Volleyball-Weltmeisterschaft 2006

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Publikum bei der WM

Die Volleyball-Weltmeisterschaft 2006 fand vom 31. Oktober bis 3. Dezember in Japan statt. Zunächst wurde der Wettbewerb der Frauen ausgetragen. Russland wurde mit einem 3:2-Sieg im Endspiel gegen Brasilien Weltmeister. Die Wettkämpfe der Männer begannen am 17. November. Der amtierende Olympiasieger Brasilien gewann das Turnier mit einem klaren 3:0-Sieg im Finale gegen Polen. Bei beiden Wettbewerben war die deutsche Nationalmannschaft vertreten. Die Frauen belegten nach einer erfolgreichen Vorrunde am Ende nur Platz 11. Die Männer erreichten nach einer sehr erfolgreichen Vorrunde und einer erfolglosen Zwischenrunde mit zwei Siegen in den Platzierungsspielen den neunten Rang.

Modus[Bearbeiten]

Der Modus war bei Frauen und Männern gleich. Das Turnier begann mit einer Vorrunde in vier Gruppen (A–D) mit je sechs Mannschaften. Die Auslosung fand am 29. November 2005 in Tokio statt. Der Sieger eines Gruppenspiels erhielt zwei Punkte, der Verlierer einen Punkt. Bei Punktgleichheit entschied der Quotient der Ballpunkte (BPQ) über die Platzierung. Die besten vier Teams jeder Gruppe erreichten die zweite Runde. Dort wurden zwei Achtergruppen (E und F) gebildet, wobei die Ergebnisse aus den direkten Duellen der ersten Runde übernommen wurden. Die jeweils sechs besten Mannschaften der beiden Gruppen erreichten die Platzierungsspiele.

Frauen[Bearbeiten]

Spielplan[Bearbeiten]

Erste Runde[Bearbeiten]

In der Gruppe A kam es gleich am ersten Spieltag zum direkten Duell der beiden besten Mannschaften. Im asiatischen Duell setzte sich Taiwan gegen Japan durch. In den folgenden Spielen gaben die beiden Teams keinen Punkt mehr ab. Polen verlor lediglich gegen diese Gegner und erreichte damit Platz 3 in der Gruppe. Mit Südkorea qualifizierte sich ein weiterer Vertreter aus dem fernen Osten für die zweite Runde. Costa Rica und Kenia waren hingegen chancenlos. Die Mittelamerikanerinnen gewannen lediglich das direkte Duell der Außenseiter, die Afrikanerinnen unterlagen in allen fünf Spielen.

Die deutsche Mannschaft startete in Gruppe B mit einem souveränen Erfolg gegen die Dominikanische Republik in die WM. Auch im zweiten Spiel gegen Mexiko gab es für das Team von Giovanni Guidetti, der die Frauen zum ersten Mal bei einem großen Turnier betreute, einen ungefährdeten 3:0-Sieg. Gegen den späteren Gruppensieger Russland gab es dann die erste Niederlage der DVV-Auswahl. Mit dem 3:0 gegen Aserbaidschan waren die Frauen anschließend wieder erfolgreich. Einen Tag später sorgte die deutsche Mannschaft mit einem 3:1-Erfolg gegen den amtierenden Olympia-Sieger China für eine Überraschung, die dem Volleyball zu einer ungewohnten medialen Aufmerksamkeit verhalf. Die Asiatinnen hatten zuvor bereits das Spiel gegen Russland verloren und landeten damit hinter Deutschland auf Platz 3. Als viertes Team qualifizierte sich Aserbaidschan mit zwei Siegen für die zweite Runde. Die Spielerinnen aus der Karibik konnten lediglich einen Sieg im Außenseiter-Duell gegen Mexiko verbuchen.

In Gruppe C dominierte Brasilien. Der WM-Favorit gab lediglich gegen die Niederlande zwei Sätze ab. Dahinter platzierte sich die Mannschaft der USA, die gegen die Südamerikanerinnen deutlich mit 0:3 unterlag, aber alle anderen Spiele für sich entscheiden konnte. Dritter wurde das Oranje-Team, das gegen die Favoriten jeweils erst im fünften Satz verlor. Rang 4 belegte Puerto Rico mit zwei Siegen. Kasachstan konnte zwar ein paar Achtungserfolge landen, musste sich jedoch ebenso nach der ersten Runde verabschieden wie das erstmals für eine WM qualifizierte Kamerun.

In Gruppe D überraschte die trotz der politischen Trennung noch gemeinsam angetretene Mannschaft von Serbien und Montenegro gleich zum Auftakt mit einem 3:1-Sieg gegen den Titelverteidiger Italien. Die Spielerinnen vom Balkan setzten sich schließlich als ungeschlagener Gruppensieger vor den Südeuropäerinnen durch. Der dreimalige Weltmeister Kuba belegte den dritten Platz. Außerdem konnte sich die Türkei für die nächste Runde qualifizieren. Die Außenseiter Peru und Ägypten schieden nach der Vorrunde aus.

