Grote (Adelsgeschlecht)

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Wappen derer von Grote

Grote ist der Name des alten niedersächsischen Adelsgeschlechts. Die Herren, Freiherren und Grafen Grote gehörten zum Uradel im Fürstentum Lüneburg.

Geschichte[Bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird die Familie im Jahre 1162 mit dem Vogt von Lüneburg Heinricus advocatus de Luneburg, der sich noch nach seiner Wirkungsstätte und seinem Dienst im Landesherrlichen Amt benannte.[1] Mit ihm beginnt die ununterbrochene Stammreihe und noch bis 1172 erscheint er im Gefolge von Heinrich dem Löwen.

Sein Sohn, der Drost Otto, der 1203 bis 1224 urkundlich erscheint, besaß schon den Eigenschaftsnamen der Große, niederdeutsch de Grote, lateinisch Magnus (Otto dictus Magnus). Bereits sein ältester Sohn Otto II. und dessen Nachkommen übernahmen den Beinamen, während andere Linien noch lange Zeit den alten Namen von Lüneburg, in einer Seitenlinie sogar den neuen Namen von Schwerin, trugen.

Linien und Besitzungen[Bearbeiten]

Das Geschlecht Grote besaß unter der Gefolgs- und Beamtenschaft der welfischen Fürsten, aber auch unter dem Adel der angrenzenden Länder, eine angesehene Stellung. Der Familienbesitz konnte im Laufe der Zeit erheblich erweitert werden.

Eine ältere Linie, begründet von Werner von Schwerin, einem Sohn von Otto I. de Grote, starb bereits 1372 wieder aus. Im lüneburgischen besaßen sie bis zu dessen Zerstörung im Jahre 1371 den Burgsitz Grimm mit den dazugehörigen Pfannenrechten an der Lüneburger Saline. Auch im Osten und Süden von Lüneburg und in der Harburger Gegend war die Familie schon früh reich begütert. In späterer Zeit konnten unter anderen Wustrow, Breese, Wedesbüttel (heute Ortsteil von Wedelheine), Jühnde, Wrestedt, Schnega und Schauen erworben werden, ab 1875 auch die mecklenburgischen Besitze Schloss Varchentin und Deven.

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts teilte sich das Geschlecht in drei große Linien, die sich mit Zweiglinien nach ihren jeweiligen Stammsitzen benannten.

Standeserhebungen[Bearbeiten]

Die Familie war schon Anfang des 13. Jahrhunderts im Besitz des Erbtruchsessenamtes der Fürsten von Lüneburg. Otto X., Herr auf Stilhorn, Fachenfelde und Breese, erlangte 1583 die Erbkämmererwürde der Abtei St. Michaelis in Lüneburg.

Aus der mittleren, oder auch hannovrischen Linie, die bereits 1764 wieder erlosch, stammte der Minister Otto Grote zu Schauen. Er erwarb für sein Fürstenhaus die Kurwürde Hannover und für seine eigene Familie den Freiherrenstand. Nach Kauf der reichsunmittelbaren Herrschaft Schauen am Harz wurde er am 1. Juli 1689 zu Wien unter dem Namen Grote, Freiherr zu Schauen von Kaiser Leopold in den Freiherrenstand erhoben. Nach deren Aussterben erbte die ältere Linie Schauen und übernahm den Titel. Die seitherige freie Reichsherrschaft Schauen, die keinem Reichskreis zugeteilt war, fiel 1807 ans Königreich Westphalen und 1815 an den Regierungsbezirk Magdeburg der preußischen Provinz Sachsen. Die Freiherren Grote blieben bis 1945 im Besitz des Gutes Schauen.

Die übrigen Linien trugen den Freiherrentitel gewohnheitsrechtlich, der in Preußen am 18. September 1911 für das Gesamtgeschlecht bestätigt wurde. Der Ast Breese erhielt am 4. September 1809 zu Berlin den preußischen Grafentitel.

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen (ältestes Siegel von 1264) zeigt in Silber ein rechts schreitendes, rot gezäumtes und rot gezügeltes schwarzes Ross. Auf dem Helm mit schwarz-silbernen Decken steht ein Busch schwarzer Birkhahnfedern.

Personen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mecklenburger Urkundenbuch I, Nr 74
  2. Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 137: [1]