Voltage Controlled Amplifier

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Ein Voltage Controlled Amplifier (engl. für Spannungsgesteuerter Verstärker), kurz VCA, ist ein elektronischer Verstärker, dessen Verstärkungsfaktor durch eine Steuerspannung gesteuert werden kann. Kernbaustein ist die Gilbertzelle.

Dieselbe Funktion kann auch ein Algorithmus in einem digitalen Audio-System haben. Die Verstärkung einer regelbaren Verstärkung kann außer mit einer Spannung auch durch einen elektrischen Strom, oder einem digitalen Stellwert, eingestellt werden.

Anwendung[Bearbeiten]

  • In der elektronischen Musik finden VCAs weite Verbreitung in Kompressoren (Compressor), Limitern, Gates und zahlreichen anderen Effektgeräten und elektronischen Musikinstrumenten. Meistens handelt es sich um elektronische Bausteine, wie sie von Firmen, wie z. B. dbx, THAT oder Analog Devices, hergestellt werden. Die Bezeichnung Amplifier ist etwas irreführend, da das Eingangssignal abgesenkt oder maximal unverändert durchgeschleift wird, was einer "Verstärkung" um den Faktor 1 entspricht. Daher werden VCAs auch zuweilen als Voltage Controlled Attenuators bezeichnet.
  • In der Unterhaltungselektronik und im Sprechfunk dienen VCAs der automatischen gleichmäßigen Auspegelung von Signalen oder dem Unterdrücken des Grundrauschens. Teilweise ähneln diese Anwendungen denen der Musikelektronik; wenngleich in letzter, insbesondere im professionellen Bereich, wesentlich hochwertigere Pegelungsverfahren und Bauteile eingesetzt werden; siehe auch Rauschsperre, Squelch oder Gate.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]