Gruppe A in Tokio
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 China RepublikRepublik China Republik China 1,226 15:4 10
2 JapanJapan Japan 1,234 13:5 9
3 PolenPolen Polen 1,062 11:10 8
4 Korea SudSüdkorea Südkorea 1,134 11:9 7
5 Costa RicaCosta Rica Costa Rica 0,713 4:14 6
6 KeniaKenia Kenia 0,710 3:15 5
Gruppe B in Sapporo
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 RusslandRussland Russland 1,249 15:4 10
2 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,167 13:4 9
3 China VolksrepublikChina Volksrepublik China 1,093 11:7 8
4 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 1,038 8:10 7
5 Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik 0,888 5:12 6
6 MexikoMexiko Mexiko 0,587 0:15 5
31. Oktober Korea SudSüdkorea Südkorea Costa RicaCosta Rica Costa Rica 3:0
PolenPolen Polen KeniaKenia Kenia 3:1
China RepublikRepublik China Republik China JapanJapan Japan 3:1
1. November KeniaKenia Kenia China RepublikRepublik China Republik China 0:3
Korea SudSüdkorea Südkorea PolenPolen Polen 2:3
Costa RicaCosta Rica Costa Rica JapanJapan Japan 0:3
3. November China RepublikRepublik China Republik China Korea SudSüdkorea Südkorea 3:2
PolenPolen Polen Costa RicaCosta Rica Costa Rica 3:1
JapanJapan Japan KeniaKenia Kenia 3:0
4. November Costa RicaCosta Rica Costa Rica KeniaKenia Kenia 3:2
PolenPolen Polen China RepublikRepublik China Republik China 1:3
Korea SudSüdkorea Südkorea JapanJapan Japan 1:3
5. November China RepublikRepublik China Republik China Costa RicaCosta Rica Costa Rica 3:0
KeniaKenia Kenia Korea SudSüdkorea Südkorea 0:3
JapanJapan Japan PolenPolen Polen 3:1
31. Oktober Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dom. Rep. DeutschlandDeutschland Deutschland 0:3
MexikoMexiko Mexiko RusslandRussland Russland 0:3
China VolksrepublikChina Volksrepublik China AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 3:1
1. November AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan RusslandRussland Russland 1:3
DeutschlandDeutschland Deutschland MexikoMexiko Mexiko 3:0
China VolksrepublikChina Volksrepublik China Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dom. Rep. 3:0
3. November Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dom. Rep. AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 1:3
RusslandRussland Russland DeutschlandDeutschland Deutschland 3:1
MexikoMexiko Mexiko China VolksrepublikChina Volksrepublik China 0:3
4. November China VolksrepublikChina Volksrepublik China RusslandRussland Russland 1:3
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan DeutschlandDeutschland Deutschland 0:3
Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dom. Rep. MexikoMexiko Mexiko 3:0
5. November DeutschlandDeutschland Deutschland China VolksrepublikChina Volksrepublik China 3:1
MexikoMexiko Mexiko AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 0:3
RusslandRussland Russland Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dom. Rep. 3:1
Gruppe C in Kōbe
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 BrasilienBrasilien Brasilien 1,432 15:2 10
2 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 1,153 12:7 9
3 NiederlandeNiederlande Niederlande 1,059 13:8 8
4 Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 0,877 6:10 7
5 KasachstanKasachstan Kasachstan 0,950 8:12 6
6 KamerunKamerun Kamerun 0,632 0:15 5
Gruppe D in Nagoya
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro 1,196 15:4 10
2 ItalienItalien Italien 1,317 13:4 9
3 KubaKuba Kuba 1,113 11:8 8
4 TurkeiTürkei Türkei 1,025 6:11 7
5 PeruPeru Peru 0,937 9:12 6
6 AgyptenÄgypten Ägypten 0,464 0:15 5
31. Oktober BrasilienBrasilien Brasilien Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 3:0
NiederlandeNiederlande Niederlande KamerunKamerun Kamerun 3:0
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA KasachstanKasachstan Kasachstan 3:2
1. November KasachstanKasachstan Kasachstan BrasilienBrasilien Brasilien 0:3
KamerunKamerun Kamerun Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 0:3
NiederlandeNiederlande Niederlande Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:3
3. November BrasilienBrasilien Brasilien NiederlandeNiederlande Niederlande 3:2
Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico KasachstanKasachstan Kasachstan 3:1
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA KamerunKamerun Kamerun 3:0
4. November Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA BrasilienBrasilien Brasilien 0:3
KamerunKamerun Kamerun KasachstanKasachstan Kasachstan 0:3
NiederlandeNiederlande Niederlande Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 3:0
5. November BrasilienBrasilien Brasilien KamerunKamerun Kamerun 3:0
Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 0:3
KasachstanKasachstan Kasachstan NiederlandeNiederlande Niederlande 2:3
31. Oktober PeruPeru Peru AgyptenÄgypten Ägypten 3:0
TurkeiTürkei Türkei KubaKuba Kuba 0:3
ItalienItalien Italien Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 1:3
1. November AgyptenÄgypten Ägypten TurkeiTürkei Türkei 0:3
Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. KubaKuba Kuba 3:1
ItalienItalien Italien PeruPeru Peru 3:0
3. November PeruPeru Peru Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 2:3
KubaKuba Kuba AgyptenÄgypten Ägypten 3:0
TurkeiTürkei Türkei ItalienItalien Italien 0:3
4. November Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. AgyptenÄgypten Ägypten 3:0
PeruPeru Peru TurkeiTürkei Türkei 2:3
ItalienItalien Italien KubaKuba Kuba 3:1
5. November TurkeiTürkei Türkei Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 0:3
KubaKuba Kuba PeruPeru Peru 3:2
AgyptenÄgypten Ägypten ItalienItalien Italien 0:3

Zweite Runde[Bearbeiten]

Italien und Serbien-Montenegro belegten punktgleich die ersten Plätze in der Gruppe E. Während der Titelverteidiger diesmal ungeschlagen blieb, verlor die Mannschaft vom Balkan gegen Japan und setzte sich gegen Taiwan erst im fünften Satz durch. Alle Teams aus der Vorrunden-Gruppe D konnten sich für die nächste Runde qualifizieren, während für Südkorea und Polen die WM beendet war.

Für die deutsche Mannschaft begann die Zwischenrunde in der Gruppe F mit einer unglücklichen Niederlage. Drei Tage nach dem überraschenden Erfolg gegen China konnten die Frauen des DVV gegen die Niederlande eine 11:5-Führung und einen Matchball im fünften Satz nicht nutzen und unterlagen 2:3. Einen Tag später spielten sie trotz des 3:0-Sieges auch gegen Außenseiter Puerto Rico nicht souverän. Gegen den Favoriten Brasilien folgte eine deutliche 0:3-Niederlage. Im letzten Spiel gegen die USA vergaben die Deutschen erneut einen Matchball und verfehlten somit das vor der WM ausgegebene Ziel, mindestens Platz 8 zu erreichen. Die späteren Finalisten Brasilien und Russland dominierten diese Gruppe. Die Niederlande sicherten sich mit einem 3:2-Sieg gegen China, das wegen des minimal besseren Quotienten auch vor Deutschland landete, den dritten Platz. Außerdem konnte sich die USA für die nächste Runde qualifizieren, während Aserbaidschan und Puerto Rico ausschieden.

