Vollidiot (Film)

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Filmdaten
Originaltitel Vollidiot
Produktionsland Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2007
Länge 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
JMK 12[1]
Stab
Regie Tobi Baumann
Drehbuch Tommy Jaud,
Christian Zübert
Produktion Sven Burgemeister,
Christoph Müller
Musik Stephan Remmler,
Cecil Remmler
Kamera Jo Heim
Schnitt Martin Wolf
Besetzung

Vollidiot ist eine deutsche Film-Komödie aus dem Jahr 2007 und die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Tommy Jaud. Regie führte Tobi Baumann, die Hauptrolle spielte Oliver Pocher.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Handlung

Der 29-jährige Simon Peters ist Verkäufer in einem Telefongeschäft. Er wurde vor über einem Jahr von seiner Freundin verlassen und hat erhebliche Schwierigkeiten, eine neue, und vor allem die richtige Partnerin fürs Leben zu finden. Aus seinem Singleurlaub kommt er als Einziger zurück, ohne einmal Sex gehabt zu haben, später vergrault er zwei Stewardessen bei sich zu Hause, als beim Filmeraten zwei Pornos aus seiner DVD-Sammlung auftauchen. Auch die Verkupplungsversuche seiner kroatischen Putzfrau Lala haben keinen Erfolg und seine beste Freundin Paula kann keinen optimalen Plan erstellen, wie er „ganz bestimmt die Richtige“ findet.

Schließlich verliebt sich Simon auf den ersten Blick in die All American Coffee Company-Mitarbeiterin Marcia P. Garcia. Er findet heraus, dass diese genau wie er für die Fantastischen Vier schwärmt, und schenkt ihr eine Karte für ein anstehendes Konzert der Band. Auf dem Konzert stellt Simon jedoch fest, dass Marcia eine unsympathische Zicke ist, die auch überhaupt kein Interesse an ihm hat.

Nachdem Simon seinen Job und seine Freunde durch Vernachlässigung verloren hat, schließt er sich in seiner Wohnung ein, wird jedoch nach einiger Zeit von seiner Ex-Freundin besucht, die ihm zu seinem 30. Geburtstag gratulieren will und ihm erzählt, dass das Problem nicht die Frauen, sondern er selbst sei. Simon beschließt, sich zu ändern, und lädt seine Freunde zur Wiedergutmachung ein, wobei er für jeden seiner Freunde ein Geschenk vorbereitet hat.

Bevor seine Freunde jedoch zu seiner Geburtstagsfeier eintreffen, wird er unglücklicherweise auf der Flucht vor einem Beamten der Zwangsvollstreckung auf dem Fenstersims seines Appartements ausgesperrt. Die Situation wird von seiner Freundin Paula missverstanden, die einen Suizidversuch befürchtet und die Feuerwehr zur Deeskalation alarmiert. Zwar stürzt Simon schließlich unabsichtlich vom Fenstersims in die Tiefe, wird jedoch von einem Sprungpolster unversehrt aufgefangen.

Während seiner Party setzt sich Simon ab, um seinen „IKEA-Single-Sessel“ auf einem Parkplatz zu verbrennen. Dabei hat er Augenkontakt mit einer jungen Frau, die ebenfalls einen Single-Sessel verbrennt und ihm zulächelt.

[Bearbeiten] Kritik

„Die mit Fernseh-Comedians gespickte Bestseller-Verfilmung unterhält“ laut film-dienst „weitgehend solide, kann aber trotz der handwerklichen Perfektion von Kamera und Regie ihren Fernsehsketch-Charakter nicht abstreifen“.[2]

Carsten Baumgardt bewertet den Film als „lebloses Comedy-Konstrukt deutscher Fernsehprägung“.[3] Seiner Meinung nach misslingt „Pochers erste Kinohauptrolle“, denn „in kleinen Dosen genossen, kann Pochers Humor kurz und knapp wirken, auf die lange Distanz überwiegt das Nervpotenzial“.[3] Die Filmmusik hingegen wird von ihm gelobt, „der Soundtrack ist exzellent.“[3] „In den musikalisch stimmig illustrierten Collagen beginnt die Komödie ab und an für kurze Zeit zu leben.“[3]

Die Kritik von Focus fällt für den Hauptdarsteller schmeichelhafter aus, denn laut Focus „fällt Oliver Pocher mehr positiv als negativ auf“.[4]

Hubert Carl sah „funkelnde Momente“ Dank Gaststars wie Anke Engelke und Herbert Feuerstein und empfand den Film gar als „nah am Leben und saukomisch“.[5]

[Bearbeiten] Unterschiede zum Buch

  • Simons Ex-Freundin heißt im Buch Julia und nicht Tina. Im Buch wird sie nur kurz erwähnt, im Film hat sie eine wichtige Rolle.
  • Das Schwulen-Fitnessstudio kommt im Film nicht vor. Auch der Ausflug zu einem Fußballspiel des FC Schalke 04 fehlt.
  • Simons Urlaub wird im Film nur kurz angeschnitten.
  • Nicht Paula hatte die Idee für den Urlaub, sondern Phil.
  • Simons Kumpel Steve ist durch die Figur des Phil im Buch inspiriert, der aber weder Ire noch Besitzer einer Bar ist, dafür ist Steve im Gegensatz zu Phil nicht chronisch bargeldlos.
  • Der T-Punkt bleibt im Film namenlos. Ähnliches gilt für das Starbucks-Cafe, das im Film All American Coffee Company heißt.
  • Am Buchende wird angedeutet, dass Simon seiner Chefin näher kommt, im Film sieht er auf dem IKEA-Parkplatz eine junge Frau.
  • Das Buch ist auf fünf Singlephasen aufgebaut. Im Film wird jedoch keine dieser Singlephasen genannt.

[Bearbeiten] Hintergrund

  • Das Titellied des Films ist Ich kann nix dafür, das von Nena, Stephan Remmler und Oliver Pocher interpretiert wird. Die Originalmelodie stammt vom Song Young Folks der schwedischen Gruppe Peter Bjorn And John aus dem Jahr 2006. Remmler schrieb und produzierte auch die gesamte Filmmusik zusammen mit seinem ältesten Sohn Cecil Remmler.
  • Im „Hinter-den-Kulissen“-Material der DVD kann man das Namensschild der „Eule“ lesen: Ihr richtiger Name ist Heidrun Kister.
  • Das ursprünglich gedrehte Ende zeigt Simon Peters mit brennender Hose auf dem IKEA-Parkplatz. Testvorführungen zeigten jedoch, dass gerade Frauen sich ein Happy End wünschten und so wurde das neue Ende mit Marleen Lohse in der Rolle der jungen Frau nachgedreht.
  • Die Aufnahmen mit Easyjet wurden am Flughafen Dortmund gedreht.
  • Für diverse Firmen und Marken wird im Film Product-Placement betrieben.
  • Passend zum Kinostart, erschien im April 2007 "Vollidiot - Das Filmbuch", das erneut von Tommy Jaud geschrieben und im Fischer Taschenbuchverlag veröffentlicht wurde.
  • In den deutschen Kinos konnte der Film 5.069.307 € einspielen.[6]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Freigabe der Jugendmedienkommission
  2. film-dienst
  3. a b c d Kritik, Carsten Baumgardt, Filmstarts
  4. „DVD-Kritik − Heute mal als Vollidiot“, Focus, dkn, 16. November 2007
  5. kino.de, Hubert Carl
  6. Filminfos auf mediabiz.de
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