Vorlauf (Destillation)

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Als Vorlauf bezeichnet man bei der Destillation von Spirituosen das zu Beginn entstehende Destillat. Es enthält besonders viel gesundheitschädliches Methanol und andere leichtflüchtige Substanzen wie Ethylacetat und ist für den menschlichen Genuss nicht geeignet.

Der Vorlauf zeichnet sich üblicherweise durch einen unangenehmen, stechend-scharfen Geruch (und ebensolchen, stark adstringierenden Geschmack) aus. Vorlauf wird traditionell äußerlich zu medizinischen Zwecken, zur Desinfektion und als Reinigungsmittel eingesetzt oder zu Brennspiritus und Agraralkohol weiterverarbeitet.[1]

Nach dem Vorlauf wird das sog. Herzstück (der genussfähige Brand, auch Hauptlauf genannt) gewonnen, dann der Nachlauf.[2]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.untersuchungsämter-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=4&ID=470&Pdf=No
  2. Walter Wittenberger: Chemische Laboratoriumstechnik, Springer-Verlag, Wien, New York, 7. Auflage, 1973, S. 175−176, ISBN 3-211-81116-8.
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