Vulture Culture (Band)

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Vulture Culture
Vulture Culture: Punk Rock made in Paderborn
Vulture Culture: Punk Rock made in Paderborn
Allgemeine Informationen
Genre(s) Punkrock, Hard Rock, Rock ’n’ Roll
Gründung 1989
Website www.vultureculture.de
Aktuelle Besetzung
Elke Spottke
Jörg Schäfers
Daniela „Dani“ Schäfers
Daniel „Dannyboy“ Jansen

Vulture Culture ist eine aus zwei Frauen und zwei Männern bestehende Rockband aus Paderborn, die stark von der britischen und amerikanischen Punkbewegung der 1970/80er-Jahre beeinflusst wurde. Der Bandname (deutsch: Geierkultur) bezieht sich auf die allgemeine (un-)menschliche Umgangsform in einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft. Ihr Musikstil wird durch die Verschmelzung von verzerrten Gitarren- und Bassriffs im schnellen 4/4-Takt und der melodiös-poppigen Stimme von Sängerin Elke geprägt, die ihre Lyrics im „Snotty“-Englisch singt. Die Band verarbeitet aber auch Hardrock, Reggae- und Ska-Elemente in ihren Songs. Übergreifend kann Vulture Culture auch als Punk ’n’ Roll Band bezeichnet werden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Vulture Culture gründeten sich 1989 in Paderborn und ist dadurch die dienstälteste Punkrock-Band der Stadt.[1]Ursprüngliche Bandmitglieder sind Sängerin Elke und Gitarrist Jörg. Die Band verzichtete von Beginn an auf ein professionelles Management und lebte nach dem im Punk weit verbreiteten "Do It Yourself"-Prinzip. Die ersten Demokassetten erschienen 1989 und wurden von Vulture Culture selbst vertrieben. 1990 erschien die erste Vinyl-EP Feelings in einer 1000er-Auflage mit drei Songs ihrer ersten Demotapes.

Durch ihre deutschlandweiten Konzerte in den gängigen Clubs der Republik erspielten sich Vulture Culture einen Bekanntheitsgrad, der ihnen 1993 zur ersten CD [hau-dju-du:]? auf dem Hannoveraner Punklabel Nasty Vinyl verhalf. Dieser Output wiederum bescherte Vulture Culture 1994 einen Supportbandjob für die aus London stammende Oi!/Punk Legende Cock Sparrer quer durch Europa. Kurz zuvor stieg die damals erst 18-jährige Bassistin Dani zur Band. Cock Sparrer erwähnte Vulture Culture im Jahr 2005 sogar auf ihrer offiziellen History-DVD What you see... is what you get von TKO Records. 1996 erschien die 2. CD Artificial auf dem Hamburger Label Bitzcore. Es folgten weitere Clubtourneen, unter anderem mit den australischen Splatterheads sowie viel Radio-Airplay, diverse Berichte in den gängigen Musikzeitschriften und Fanzines sowie ein Beitrag von Gitarrist Jörg zu dem Buch „Musik & Rebellion – Jugendkulturen zwischen Kommerz und Politik" von Klaus Farin.[2]

Bis dato lief es für die vier Paderborner gut, doch einen gravierenden Einschnitt erfuhr die Band, als ihr Drummer, der den typischen Vulture-Culture-Sound in den ersten Jahren stark mitgeprägt hatte, ausstieg. Seit diesem Tag versuchten die Restmitglieder einen geeigneten Ersatz am Schlagzeug zu finden. Vulture Culture spielten mit immer wieder wechselnden Drummern weiterhin Konzerte und nahmen neue Songs auf, woraus die 2. Vinyl-EP Hypocrite entstand, die innerhalb von drei Monaten mit 500 Exemplaren vergriffen war.

Da die Band schon immer eine Schwäche für eingängige, ihrem Stil treue Coverversionen hatte, wurde das japanische Label Imperial Records aus Tokio kurz nach der Jahrtausendwende auf Vulture Culture aufmerksam und war an diversen Coverversionen für eine CD-Compilation-Reihe interessiert. Auf den „Punk it“-CDs sind ausschließlich schon bekannte Welthits im Punk-Rock-Stil zu hören, die nur auf dem Japanischen Musikmarkt veröffentlicht wurden und insgesamt eine Auflage von rund 120.000 Einheiten erreichten. Mittlerweile kann man in Japan den Vulture Culture Coverhit von 1993 Take Me Home Country Roads (Original von John Denver) auch als Handyton herunterladen. Dieser Song wurde auf der Punk It! Best 2006 zum zweiten Mal in Japan veröffentlicht.[3]

[Bearbeiten] Sonstiges

Vulture Culture spielten 1998 ein Konzert in der Justizvollzugsanstalt Köln für die dortigen Gefangenen. Dieses Ereignis wurde von einem WDR-Team gefilmt und anschließend ein 1 Live Radiointerview geführt. Das Interview kann man auf der Vulture Culture Webseite unter der Rubrik „Reviews“ anhören. Das Konzert wurde von den Gefangenen selbst organisiert.

[Bearbeiten] Diskografie

[Bearbeiten] Offizielle Veröffentlichungen

  • 1991: Feelings (Vinyl-EP) Bodonski Rec./Versch.
  • 1993: [hau-dju-du:]? (CD) Nasty Vinyl/SPV
  • 1996: Artificial (CD) Bitzcore Rec./Indigo, Semaphore
  • 1997: Hypocrite (Vinyl-EP) Flight 13/Versch.

[Bearbeiten] Do-it-Yourself-Veröffentlichungen

(Diese Veröffentlichungen betrieb Vulture Culture in Eigenregie und Eigenvertrieb)

  • 1989: Vulture Culture (Demokassette)
  • 1990: Let Us Prey (Demokassette)
  • 2004: Vulture Culture in Concert – The 15th Anniversary (DVD)
  • 2007: Live – Wild at Heart in Berlin (CD)

[Bearbeiten] Compilationbeiträge (Auszug)

(Auf diesen Veröffentlichungen ist unter anderem Vulture Culture mit jeweils einem Song vertreten)

  • 1991: ZAP-Compilation (CD/Vinyl) „Laugh & Hate“ Rough Trade/Rough Trade
  • 1994: Der Untergrund lebt (CD/Vinyl) Sound Carrier/SPV
  • 1995/96: Punk Chartbusters Vol. 1/2 Wolverine Rec./SPV
  • 1997: Skaters Have More Fun (CD) Plattenmeister/EFA
  • 1998: Zensur!? (CD/Vinyl) Plattenmeister/Indigo, Alpha Comic [4]
  • 2002/03/04: Punk It! Vol. 1,2,5 (CD) Teichiku/Imperial Rec.(Tokio)
  • 2006: Punk It! Best! (CD) Teichiku/Imperial Rec.(Tokio)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die Wochenend-Punkrocker. Vulture Culture hat neues Live-Album herausgebracht. Neue Westfälische, 11. September 2008, abgerufen am 3. Februar 2010.
  2. Klaus Farin Musik & Rebellion – Jugendkulturen zwischen Kommerz und Politik. Thomas Tilsner, Berlin 1998.
  3. Japan Release Punk It! Best 2006
  4. "Review zur "Zensur!?" Compilation bzgl. Alpha Comic Verlag
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