Gruppe E
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 ItalienItalien Italien 1,268 19:4 13
2 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro 1,115 20:7 13
3 KubaKuba Kuba 1,086 17:7 12
4 JapanJapan Japan 1,012 14:14 11
5 China RepublikRepublik China Republik China 0,903 12:16 10
6 TurkeiTürkei Türkei 0,913 7:16 9
7 Korea SudSüdkorea Südkorea 0,932 8:18 8
8 PolenPolen Polen 0,853 5:20 8
Gruppe F
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 BrasilienBrasilien Brasilien 1,215 21:5 14
2 RusslandRussland Russland 1,164 19:6 13
3 NiederlandeNiederlande Niederlande 0,960 16:13 11
4 China VolksrepublikChina Volksrepublik China 1,009 15:14 10
5 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,005 14:13 10
6 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0,995 12:16 10
7 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 0,938 8:17 9
8 Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 0,739 0:21 7
8. November Korea SudSüdkorea Südkorea Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 0:3
PolenPolen Polen ItalienItalien Italien 0:3
JapanJapan Japan KubaKuba Kuba 1:3
China RepublikRepublik China Republik China TurkeiTürkei Türkei 1:3
9. November Korea SudSüdkorea Südkorea ItalienItalien Italien 0:3
PolenPolen Polen Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 0:3
JapanJapan Japan TurkeiTürkei Türkei 3:1
China RepublikRepublik China Republik China KubaKuba Kuba 0:3
11. November Korea SudSüdkorea Südkorea KubaKuba Kuba 0:3
PolenPolen Polen TurkeiTürkei Türkei 0:3
JapanJapan Japan Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 3:2
China RepublikRepublik China Republik China ItalienItalien Italien 0:3
12. November Korea SudSüdkorea Südkorea TurkeiTürkei Türkei 3:0
PolenPolen Polen KubaKuba Kuba 0:3
JapanJapan Japan ItalienItalien Italien 0:3
China RepublikRepublik China Republik China Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 2:3
8. November RusslandRussland Russland Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 3:0
DeutschlandDeutschland Deutschland NiederlandeNiederlande Niederlande 2:3
China VolksrepublikChina Volksrepublik China Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:1
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan BrasilienBrasilien Brasilien 0:3
9. November RusslandRussland Russland NiederlandeNiederlande Niederlande 3:0
DeutschlandDeutschland Deutschland Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 3:0
China VolksrepublikChina Volksrepublik China BrasilienBrasilien Brasilien 2:3
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:2
11. November RusslandRussland Russland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:0
DeutschlandDeutschland Deutschland BrasilienBrasilien Brasilien 0:3
China VolksrepublikChina Volksrepublik China Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 3:0
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan NiederlandeNiederlande Niederlande 0:3
12. November RusslandRussland Russland BrasilienBrasilien Brasilien 1:3
DeutschlandDeutschland Deutschland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:3
China VolksrepublikChina Volksrepublik China NiederlandeNiederlande Niederlande 2:3
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 3:0

Platzierungsspiele[Bearbeiten]

Die deutsche Mannschaft belegte nach einer enttäuschenden Niederlage gegen die Türkei, die im Spiel um Platz 9 den USA unterlag, und einem abschließenden 3:0-Sieg gegen Taiwan lediglich den elften Rang und schnitt damit trotz der erfolgreichen Vorrunde noch schlechter ab als vier Jahre zuvor beim Turnier im eigenen Land.

Deutschland spielte mit: Kathleen Weiß, Tanja Hart, Atika Bouagaa, Cornelia Dumler, Cathrin Schlüter, Christiane Fürst, Corina Ssuschke, Christina Benecke, Margareta Kozuch, Birgit Thumm, Angelina Grün und Kerstin Tzscherlich. Trainer war Giovanni Guidetti.

Die Niederlande konnten die Erfolge der Zwischenrunde nicht fortsetzen und verloren die Platzierungsspiele gegen Japan und Kuba. Olympia-Sieger China sicherte sich mit Siegen gegen das Team aus der Karibik und im asiatischen Duell den fünften Rang.

Im Halbfinale entthronte Russland mit einem deutlichen 3:0-Sieg den Titelverteidiger Italien, der auch das Spiel mit Platz 3 gegen Serbien und Montenegro in drei Sätzen verlor. Im Finale konnten sich die Russinnen mit 3:2 gegen Brasilien durchsetzen und wurden damit nach drei Bronze-Medaillen in Folge zum ersten Mal nach dem Ende der Sowjetunion Weltmeister.

  Halbfinale Finale
             
15. November
 ItalienItalien Italien 0  
 RusslandRussland Russland 3  
 
16. November
     RusslandRussland Russland 3
   BrasilienBrasilien Brasilien 2
 
 
Spiel um Platz 3
15. November 16. November
 BrasilienBrasilien Brasilien 3  ItalienItalien Italien   0
 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 1    Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M.   3
  Platzierungsspiele 5-8 Spiel um Platz 5
             
15. November
 KubaKuba Kuba 1  
 China VolksrepublikChina Volksrepublik China 3  
 
16. November
     China VolksrepublikChina Volksrepublik China 3
   Flag of Japan.svg Japan 0
 
 
Spiel um Platz 7
15. November 16. November
 NiederlandeNiederlande Niederlande 1  KubaKuba Kuba  3
 Flag of Japan.svg Japan 3    NiederlandeNiederlande Niederlande  0
  Platzierungsspiele 9-12 Spiel um Platz 9
             
15. November
 China RepublikRepublik China Republik China 0  
 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3  
 
16. November
     Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3
   TurkeiTürkei Türkei 1
 
 
Spiel um Platz 11
15. November 16. November
 DeutschlandDeutschland Deutschland 1  China RepublikRepublik China Republik China  0
 TurkeiTürkei Türkei 3    DeutschlandDeutschland Deutschland  3

Endstand[Bearbeiten]

1. RusslandRussland Russland
2. BrasilienBrasilien Brasilien
3. Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro
4. ItalienItalien Italien
5. China VolksrepublikChina Volksrepublik China
6. JapanJapan Japan
7. KubaKuba Kuba
8. NiederlandeNiederlande Niederlande
9. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
10. TurkeiTürkei Türkei
11. DeutschlandDeutschland Deutschland
12. China RepublikRepublik China Republik China
13. Korea SudSüdkorea Südkorea
AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan
15. PolenPolen Polen
Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico
17. Dominikanische RepublikDominikanische Republik Dominikanische Republik
Costa RicaCosta Rica Costa Rica
PeruPeru Peru
KasachstanKasachstan Kasachstan
21. KamerunKamerun Kamerun
MexikoMexiko Mexiko
KeniaKenia Kenia
AgyptenÄgypten Ägypten

