Volkswagen Bank

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  Volkswagen Bank GmbH
VWBankLogo.JPG
Staat Deutschland
Sitz Braunschweig
Rechtsform GmbH
Bankleitzahl 270 200 00[1]
BIC VOWA DE2B XXX[1]
Gründung Juni 1949
Website www.volkswagenbank.de
Geschäftsdaten 2012
Bilanzsumme 39,9 Mrd. EUR (2013, nach HGB)
Einlagen 22,8 Mrd. EUR (2013, nach HGB)
Leitung
Aufsichtsrat Hans Dieter Pötsch (Vorsitzender)

Unternehmensleitung

Anthony Bandmann (Sprecher)
Torsten Zibell
Heidrun Zirfas

Die Volkswagen Bank GmbH ist ein deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Braunschweig und wurde im Juni 1949 in Wolfsburg unter dem Namen „Volkswagen Finanzierungsgesellschaft mbH“ gegründet. Sie ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Volkswagen Financial Services AG ist wiederum eine 100%ige Tochter der Volkswagen AG.

Gründung und Geschäftszweck[Bearbeiten]

Die Volkswagen Bank wurde 1949 mit dem Ziel gegründet, den Kauf der Volkswagen-Modelle Käfer und Transporter für den Privat- und Geschäftskunden zu finanzieren und somit den Absatz bei Volkswagen zu steigern. Auch heute ist die zentrale Aufgabe der Volkswagen Bank die Absatzförderung für den Volkswagen-Konzern und seiner Marken. So reicht das Angebot der Volkswagen Bank von der Finanzierung von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen aller Marken des Konzerns über Direct Banking bis hin zur Händlerfinanzierung. Die Fahrzeugfinanzierung können die Kunden direkt über einen Vertragshändler in Deutschland abschließen.

Geschäftszahlen[Bearbeiten]

Mit einer Bilanzsumme per 31. Dezember 2013 von 39,933 Milliarden Euro (2012: 40,303; 2011: 37,285) und einem Bestand von rund 1,95 Millionen Kundenfinanzierungsverträgen (2011: 1,85) ist die Volkswagen Bank die führende Automobilbank in Europa. Sie betreut Einzel- und Firmenkunden sowie 1,12 Millionen Direktbankkunden (2011: 1,09). Gemessen am Einlagenvolumen von 23,4 Milliarden Euro (2011: 22,6) zum Abschluss 2012 gehört die Volkswagen Bank direct, ein Geschäftsbereich der Volkswagen Bank, zu den führenden Direktbanken in Deutschland.[2]

Strukturübersicht

Struktur, Marken, Tochtergesellschaften[Bearbeiten]

Zur Zeit arbeiten für den Mutterkonzern der Volkswagen Bank, die Volkswagen Financial Services AG, weltweit rund 8.770 Beschäftigte (2011: 7.322), davon 4.971 Mitarbeiter allein in Deutschland (2011: 4.599). Das operative Geschäft in Deutschland übernehmen die Beteiligungsgesellschaften Volkswagen Bank GmbH, Volkswagen Leasing GmbH und Volkswagen Versicherungsdienst GmbH.

Zum Jahresende 2012 wurden 1.892 Mitarbeiter (Vorjahr 1.787) der Volkswagen Financial Services AG im Wege der Arbeitnehmerüberlassung in die Geschäftsbereiche der Volkswagen Bank GmbH entliehen. Aufgrund bankaufsichtsrechtlicher Vorgaben sind weiterhin Mitarbeiter direkt bei der Volkswagen Bank GmbH unter Vertrag. Die Anzahl dieser Beschäftigten zum 31. Dezember 2012 betrug 864 (2011: 753); davon 169 Mitarbeiter in Deutschland (2011: 162).[3]

Die Volkswagen Bank führt außerdem das Finanzierungsgeschäft für Neu- und Gebrauchtwagen des Volkswagen-Konzerns. Zur zielgerichteten Unterstützung der entsprechenden Fahrzeugfinanzierungen tritt die Volkswagen Bank gegenüber den Audi-, Seat- und Skoda-Kunden über die Zweigniederlassungen Audi Bank, Seat Bank und Skoda Bank auf. Unter der Zweigniederlassung AutoEuropa Bank ermöglicht die Volkswagen Bank Händlern außerhalb des Volkswagen-Konzerns Finanzdienstleistungen anzubieten. Ferner werden auch die Geschäftsfelder der Caravan- und Reisemobilbranche dort abgedeckt. 1990 stieg die Volkswagen Bank mit den Marken Volkswagen Bank direct und Audi Bank direct in das Direktbankgeschäft ein.

