Vršič-Pass

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Vršič ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Zum slowenischen Fußballspieler siehe Dare Vršič.
Vršič-Pass
Vršič-Pass

Vršič-Pass

Himmelsrichtung Nord Süd
Passhöhe 1611 m. i. J.
Staat Slowenien
Wasserscheide Soča
Talorte Kranjska Gora Trenta
Ausbau Kehren teilweise Kopfsteinpflaster (Nordseite)
Erbaut 1914-1916
Sperre Wintersperre Ende Oktober bis Anfang Mai
Besonderheiten Höchster Pass Sloweniens
Max. Steigung 14 % 14 %
Karte (Slowenien)
Vršič-Pass (Slowenien)
Vršič-Pass
Koordinaten 46° 26′ 10″ N, 13° 44′ 41″ O46.43603888888913.7447888888891611Koordinaten: 46° 26′ 10″ N, 13° 44′ 41″ O

Der Vršič-Pass (italienisch: Passo della Moistrocca, deutsch: Werschitz- oder Werschetzpass) (1611 m. i. J.) ist der höchste Gebirgspass Sloweniens und stellt die Verbindung zwischen Kranjska Gora und dem Dorf Trenta im Soča-Tal her. Die 50 Haarnadelkurven bestehen im nördlichen Teil der Passstraße teilweise aus Kopfsteinpflaster. Die Wintersperre beginnt Ende Oktober und endet Anfang Mai.[1] Diese Regelung ist jedoch nicht zwingend, da die Straßenverhältnisse ausschlaggebend für eine Sperrung sind. Der Pass bildet die Wasserscheide für Soča (Südverlauf) und Save (Nordverlauf).

Die Passstraße wurde in den Jahren 1914-1916 als Militärstraße ins Isonzo-Tal (vgl. Isonzo-Schlachten) von russischen Kriegsgefangenen gebaut. Über 400 von ihnen kamen allein bei einem Lawinenabgang im März 1916 um. Auf der Nordseite erinnert die „Russenkapelle“ (Ruska kapelica) an die Opfer. Über diese Straße erfolgte ein Großteil des Nachschubs für die große Offensive von Österreich-Ungarn und Deutschland in der Zwölften Isonzoschlacht. Der heutige Verlauf folgt nur noch teilweise der ursprünglichen Trasse; die Südseite ist größtenteils neu angelegt.

Der Pass ist Ausgangspunkt für zahlreiche Bergtouren in die Julischen Alpen. Nahe der Passhöhe liegt die Berghütte Tičarjev Dom (1620 m. i. J.). Hinter der Hütte beginnt ein Fußweg, der einen in 15-20 Minuten zu der Hütte Postarski Dom (1688 m. i. J.) bringt. Von dort hat man einen eindrucksvollen Blick auf die Südseite des 2547 m. i. J. hohen Prisojnik.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • In der Kurve 48 erinnert ein Denkmal an den Bergsteiger, Schriftsteller und Erschließer der Julischen Alpen, Julius Kugy.[2]
  • Auf Höhe der Kurve 49 gibt es eine Zufahrt zur Hauptquelle der Soča. Aus einer engen Felsspalte stürzt sie als Wasserfall in die enge Schlucht.[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Vršič-Pass – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.gs-enduro.de/html/paesse/slowenien/vrsic-sattel.htm
  2. Baedeker, S. 201
  3. Baedeker, S. 164

Literatur[Bearbeiten]