Einzelauszeichnungen[Bearbeiten]

wertvollste Spielerin (MVP) Yoshie Takeshita JapanJapan Japan
beste Scorerin Neslihan Demir Darnel TurkeiTürkei Türkei
beste Angreiferin Rosir Calderon KubaKuba Kuba
beste Blockerin Christiane Fürst DeutschlandDeutschland Deutschland
beste Aufschlägerin Jelena Michailowna Godina RusslandRussland Russland
beste Libera Suzana Ćebić Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro
beste Zuspielerin Yoshie Takeshita JapanJapan Japan

Die wertvollste Spielerin und die Sieger auf den Positionen Libero und Zuspiel wurden von einem Gremium der FIVB gewählt. Während die Japanerin auch statistisch die beste Spielerin war, belegte die Serbin in der Rangliste hinter der Russin Swetlana Walentinowna Krjutschkowa und DVV-Libera Kerstin Tzscherlich nur den dritten Platz. Die anderen Auszeichnungen basieren auf der offiziellen Statistik. Neben Christiane Fürst konnte sich auch Angelina Grün, die in der Scorer-Liste nur fünf Punkte schlechter als die Türkin abschnitt und fünftbeste Aufschlägerin war, unter den Top 10 platzieren.

Qualifikation[Bearbeiten]

Europa[Bearbeiten]

Italien war als Titelverteidiger automatisch für die WM qualifiziert. In den Qualifikationsrunden wurden sieben weitere Teilnehmer ermittelt.

In der ersten Runde gab es drei Gruppen mit je fünf Mannschaften. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizierten sich für die zweite Runde. In Gruppe A setzten sich Spanien und Serbien gegen Albanien, England und Schottland durch. In Gruppe B sicherten sich die Slowakei und Weißrussland die ersten Plätze vor Slowenien, Österreich und Portugal. In Gruppe C qualifizierten sich Frankreich und Belgien vor Finnland, Norwegen und Bosnien und Herzegowina.

Diese sechs Mannschaften bildeten mit sechs gesetzten Teams die drei Vierergruppen der zweiten Runde. Die Ersten und Zweiten qualifizierten sich für die dritte Runde. In Gruppe D setzten sich Aserbaidschan und Belgien gegen Rumänien und Spanien durch. In Gruppe E sicherten sich die Ukraine und Griechenland die ersten Plätze. In Gruppe F qualifizierten sich Serbien und Tschechien.

In der dritten Runde wurden wiederum drei Vierergruppen mit sechs gesetzten Team gebildet. Die beiden besten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die Endrunde in Japan, die Gruppendritten ermittelten in einer Play-Off-Runde den letzten Teilnehmer. In Gruppe G setzten sich Aserbaidschan und Russland gegen Bulgarien und Tschechien durch. In Gruppe H sicherten sich die Niederlande und die Türkei vor der Ukraine und Belgien die ersten Plätze. In Gruppe I qualifizierten sich Deutschland und Serbien vor Polen und Griechenland.

In der Play-Off-Runde setzte sich Polen gegen Bulgarien und die Ukraine durch.

Afrika[Bearbeiten]

Die Qualifikation wurde in drei Gruppen mit vier oder fünf Mannschaften ausgetragen. Die Gruppensieger waren für die WM qualifiziert.

In Gruppe A setzte sich Ägypten gegen Nigeria, Südafrika und Botswana durch. In Gruppe B sicherte sich Kenia gegen Algerien, die Republik Kongo, die Demokratische Republik Kongo und Eritrea den Sieg. In Gruppe C war Kamerun gegen Tunesien, Mauritius und Uganda erfolgreich.

Asien[Bearbeiten]

Japan war als Gastgeber gesetzt. In zwei Gruppen mit sechs bzw. fünf Mannschaften wurden vier weitere Teilnehmer ermittelt. Die beiden besten Teams jeder Gruppe qualifizierten sich für die WM.

In Gruppe A setzten sich China und Taiwan gegen Australien, Usbekistan, Jordanien und Afghanistan durch. In Gruppe B waren Südkorea und Kasachstan gegen Thailand, die Philippinen und Tonga erfolgreich.

Nord- und Mittelamerika[Bearbeiten]

In der ersten Runde gab es drei Gruppen mit vier bzw. fünf Mannschaften. Die drei Gruppensieger sowie der Zweite der Fünfergruppe qualifizierten sich für die nächste Runde.

In Gruppe A setzte sich Jamaika gegen die Niederländischen Antillen, die Britischen Jungferninseln und die Kaimaninseln durch. In Gruppe B war Barbados gegen Dominica, St. Kitts und Nevis und Anguilla erfolgreich. In Gruppe C sicherten sich Mexiko und Guatemala die ersten Plätze vor Nicaragua, Honduras und Panama.

In der zweiten Runde bildeten diese vier Mannschaften mit sechs gesetzten Teams zwei Fünfergruppen. Die besten drei Mannschaften jeder Gruppe qualifizierten sich für die WM. In Gruppe D setzten sich die USA, Puerto Rico und Mexiko gegen Kanada und Barbados durch. In Gruppe E waren Kuba, die Dominikanische Republik und Costa Rica gegen Guatemala und Jamaika erfolgreich.

Südamerika[Bearbeiten]

Die Qualifikation wurde in einer einzigen Gruppe mit fünf Mannschaften ausgetragen. Die beiden besten Teams qualifizierten sich für die WM. Dabei setzten sich Brasilien und Peru gegen Argentinien, Uruguay und Ecuador durch.

Männer[Bearbeiten]

Spielplan[Bearbeiten]

Erste Runde[Bearbeiten]

In Gruppe A setzten sich die als Geheimfavorit gestarteten Polen souverän durch. Die Osteuropäer gaben in ihren fünf Spielen keinen einzigen Satz ab. Den zweiten Platz sicherte sich die Mannschaft des Gastgebers. Die Japaner unterlagen jedoch im asiatischen Duell gegen die nach der Vorrunde ausgeschiedenen Chinesen. Außerdem qualifizierten sich Argentinien und Puerto Rico für die nächste Runde. Die Südamerikaner verloren das direkte Duell gegen das nach Punkten und Sätzen gleichwertige Team aus der Karibik, profierten jedoch vom Ballpunktquotienten und erreichten so den dritten Rang. Neben China musste sich auch Ägypten, das seinen einzigen Sieg gegen Puerto Rico schaffte, nach der ersten Runde verabschieden.

