenen, holzgeschnitzten Madonna mit dem Leichnam Jesu auf dem Schoß. Nach der Reformation wurde sie auf dem Dachboden gelagert und befindet sich heute als Leihgabe im Einbecker Stadtmuseum. Die Kapelle ist fast unverändert erhalten geblieben, der Turm kann nur über eine Leiter im Innern bestiegen werden und die außen hängende Glocke wird per Hand an einem Seil geläutet. Sie wird heute u.a. als Friedhofskapelle genutzt.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurde Volksen in die Stadt Einbeck eingegliedert.[5]

Literatur[Bearbeiten]

 Helga Wagner: Die Kapelle zu Volksen. Ein Beitrag zu ihrer Geschichte. Würzburg 2014.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Stadt Einbeck: Einwohnerstatistik Oktober 2010 (PDF; 38 kB). Abgerufen am 22. März 2011.
  2. Wappen
  3. Ortsräte / Ortsvorsteher / Ortsbeauftragte
  4. Dagmar Koch: „Die Kirche im Dorf lassen“ im Gemeindebrief der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden der Stadt Einbeck vom 14. April–9. Juni 2013. (Version vom 26. März 2014 im Internet Archive)
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 207.