Vollreserve-System

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Das Vollreserve-System ist ein hypothetisches Währungssystem, bei dem Basisgeld und Buchgeld dasselbe sind. Jede Kreditvergabe wäre dabei an eine Vollreserve gebunden.

Kredite könnten nur dann von Kreditinstituten vergeben werden, wenn sie das entsprechende Geld wirklich vorrätig hätten. Entweder durch Bankeinlagen oder durch Geld, das sie sich bei der Zentralbank geliehen haben.[1]

Unterschieden wird es von einem Mindestreserve-System, bei dem die Kreditvergabe lediglich an die Mindestreserve und persönliche Einschätzung gebunden ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Amsterdamer Wechselbank war ein Geldhaus, bis es 1781 über ihren Geldbestand hinaus Geld herausgab und eine fraktionale Reservebank wurde.[2] Zuvor galt es als eine Vollreservebank, da sie alle ihrer Depositen behielt und nicht wieder auslieh.[3]

Die Bank of England, die durch einen Debt Equity Swap entstand, hielt dagegen nur eine Teilreserve bei sich und verlieh darüber hinaus Geld. Ihre Rolle als lender of last resort entwickelte die Bank über die Südseeblase.[3] Europaweit entstand ein Teilreservesystem.

Theorien[Bearbeiten]

Weblink[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Stefan Kaiser: Vollgeld - Der Staat entmachtet die Banken. In: Spiegel Online. 3. September 2012.
  2. Jörg Guido Hülsmann: The ethics of money production. Ludwig von Mises Institut, 2008, ISBN 978-1-933550-09-1.
  3. a b Birth of Hegemony: Crisis, Financial Revolution, and Emerging Global Networks. University of Chicago Press, 2012, ISBN 978-0-226-76760-4.
  4. a b Olaf Storbeck: IWF-Forscher wollen Bankgeschäfte radikal einschränken. In: Handelsblatt. online, 16. August 2012.
  5. Grundsätze der Wirtschaftspolitik. UTB, 2004, ISBN 3-8252-1572-5, S. 260.
  6. a b Maßnahmen gegen die Bankenkrise - Alle Macht der Notenbank. In: Süddeutsche Zeitung. online, 7. September 2012.