In Gruppe B wurden die Brasilianer ihrer Favoritenstellung als Gruppensieger gerecht. Die Südamerikaner mussten jedoch gegen den punktgleichen Zweiten Frankreich eine Niederlage hinnehmen. Die Franzosen verloren zwei Tage nach ihrem Erfolg gegen den Olympiasieger überraschend gegen die deutsche Mannschaft. Für das Team von Stelian Moculescu war es der vierte Sieg im vierten Vorrundenspiel. Damit starteten die Männer des DVV ähnlich wie zuvor die Frauen besser als im Vorfeld erwartet. Im letzten Spiel der ersten Runde waren die Deutschen gegen Brasilien jedoch chancenlos. Aufgrund des schlechteren Quotienten belegten sie den dritten Platz. Als vierte Mannschaft qualifizierte sich Kuba für die nächste Runde. Für Griechenland, das nur das direkte Duell der beiden ausgeschiedenen Mannschaften gewann, und das sieglose Australien war die WM hingegen beendet.

In Gruppe C startete Bulgarien mit einem Fünfsatz-Sieg gegen Italien und blieb auch in den weiteren vier Spielen ungeschlagen. Hinter diesen beiden Mannschaften lieferten sich Tschechien, die USA und Venezuela ein enges Duell. Die Tschechen belegten schließlich trotz einer Niederlage gegen das US-Team wegen des besseren Quotienten. Die Südamerikaner gewannen ihrerseits gegen die Vereinigten Staaten, mussten aber dennoch punktgleich mit den vor ihnen platzierten Gegnern die Heimreise antreten. Der Iran konnte in fünf Spielen lediglich zwei Sätze gewinnen.

In Gruppe D schaffte das trotz der politischen Teilung letztmals gemeinsam angetretene Team aus Serbien und Montenegro gleich zum Auftakt einen überraschend deutlichen Sieg gegen Russland und gab anschließend nur noch zwei Sätze ab. Die Russen gewannen ihre weiteren Spiele alle zu null. Kanada sicherte zwei mit zwei deutlichen Niederlagen gegen die Favoriten und drei Siegen den dritten Rang. Außerdem erreichte Tunesien die nächste Runde, während für Südkorea und Kasachstan das Turnier vorzeitig beendet war.

Gruppe A in Saitama
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 PolenPolen Polen 1,205 15:0 10
2 JapanJapan Japan 1,025 11:10 8
3 ArgentinienArgentinien Argentinien 1,004 9:12 7
4 Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 0,994 9:12 7
5 China VolksrepublikChina Volksrepublik China 0,948 9:13 7
6 AgyptenÄgypten Ägypten 0,906 8:14 6
Gruppe B in Fukuoka
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 BrasilienBrasilien Brasilien 1,194 13:4 9
2 FrankreichFrankreich Frankreich 1,054 13:7 9
3 DeutschlandDeutschland Deutschland 1,046 12:5 9
4 KubaKuba Kuba 0,946 8:11 7
5 GriechenlandGriechenland Griechenland 0,915 6:13 6
6 AustralienAustralien Australien 0,889 3:15 5
17. November PolenPolen Polen China VolksrepublikChina Volksrepublik China 3:0
Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico ArgentinienArgentinien Argentinien 3:2
AgyptenÄgypten Ägypten JapanJapan Japan 2:3
18. November ArgentinienArgentinien Argentinien PolenPolen Polen 0:3
AgyptenÄgypten Ägypten Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 3:2
JapanJapan Japan China VolksrepublikChina Volksrepublik China 2:3
19. November China VolksrepublikChina Volksrepublik China ArgentinienArgentinien Argentinien 2:3
PolenPolen Polen AgyptenÄgypten Ägypten 3:0
Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico JapanJapan Japan 1:3
21. November AgyptenÄgypten Ägypten China VolksrepublikChina Volksrepublik China 2:3
Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico PolenPolen Polen 0:3
JapanJapan Japan ArgentinienArgentinien Argentinien 3:1
22. November China VolksrepublikChina Volksrepublik China Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 1:3
ArgentinienArgentinien Argentinien AgyptenÄgypten Ägypten 3:1
PolenPolen Polen JapanJapan Japan 3:0
17. November KubaKuba Kuba BrasilienBrasilien Brasilien 1:3
GriechenlandGriechenland Griechenland FrankreichFrankreich Frankreich 1:3
DeutschlandDeutschland Deutschland AustralienAustralien Australien 3:1
18. November BrasilienBrasilien Brasilien GriechenlandGriechenland Griechenland 3:0
AustralienAustralien Australien FrankreichFrankreich Frankreich 1:3
DeutschlandDeutschland Deutschland KubaKuba Kuba 3:0
19. November KubaKuba Kuba AustralienAustralien Australien 3:0
GriechenlandGriechenland Griechenland DeutschlandDeutschland Deutschland 0:3
FrankreichFrankreich Frankreich BrasilienBrasilien Brasilien 3:1
21. November KubaKuba Kuba GriechenlandGriechenland Griechenland 3:2
AustralienAustralien Australien BrasilienBrasilien Brasilien 0:3
DeutschlandDeutschland Deutschland FrankreichFrankreich Frankreich 3:1
22. November BrasilienBrasilien Brasilien DeutschlandDeutschland Deutschland 3:0
FrankreichFrankreich Frankreich KubaKuba Kuba 3:1
GriechenlandGriechenland Griechenland AustralienAustralien Australien 3:1
Gruppe C in Nagano
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 BulgarienBulgarien Bulgarien 1,128 15:4 10
2 ItalienItalien Italien 1,152 14:6 9
3 TschechienTschechien Tschechien 1,024 8:9 7
4 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0,952 8:10 7
5 Venezuela 1954Venezuela Venezuela 0,926 8:11 7
6 IranIran Iran 0,835 2:15 5
Gruppe D in Sendai
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro 1,239 15:2 10
2 RusslandRussland Russland 1,240 12:3 9
3 KanadaKanada Kanada 0,985 9:9 8
4 TunesienTunesien Tunesien 0,912 8:11 7
5 Korea SudSüdkorea Südkorea 0,923 7:13 6
6 KasachstanKasachstan Kasachstan 0,832 2:15 5
17. November ItalienItalien Italien BulgarienBulgarien Bulgarien 2:3
TschechienTschechien Tschechien IranIran Iran 3:0
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Venezuela 1954Venezuela Venezuela 1:3
18. November IranIran Iran Venezuela 1954Venezuela Venezuela 1:3
TschechienTschechien Tschechien ItalienItalien Italien 0:3
BulgarienBulgarien Bulgarien Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:0
19. November Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA TschechienTschechien Tschechien 3:1
Venezuela 1954Venezuela Venezuela BulgarienBulgarien Bulgarien 1:3
ItalienItalien Italien IranIran Iran 3:1
21. November IranIran Iran BulgarienBulgarien Bulgarien 0:3
TschechienTschechien Tschechien Venezuela 1954Venezuela Venezuela 3:0
ItalienItalien Italien Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:1
22. November BulgarienBulgarien Bulgarien TschechienTschechien Tschechien 3:1
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA IranIran Iran 3:0
Venezuela 1954Venezuela Venezuela ItalienItalien Italien 1:3
17. November KanadaKanada Kanada KasachstanKasachstan Kasachstan 3:0
RusslandRussland Russland Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 0:3
TunesienTunesien Tunesien Korea SudSüdkorea Südkorea 3:2
18. November RusslandRussland Russland TunesienTunesien Tunesien 3:0
Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. KasachstanKasachstan Kasachstan 3:1
Korea SudSüdkorea Südkorea KanadaKanada Kanada 1:3
19. November KasachstanKasachstan Kasachstan Korea SudSüdkorea Südkorea 1:3
TunesienTunesien Tunesien Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 0:3
KanadaKanada Kanada RusslandRussland Russland 0:3
21. November TunesienTunesien Tunesien KanadaKanada Kanada 2:3
Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. Korea SudSüdkorea Südkorea 3:1
RusslandRussland Russland KasachstanKasachstan Kasachstan 3:0
22. November KasachstanKasachstan Kasachstan TunesienTunesien Tunesien 0:3
KanadaKanada Kanada Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 0:3
Korea SudSüdkorea Südkorea RusslandRussland Russland 0:3

