Volta Region

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Volta Region
Volta Region
Basisdaten
Hauptstadt: Ho
Regionalminister: Kofi Dzamesi
Distrikte: 15
ISO 3166-2: GH-TV
Fläche
Fläche: 20.570 km²
Rang in Ghana: 5
Bevölkerung
Einwohner: 1.635.421 (2000)
Bevölkerungsdichte: 79,51 Einw./km² (2000)
Rang in Ghana: 7

Die Volta Region ist eine Region Ghanas mit der Hauptstadt Ho.

Geographie[Bearbeiten]

Mount Afadjato

Die Region liegt im Südosten des Landes und grenzt im Norden an die Northern Region, im Süden an den Atlantik und die Greater Accra Region, im Nordwesten an die Brong-Ahafo Region, im Südwesten an die Eastern Region und im Osten an Togo. Sie erstreckt sich mit einer Breite von durchschnittlich weniger als 100 km von dem östlichsten Küstenabschnitt des Landes gut 400 km nach Norden.

Aufgrund ihrer ungewöhnlich langgestreckten Form hat die Volta Region Anteil an den drei großen Naturräumen Ghanas: Küstensavanne im Süden, Tropenwald und Trockensavanne im Norden. Die Voltaregion ist in ihrem mittleren Teil die bergigste Region des Landes. Von Südwesten nach Nordosten zieht sich die Akwapim-Togo-Kette schräg durch den südlichen und mittleren Teil der Region. Hier findet sich der Mount Afadjato, mit 885 m der höchste Berg Ghanas. Es gibt verschiedene Naturreservate und den Kyabobo National Park.

Bevölkerung[Bearbeiten]

17 verschiedene Ethnien bevölkern die Region. Sprachlich sind diese Ethnien nicht nur den beiden großen Sprachfamilien Ghanas, also den Gur-Sprachen und den Kwa-Sprachen zuzuordnen. Als regionale Besonderheit trifft man in einigen Bevölkerungsgruppen auch auf die sogenannten Togo-Restsprachen. Die größte Ethnie sind die Ewe, die in acht der zwölf Distrikte der Region die Mehrheit stellen. Die Ewe bewohnen die dichter besiedelten südlichen Teile der Region. Weitere größere ethnische Gruppen sind u.a. die Konkomba und Kratchi. .

Geschichte[Bearbeiten]

Landschaft bei Wli, Volta Region

Keine der einheimischen Ethnien hat sich in vorkolonialer Zeit in größeren staatlichen Einheiten organisiert. Der südliche Teil der Region wurde Anfang des 18. Jahrhunderts eine Zeit lang vom Königreich Akwamu beherrscht. Die Dänen errichteten 1784 bei Keta einen befestigten Stützpunkt (Fort Prinzenstein, siehe auch hier), der Kontakt mit den Europäern war an diesem Teil der Küste Ghanas wesentlich weniger intensiv als weiter westlich. Historisch bedeutsam ist die alte Handelsstadt Kete Krachi im nördlichen Teil der Region. Als Endpunkt einer Karawanenroute war sie „Umschlagsplatz“ für Sklaven, die von hier ab auf Schiffen an die Küste gebracht wurden. Die alte Stadt fiel jedoch dem Volta-Stauseeprojekt zum Opfer. Das heutige Kete-Kratchi ist erst in den 60er Jahren erbaut.

Kolonialisiert wurde die Region im Gegensatz zum restlichen Ghana ursprünglich nicht von den Briten, sondern von den Deutschen. Von 1884 bis 1918 (faktisch bis 1914) war die Region Teil der Kolonie Deutsch-Togo oder Togoland. So finden sich u.a. in der Stadt Kpandu noch heute Reste deutscher Kolonialarchitektur. Von 1919 bis 1956 war die heutige Voltaregion als Britisch-Togoland ein britisches Völkerbund-Protektorat. Nach einer Volksabstimmung 1956 wurde es 1957 dem neuen Staat Ghana angegliedert.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Die Wirtschaft der Voltaregion ist überwiegend vom Landwirtschaft abhängig, 65 % aller Beschäftigten arbeiten in diesem Bereich. Kakao, Kaffee, Palmöl und Kolanüsse sind die wichtigsten kommerziellen Anbauprodukte. Es gibt – ungewöhnlich im tropischen Ghana – einige wenige kommerzielle Rinderfarmen für den lokalen Markt. Vor der Küste werden Erdölvorkommen vermutet. In Ho gibt es eine Politechnische Hochschule und der Prozentsatz der Kinder, die eine Schule besuchen ist hoch.

Politische Gliederung[Bearbeiten]

Distrikte der Voltaregion

Die Region ist in folgende 15 Distrikte unterteilt:

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Volta Region – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

70.5Koordinaten: 7° N, 1° O