Vorbehaltsfilm
Als Vorbehaltsfilme bezeichnet die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung solche Propagandafilme aus der Zeit des Nationalsozialismus, deren Inhalt kriegsverherrlichend, rassistisch oder volksverhetzend ist und die deshalb auf Beschluss des Stiftungs-Kuratoriums nicht für den Vertrieb freigegeben werden. Vielen der Filme ist zuvor bereits die Freigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) verweigert worden. Vorbehaltsfilme können nur auf Bestellung gezeigt werden. Für diese Vorführungen ist eine historische Einführung und eine Diskussion mit fachkundigem Leiter verpflichtend. Für wissenschaftliche Zwecke ist eine Sichtung der Filme in den Räumen der Stiftung möglich.[1]
Eine vergleichbare Rechtslage wie bei den Vorbehaltsfilmen, deren Rechte bei der Murnau-Stiftung liegen, gilt auch für eine Reihe weiterer Filme aus dem Bestand des Bundesarchivs, darunter Dokumentarfilme aus dem Dritten Reich wie die Filme von Leni Riefenstahl und Teile des Wochenschau-Materials mit besonderem Propaganda-Charakter. Außerdem gibt es eine kleine Zahl an Spielfilmen aus der Zeit des Nationalsozialismus, deren Rechte nicht auf die Bundesrepublik übergegangen sind, hier entscheidet der Rechteinhaber im Einzelfall.
Die Murnau-Stiftung erhielt die Rechte an den Spielfilmen bei ihrer Gründung 1966 zusammen mit insgesamt rund 6000 Filmen zwischen 1920 und 1960. Eine erste Aussonderung von Propagandafilmen des Dritten Reichs wurde bereits unmittelbar nach dem Krieg durch die Alliierten vorgenommen. Die rund 1240 Filme aus den Jahren 1933 bis 1945 wurden in drei Kategorien eingeteilt: ohne Auflagen freizugeben, mit Schnitten oder gar nicht freizugeben. Damals wurden 219 Filme in die letzte Kategorie eingeordnet, davon wurden auf Betreiben der Filmwirtschaft die weitaus meisten im Laufe der Zeit zugänglich gemacht. Seit die Murnau-Stiftung die Rechte hält, wurden die Filme gelegentlich überprüft und entschieden, ob sie weiterhin gesperrt werden sollen. Die letzte Überprüfung fand 1995/96 statt (Stand 2012).[2]
Betroffen sind über 40 Filmtitel:
Siehe auch [Bearbeiten]
- Filmzensur
- Liste der unter alliierter Militärzensur verbotenen deutschen Filme
- Liste der am höchsten prädikatisierten NS-Spielfilme
- Nationalsozialistische Filmpolitik
Weblinks [Bearbeiten]
- Herbert Heinzelmann: Ein Sonderfall deutscher Kulturgeschichte: Vom Umgang mit NS-Propagandafilmen, 21. September 2006
- Hans Schmid: Artikelreihe über Vorbehaltsfilme und die Arbeit der Stiftung in Telepolis. Teil 1: Ich klage an!, 27. März 2010. Teil 2: Meister der Elastizität, 28. März 2010.
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Murnau-Stiftung: VB-Filme, abgerufen am 14 Mai 2011.
- ↑ Soweit nicht anders angegeben beruht die Geschichte der Vorbehaltsfilme auf: Hanns-Georg Rodek: NS-Propaganda – Wie viel Gift steckt noch in den "Vorbehaltsfilmen"?, Die Welt, 31. Januar 2012
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.
- ↑ Der Film auf der Website der Murnau-Stiftung. Abgerufen am 27 März 2010.