Zweite Runde[Bearbeiten]

In Gruppe E setzte Polen seine Siegesserie fort und benötigte nur gegen Russland mehr als drei Sätze. Auch Serbien-Montenegro blieb bis zum abschließenden Duell gegen die Osteuropäer ungeschlagen. Russland verlor lediglich das Spiel über fünf Sätze gegen den Gruppensieger. Den vierten Rang belegte Japan, das die besser platzierten Teams nicht gefährden konnte. Die letzten beiden Plätze für die Finalrunde erreichten Puerto Rico und Kanada, wobei die Mannschaft aus der Karibik das direkte Duell klar für sich entscheiden konnte. Argentinien konnte nur gegen das ebenfalls ausgeschiedene Tunesien gewinnen.

In Gruppe F dominierte Brasilien, das nur im letzten Spiel gegen die zweitplatzierten und zuvor ungeschlagenen Bulgaren einen Satz abgab. Mit einem 3:2 im abschließenden Gruppenspiel gegen Italien erreichte Frankreich den dritten Rang. Hinter den drei europäischen Mannschaften zog die USA in die Finalrunde ein. Die deutsche Mannschaft konnte in keinem Spiel der Zwischenrunde an die Leistungen der ersten Runde anknüpfen und blieb in den vier Spielen ohne Sieg. Dennoch reichte es durch die Ergebnisse der Konkurrenz noch zum sechsten Platz. Den Tschechen half der letzte Sieg gegen Deutschland nicht mehr. Sie schieden ebenso aus wie Kuba, das zuvor das direkte Duell für sich entschieden hatte.

Gruppe E
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 PolenPolen Polen 1,161 21:2 14
2 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro 1,171 18:5 13
3 RusslandRussland Russland 1,182 17:6 12
4 JapanJapan Japan 0,988 12:14 11
5 Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 0,956 10:17 9
6 KanadaKanada Kanada 0,871 7:19 9
7 ArgentinienArgentinien Argentinien 0,921 9:20 8
8 TunesienTunesien Tunesien 0,890 9:20 8
Gruppe F
Platz Team BPQ Sätze Punkte
1 BrasilienBrasilien Brasilien 1,155 19:6 13
2 BulgarienBulgarien Bulgarien 1,073 19:9 13
3 FrankreichFrankreich Frankreich 1,061 18:12 12
4 ItalienItalien Italien 1,074 16:11 11
5 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 0,935 12:15 10
6 DeutschlandDeutschland Deutschland 0,947 10:16 9
7 TschechienTschechien Tschechien 0,939 6:19 8
8 KubaKuba Kuba 0,846 6:19 8
25. November Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 1:3
ArgentinienArgentinien Argentinien RusslandRussland Russland 0:3
JapanJapan Japan KanadaKanada Kanada 3:1
PolenPolen Polen TunesienTunesien Tunesien 3:0
26. November Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico RusslandRussland Russland 0:3
ArgentinienArgentinien Argentinien Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 1:3
JapanJapan Japan TunesienTunesien Tunesien 3:2
PolenPolen Polen KanadaKanada Kanada 3:0
28. November Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico KanadaKanada Kanada 3:0
ArgentinienArgentinien Argentinien TunesienTunesien Tunesien 3:2
JapanJapan Japan Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 0:3
PolenPolen Polen RusslandRussland Russland 3:2
29. November Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico TunesienTunesien Tunesien 2:3
ArgentinienArgentinien Argentinien KanadaKanada Kanada 2:3
JapanJapan Japan RusslandRussland Russland 0:3
PolenPolen Polen Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 3:0
25. November BrasilienBrasilien Brasilien Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:0
FrankreichFrankreich Frankreich TschechienTschechien Tschechien 3:0
DeutschlandDeutschland Deutschland ItalienItalien Italien 0:3
KubaKuba Kuba BulgarienBulgarien Bulgarien 0:3
26. November BrasilienBrasilien Brasilien TschechienTschechien Tschechien 3:0
FrankreichFrankreich Frankreich Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3:2
DeutschlandDeutschland Deutschland BulgarienBulgarien Bulgarien 1:3
KubaKuba Kuba ItalienItalien Italien 1:3
28. November BrasilienBrasilien Brasilien ItalienItalien Italien 3:0
FrankreichFrankreich Frankreich BulgarienBulgarien Bulgarien 2:3
DeutschlandDeutschland Deutschland Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2:3
KubaKuba Kuba TschechienTschechien Tschechien 3:1
29. November BrasilienBrasilien Brasilien BulgarienBulgarien Bulgarien 3:1
FrankreichFrankreich Frankreich ItalienItalien Italien 3:2
DeutschlandDeutschland Deutschland TschechienTschechien Tschechien 1:3
KubaKuba Kuba Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 0:3

