Vorkoster

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Ein Vorkoster ist eine Person mit der spezifischen Aufgabe, Speisen und Getränke (durch die Entnahme und Einnahme einer Kostprobe) auf ihre Qualität und Verträglichkeit zu prüfen.

Historisch gesehen war der Vorkoster das Amt eines Angestellten, meist eines Sklaven, bei Hofe. Im alten Rom trug ein Sklave, der das Amt des Chefvorkosters innehatte, die Bezeichnung Praegustator. Vor jeder Mahlzeit hatte er die fertig zubereiteten Speisen und Getränke zu kosten. Nach einer gewissen Wartezeit, ohne, dass der Vorkoster Anzeichen einer Vergiftung zeigte, war dadurch die Gewissheit gegeben, dass die Speisen gut und nicht vergiftet waren und der Herrscher somit selbst getrost zugreifen konnte.

An manchen Herrscherhäusern war der Giftmord ein fast alltägliches Geschehen und die Lebenserwartung eines Vorkosters daher oft nur gering. Ein beliebtes Gift war auch Blei, das erst nach langfristiger, mehrfacher Einnahme durch Kumulation im Körper zum Tode führt. In diesem Falle wird die Giftwirkung nicht unmittelbar bemerkt, was einen Vorkoster unbrauchbar macht.


Siehe auch: Mundschenk, Schenk (Adelstitel), Kellerer

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