Standorte[Bearbeiten]

Mittlerweile ist die Volkswagen Bank Europas größte Autobank. In Deutschland gibt es Niederlassungen in Berlin, Braunschweig, Emden, Hannover, Ingolstadt, Kassel, Neckarsulm, Salzgitter, Wolfsburg und Zwickau. Europaweit agiert die VW Bank in Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, den Niederlanden, Portugal und Spanien. Ende des Jahres 2012 arbeiteten 695 Mitarbeiter in den ausländischen Niederlassungen (2011: 591).[3]

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1949: Gründung der „Volkswagen Finanzierungsgesellschaft mbH“ mit dem Ziel, Fahrzeuge zu finanzieren und den Absatz bei Volkswagen zu fördern.
  • 1966: Die Volkswagen-Finanzdienstleister führen das Fahrzeugleasing in Deutschland ein.
  • 1982: Umzug: Der Firmensitz wird von Wolfsburg nach Braunschweig verlegt.
  • 1990: Die „V.A.G Bank GmbH“ steigt als erste Autobank in das Direktbankgeschäft mit dem damals einzigartigen Card System ein. Zeitgleicher Einsatzbeginn des Telebankings.
  • 1994: Im Zuge der Neustrukturierung der Finanzdienstleistungen gehen die „Volkswagen Bank“ und die „Volkswagen Leasing“ in die „Volkswagen Financial Services AG“ über.
  • 1997: Die Volkswagen Bank direct gehört mit über 185.000 Kunden und 3,2 Milliarden DM Einlagen zu den größten Direktbanken Deutschlands.
  • 1999: Als erste Autobank in Deutschland ist die Volkswagen Bank direct mit der Vermittlung von Investmentfonds im Wertpapiergeschäft tätig. Außerdem kommt der Hypotheken-Service dazu.
  • 2000: Die Volkswagen Bank führt direct das „WAP-Banking“ ein, das Buchungen über das Mobiltelefon ermöglicht und das „Business banking online“, ein Online-Geschäftskonto.
  • 2001: Einführung des Internet-Girokontos Giro@home. Die Volkswagen Bank direct kann als Erstbank für alle Bankgeschäfte genutzt werden.
  • 2002: Umfassendes Angebot von Vorsorge- und Versicherungsprodukten durch die Volkswagen Bank direct.
  • 2002: Einführung des Wertpapiergeschäftes: Mit BörseDirect öffnet die Volkswagen Bank direct ihren Kunden den direkten Zugang zu den Kapitalmärkten.
  • 2004: Als erste deutsche Bank führt die Volkswagen Bank direct einen mobilen TAN-Generator ein.
  • 2008: Die Volkswagen Bank direct geht neue Vertriebswege ein, in allen Lidl- und Kaufland-Filialen wird das Festgeld SuperZins vertrieben.
  • 2008: Die VW Bank erhält einen Garantierahmen von zwei Milliarden Euro durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) und sichert damit die Kreditversorgung der Händler und Endkunden ab. Mit der Garantiezusage sind jedoch keine staatlichen Eigenkapitalhilfen verbunden. Der Garantierahmen wurde nie in Anspruch genommen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Grieger, Ulrike Gutzmann, Dirk Schlinkert (Hrsg.): Volkswagen Financial Services AG. Wolfsburg 2009 (Historische Notate), ISBN 978-3-935112-36-9

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stammdaten des Kreditinstitutes bei der Deutschen Bundesbank
  2. Geschäftsbericht 2012 der Volkswagen Bank GmbH
  3. a b Geschäftsbericht 2012 der Volkswagen Financial Services AG

52.29808710.516813Koordinaten: 52° 17′ 53″ N, 10° 31′ 1″ O