Platzierungsspiele[Bearbeiten]

Die deutsche Mannschaft besiegte nach der erfolglosen Zwischenrunde im ersten Platzierungsspiel das Team aus Puerto Rico, das anschließend gegen Kanada gewann. Anschließend bezwangen die deutschen Männer die USA in fünf Sätzen und erreichten damit den neunten Platz, was angesichts der langen Abstinenz von WM-Turnieren und Platz 32 in der Weltrangliste als Erfolg gewertet wurde.

Deutschland spielte mit: Frank Dehne, Simon Tischer, Björn Andrae, Marcus Popp, Robert Kromm, Mark Siebeck, Stefan Hübner, Norbert Walter, Ralph Bergmann, Christian Pampel, Jochen Schöps und Thomas Kröger. Trainer war Stelian Moculescu.

Die Gastgeber unterlagen Russland im Spiel um den siebten Platz, während Italien nach dem Duell in der zweiten Runde im Spiel um Platz fünf erneut auf Frankreich traf und diesmal deutlich gewann.

Die lange Zeit ungeschlagenen Bulgaren sicherten sich nach der Halbfinal-Niederlage gegen Polen mit einem 3:1 gegen das Team aus Serbien und Montenegro zum vierten Mal in der WM-Geschichte den dritten Platz. Im Finale ließen die Brasilianer den Polen keine Chance und verteidigten mit dem ungefährdeten 3:0-Sieg ihren Weltmeister-Titel.

Polnische Spieler vor dem Semifinale
Halbfinale Brasilien vs. Serbien-Montenegro
  Halbfinale Finale
             
2. Dezember
 PolenPolen Polen 3  
 BulgarienBulgarien Bulgarien 1  
 
3. Dezember
     PolenPolen Polen 0
   BrasilienBrasilien Brasilien 3
 
 
Spiel um Platz 3
2. Dezember 3. Dezember
 BrasilienBrasilien Brasilien 3  BulgarienBulgarien Bulgarien  3
 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M. 1    Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und M.  1
Spiel Japan-Frankreich
  Platzierungsspiele 5-8 Spiel um Platz 5
             
2. Dezember
 RusslandRussland Russland 0  
 ItalienItalien Italien 3  
 
3. Dezember
     ItalienItalien Italien 3
   FrankreichFrankreich Frankreich 0
 
 
Spiel um Platz 7
2. Dezember 3. Dezember
 FrankreichFrankreich Frankreich 3  RusslandRussland Russland  3
 Flag of Japan.svg Japan 1    Flag of Japan.svg Japan  1
  Platzierungsspiele 9-12 Spiel um Platz 9
             
2. Dezember
 Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico 1  
 DeutschlandDeutschland Deutschland 3  
 
3. Dezember
     DeutschlandDeutschland Deutschland 3
   Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 2
 
 
Spiel um Platz 11
2. Dezember 3. Dezember
 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 3  Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico  3
 KanadaKanada Kanada 2    KanadaKanada Kanada  1

Endstand[Bearbeiten]

1. BrasilienBrasilien Brasilien
2. PolenPolen Polen
3. BulgarienBulgarien Bulgarien
4. Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro
5. ItalienItalien Italien
6. FrankreichFrankreich Frankreich
7. RusslandRussland Russland
8. JapanJapan Japan
9. DeutschlandDeutschland Deutschland
10. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA
11. KanadaKanada Kanada
12. Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico
13. ArgentinienArgentinien Argentinien
TschechienTschechien Tschechien
15. TunesienTunesien Tunesien
KubaKuba Kuba
17. China VolksrepublikChina Volksrepublik China
Venezuela 1954Venezuela Venezuela
GriechenlandGriechenland Griechenland
Korea SudSüdkorea Südkorea
21. AustralienAustralien Australien
AgyptenÄgypten Ägypten
IranIran Iran
KasachstanKasachstan Kasachstan

Einzelauszeichnungen[Bearbeiten]

wertvollster Spieler (MVP) Giba BrasilienBrasilien Brasilien
bester Scorer Hector Soto Puerto RicoPuerto Rico Puerto Rico
bester Angreifer Dante Guimarães Amaral BrasilienBrasilien Brasilien
bester Blocker Alexei Wladimirowitsch Kuleschow RusslandRussland Russland
bester Aufschläger Matey Kazyinski BulgarienBulgarien Bulgarien
bester Libero Alexei Igorjewitsch Werbow RusslandRussland Russland
bester Zuspieler Paweł Zagumny PolenPolen Polen

Der wertvollste Spieler und die Sieger auf den Positionen Libero und Zuspiel wurden von einem Gremium der FIVB gewählt. Der als „most valuable player“ ausgezeichnete Brasilianer Giba (vollständiger Name: Godoy Filho Gilberto) belegte in der Scorer-Wertung lediglich den achten Platz und war hinter seinem Landsmann zweitbester Angreifer. Die anderen Auszeichnungen basieren auf der offiziellen Statistik. In der Blockwertung belegten die deutschen Spieler Stefan Hübner und Ralph Bergmann mit einem minimalen Rückstand von 0,04 bzw. 0,06 Blocks pro Satz die Plätze zwei und drei. Bei den besten Aufschlägern platzierte sich Björn Andrae auf dem vierten Rang. Thomas Kröger kam als sechstbester Libero ebenfalls in die Top 10.

