Vrin
| Vrin | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Staat: | Schweiz | |
| Kanton: | Graubünden (GR) | |
| Bezirk: | Surselva | |
| Kreis: | Lumnezia/Lugnez | |
| Gemeinde: | Lumnezia | |
| Postleitzahl: | 7149 | |
| Koordinaten: | 727161 / 16843146.6559.11448Koordinaten: 46° 39′ 18″ N, 9° 6′ 0″ O; CH1903: 727161 / 168431 | |
| Höhe: | 1'448 m ü. M. | |
| Fläche: | 71.25 km² | |
| Einwohnerdichte: | 4 Einw. pro km² | |
| Website: | www.vrin.ch | |
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Ortskern von Vrin |
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| Karte | ||
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Vrin (
[vʁin]?/i) war bis am 31. Dezember 2012 eine politische Gemeinde in der Val Lumnezia im Bezirk Surselva im Kanton Graubünden in der Schweiz. Das Dorf liegt ca. 21 km von Ilanz entfernt.
Am 1. Januar 2013 fusionierte sie mit den Gemeinden Cumbel, Degen, Lumbrein, Morissen, Suraua, Vignogn und Vella zur neuen Gemeinde Lumnezia.
Inhaltsverzeichnis |
Wappen [Bearbeiten]
Blasonierung: In Rot ein silbernes (weisses) Agnus Dei (Gotteslamm), ein goldenes (gelbes) Kreuz tragend, überhöht von einem goldenen, sechsstrahligen Stern
Die Figuren weisen auf das Doppelpatrozinium der Pfarrkirche hin: das Gotteslamm auf Johannes den Täufer und der Stern auf Maria.
Modellprojekt [Bearbeiten]
Der Ort, der über das gesamte 20. Jahrhundert hinweg Einwohner verloren hatte, wurde in den achtziger und neunziger Jahren zu einem Modellprojekt der Stiftung Pro Vrin, der Gemeinde/Gemeindebehörde, der Meliorationsgenossenschaft, der kantonalen Denkmalpflege und der ETH Zürich für die Stärkung dörflicher Infrastruktur und Wiederansiedlung [1].
Die Einwohner kauften Anfang der achtziger Jahre alles freie Bauland auf und entzogen den Ort damit jeglicher Spekulation. Wiesen wurden im Verhältnis 1:5 zusammengelegt, ein Metzger angesiedelt, eine Genossenschaft gegründet. Mehrere Gebäude, die meisten als Blockhaus aus Holz in Strickbauweise, wurden neu gebaut.
Der Ort und das Projekt findet überregional Beachtung, da das Problem der Landflucht weltweit bedeutend ist. 1998 erhielt Vrin den Wakkerpreis für Dorferneuerung ("für die sorgfältige Integration neuer landwirtschaftlicher Ökonomiegebäude ins Dorfbild"). Der Vriner Bauernsohn und Architekt Gion A. Caminada erstellte in Vrin eine Reihe von Gebäuden, die die Tradition des Holzbaus weiterentwickeln wie das neue Gemeindehaus und -halle, die Telefonkabine bei der Post, die Metzgerei und die Totenstube unterhalb der Kirche [2] [3].
Gemäss Volkszählung 2000 ist Vrin eine der wenigen Bündner ehemaligen Gemeinden, in der praktisch alle Einwohner Rätoromanisch sprechen: 99 % als gesprochene Sprache, bzw. 96 % als Hauptsprache (nur 4 % Deutsch). Die ehemalige Gemeinde lebt heute von Bundessubventionen, subventionierter Landwirtschaft, Kleingewerbe und Tourismus. Aus Vrin stammt das Märchen vom Mann von Salischina.
Gebäude von Gion A. Caminada [Bearbeiten]
Galerie [Bearbeiten]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Vrin
- Vrin im Historischen Lexikon der Schweiz
- Bauten in Vrin
- Vrin - Gesamtentwicklung eines Dorfes, Projektbeschreibung der Internationale Alpenschutzkommission CIPRA
- Il project Vrin - Das Vrin-Projekt, Film von Christoph Schaub (CH 1999)
Referenzen [Bearbeiten]
- ↑ Vrin - Gesamtentwicklung eines Dorfes, Infoservice alpMedia (Gion A. Caminada)
- ↑ Ausstellung zur Stiva da morts von Gion A. Caminada – Der Totenstube geweiht, ETH Life, 15. Januar 2003
Ausstellung: Stiva da morts, Gion A. Caminada, Vrin, Institut GTA, ETH Zürich, 16. Januar 2003 bis 20. März 2003 - ↑ Zwei Dörfer – unterschiedliche Probleme (Vals und Vrin), ETH Zürich, Assistenzprof. Gion A. Caminada, 2000
Duvin | Lumnezia | St. Martin | Vals
Ehemalige Gemeinden: Camuns | Cumbel | Degen | Lumbrein | Morissen | Suraua | Surcasti | Surcuolm | Tersnaus | Uors-Peiden | Vella | Vignogn | Vrin
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