Qualifikation[Bearbeiten]

Europa[Bearbeiten]

In der ersten Runde gab es vier Gruppen mit drei bzw. vier Mannschaften. Die Gruppensieger qualifizierten sich für die zweite Runde. In Gruppe A setzte sich England gegen Schottland und Nordirland durch. In Gruppe B war Slowenien gegen Ungarn, Aserbaidschan und Moldawien erfolgreich. In Gruppe C sicherte sich Rumänien gegen Weißrussland, Belgien und Norwegen den Sieg. In Gruppe D qualifizierte sich Estland gegen Albanien, Israel und Bosnien und Herzegowina.

In der zweiten Runde bildeten diese vier Mannschaften mit zwölf gesetzten Mannschaften vier Vierergruppen. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe erreichten die dritte Runde. In Gruppe E sicherten sich Bulgarien und die Türkei gegen Rumänien und die Slowakei die ersten Plätzen. In Gruppe F waren die Ukraine und Tschechien gegen Dänemark und England erfolgreich. In Gruppe G qualifizierten sich Portugal und Estland gegen Lettland und Österreich. In Gruppe H setzten sich Finnland und Deutschland gegen Slowenien und Kroatien durch.

In der dritten Runde trafen die Mannschaften in vier Vierergruppen auf acht gesetzte Teams. Die Ersten und Zweiten qualifizierten sich für die WM, die Gruppendritten ermittelten in einer Play-Off-Runde einen weiteren Teilnehmer. In Gruppe I waren Deutschland und Italien gegen die Ukraine und Spanien erfolgreich. In Gruppe J sicherten sich Griechenland und Serbien und Montenegro die ersten Plätze vor Portugal und der Türkei. In Gruppe K setzten sich Frankreich und Tschechien gegen die Niederlande und Finnland durch. In Gruppe L qualifizierten sich Russland und Polen gegen Bulgarien und Estland.

In der Play-Off-Runde setzte sich Bulgarien gegen Portugal, die Niederlande und die Ukraine durch.

Afrika[Bearbeiten]

In der ersten Runde gab es zwei Gruppen mit vier bzw. drei Mannschaften. Die beiden Gruppensieger qualifizierten sich für die zweite Runde. In Gruppe A setzte sich der Sudan gegen Ghana, Uganda und Eritrea durch. In Gruppe B war Südafrika gegen Mauritius und Botswana erfolgreich.

In der zweiten Runde bildeten diese beiden Mannschaften mit sechs gesetzten Teams zwei Vierergruppen. Die Gruppensieger qualifizierten sich für die WM. In Gruppe C sicherte sich Tunesien gegen Südafrika, Algerien und Marokko den Sieg. In Gruppe D qualifizierte sich Ägypten gegen Kamerun, die Demokratische Republik Kongo und den Sudan.

Asien[Bearbeiten]

Japan war als Gastgeber gesetzt. In der Qualifikation wurden fünf weitere Teilnehmer ermittelt. In der ersten Runde gab es drei Gruppen mit fünf bzw. vier Mannschaften. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizierten sich für die zweite Runde. In Gruppe A sicherten sich Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate gegen Jordanien, Oman und die Malediven die ersten Plätze. In Gruppe B waren Thailand und Usbekistan gegen Afghanistan und Saudi-Arabien erfolgreich. In Gruppe C setzten sich Taiwan und Indonesien gegen die Philippinen, Macao und Tonga durch.

In der zweiten Runde bildeten diese Mannschaften mit sechs gesetzten Teams drei Vierergruppen. Die Gruppensieger qualifizierten sich für die WM. Die Gruppenzweiten ermittelten in einer Play-off-Runde zwei weitere Teilnehmer. In Gruppe D setzte sich Kasachstan gegen Südkorea, Taiwan und die Vereinigten Arabischen Emirate durch. In Gruppe E sicherte sich China vor Indien, Indonesien und Thailand den Sieg. In Gruppe F war der Iran gegen Australien, Katar und Usbekistan erfolgreich.

In der Play-off-Runde qualifizierten sich Südkorea und Australien gegen Indien.

Nord- und Mittelamerika[Bearbeiten]

In der ersten Runde gab es drei Gruppen mit fünf bzw. vier Mannschaften. Die Gruppensieger und der Zweite der Vierergruppe qualifizierten sich für die zweite Runde. In Gruppe A setzte sich Barbados gegen Jamaika, die Niederländischen Antillen, die Britischen Jungferninseln und die Kaimaninseln durch. In Gruppe B sicherte sich Trinidad und Tobago vor St. Lucia, St. Kitts und Nevis, Dominica und Antigua und Barbuda den Sieg. In Gruppe C waren Costa Rica und Guatemala gegen Honduras und Nicaragua erfolgreich.

In der zweiten Runde bildeten die vier Mannschaften mit sechs gesetzten Teams zwei Fünfergruppen. Die Ersten und Zweiten jeder Gruppe qualifizierten sich für die WM. In Gruppe D setzten sich die USA und Puerto Rico gegen Mexiko, Guatemala und Barbados durch. In Gruppe E qualifizierten sich Kuba und Kanada gegen Panama, Trinidad und Tobago und Costa Rica.

Südamerika[Bearbeiten]

Brasilien war als Titelverteidiger gesetzt. Die restlichen Mannschaften ermittelten in zwei Gruppen mit drei bzw. vier Teams die restlichen Teilnehmer. Die beiden Gruppensieger qualifizierten sich für die WM. In Gruppe A war Argentinien gegen Paraguay und Uruguay erfolgreich. In Gruppe B sicherte sich Venezuela gegen Kolumbien, Peru und Ecuador den Sieg.

Medien[Bearbeiten]

Der japanische Fernsehsender TBS produzierte die weltweit ausgestrahlten Live-Bilder. Für den deutschsprachigen Markt hatte der Pay-TV-Sender Arena, der bisher nur durch die Übertragung der Fußball-Bundesliga bekannt war, die Rechte erworben. Arena übertrug alle Spiele mit deutscher Beteiligung und weitere Höhepunkte live und in Wiederholungen. In Deutschland gab es keine Livebilder im Free-TV. Der Sportwettenanbieter bwin hatte sich die Rechte an der WM gesichert und zeigte Spiele im Livestream.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Volleyball World Championships 2006 – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien