W&W (DJ-Duo)

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W&W – Tomorrowworld 2013
W&W beim Nature One 2013

W&W ist ein niederländisches EDM-Duo, bestehend aus Willem van Hanegem (* 1987) und Wardt van der Harst (* 1988).[1] Ihr erster großer Erfolg war das Lied Mustang aus dem Jahr 2007. Willem ist der Sohn des gleichnamigen Fußballspielers Willem van Hanegem.

Biografie[Bearbeiten]

Beide begannen bereits im jungen Alter ein Interesse für das Genre aufzubauen. Van Hanegem erzählte, dass seine Begeisterung für die Trancemusik im Alter von 11 Jahren durch das Hören von unterschiedlichen Kompilationen entstand. Mit 14 begann er mit dem Auflegen und nur zwei Jahre später mit dem Produzieren eigener Lieder. Van der Harst startete ebenfalls mit 14 mithilfe von billigem Equipment eigene Tracks zu produzieren und erhielt bereits mit im Alter von 17 Jahren erste Plattenverträge, darunter auch von Armin van Buurens Label „Armanda Music“. Im Jahre 2007 trafen sich die beiden DJs erstmals beim Trance Energy-Festival 2007 in den Niederlanden. Nachdem sie eine Freundschaft aufbauten, begannen sie mit den Arbeiten an gemeinsamen Liedern. Mit dem Track Mustang, der noch im selben Jahr erschien, landete das Duo einen Überraschungserfolg. Aufgrund des bestehenden Vertrages von Van der Harst bei „Armanda Music“, brachte dieses das Lied als Single heraus. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich der Track. Nachdem Sander van Doorn das Lied 2008 beim Trance Energy-Festival spielte machte sich das Duo vollends einen Namen in der Trance-Szene. Mustang konnte daraufhin bis auf Platz 63 der niederländischen Top-100 vorrücken konnten.

In den nächsten Jahren erschienen zahlreiche Single-Veröffentlichungen und Auftritte auf sämtlichen Festivals im Bereich der Trancemusik. Des Weiteren gründeten sie ihr eigenes Plattenlabel „Mainstage Music“, welches ein Sublabel des „Armanda Music“ darstellt. Neben eigenen Veröffentlichungen, erscheinen über „Mainstage“ auch die Singles zahlreicher anderer Künstler wie Twoloud, Sick Individuals oder Titonal. Ebenfalls erscheint jährlich eine „Best of“-Kompilation sowie ein wöchentlicher, einstündiger Podcast. 2011 gelang ihnen erstmals der Sprung in die DJ Mag-Liste, wo sie auf Platz 36 einstiegen.[2]

Mit der am 3. Dezember 2012 erschienen Single Lift Off sorgte das Duo bei ihren Fans für vorerst für Verwirrung, da diese nicht ihrem typischen Stil entsprach, sondern viel mehr dem derzeit sehr populärem Big Room. Kurz darauf gaben sie dann offiziell den Wechsel zum Big Room beziehungsweise Electro-House bekannt. Lift Off konnte innerhalb kürzester Zeit bis auf Platz 12 der offiziellen niederländischen Top-40 vorrücken. Auch die Nachfolgersingles The Code, die gemeinsam mit Ummet Ozcan entstand sowie Jumper mit Hardwell und ihre Solo-Single Thunder wurden große Erfolge.

Im Frühjahr 2014 erschienen erste Previews ihres Tracks Bigfoot. Das Lied wies ein weiteres einen Big-Room-Drop auf, jedoch entsprach das Build-Up nicht dem ihrer vorherigen Singles. Bereits im Vorfeld erhielt das Duo sehr positive Kritik für den Song und auch der Erfolg ließ nicht lang auf sich warten. Bigfoot entwickelte sich zu ihrer bisher erfolgreichsten Single und W&W gelang es erstmals auch weit über die Grenzen ihres Heimatlandes Erfolg zu erlangen, dazu gehörten Chart-Platzierungen in Deutschland, der Schweiz und Frankreich.[3][4]

Parallel zum Erfolg von Bigfoot erhielten sie die Residenz im Hakkasan Nightclub in Las Vegas, bei dem neben dem Duo auch DJs wie Tiësto und Dzeko & Torres auflegen. Außerdem folgten Auftritte beim EDC in Las Vegas, beim Ultra Music Festival in Miami und beim Tomorrowland in Belgien jeweils auf der MainStage auf. Ihre Single Rocket, die sie gemeinsam mit Blasterjaxx aufnahmen, sorgte sowohl für positive, als auch negative Kritik. Der niederländische DJ Hardwell produzierte einen Mash-Up des Tracks mit seinem eigenen Lied Spaceman, den er auf dem Tomorrowland Festival 2014 als „Final-Track“ spielte. Die offizielle Hymne für das Tomorrowland stammt ebenfalls von W&W. Es ist ihr Track Waves, welcher in Zusammenarbeit mit dem belgischen DJ-Duo Dimitri Vegas & Like Mike entstand. Dieser konnte bis in die Top-10 der belgischen Single-Charts vorrücken und auch eine Platzierung in den deutschen Single-Charts verfehlten sie nur knapp.

Weitere Kollaborationen erschienen in Zusammenarbeit mit dem Hardstyle-DJ Headhunterz. Dahinter verbergen sich die Tracks Shocker, der am 8. September 2014 erschien sowie We Control the Sound, dessen Release nur einen Monat später stattfand. Beide Tracks feierten auf dem EDC in Las Vegas Premiere. Insbesondere durch die Kombination des Big-Room-Stils von W&W und Headhunterz Hardstyle sorgten die Tracks für positives Aufsehen. Im Dezember 2014 veröffentlichte das Duo gemeinsam mit Hardwell den Song Don't Stop the Madness als Single. Diesen spielten sie bereits seit Monaten in ihren Sets, jedoch fehlte dem Song laut Hardwell der letzte Feinschliff, der vom US-amerikanischen Rapper Fatman Scoop verliehen wurde. Das Lied konnte bis in die obere Hälfte der Download-Charts zahlreicher Länder vorrücken, Single-Chartplatzierungen blieben dennoch aus.

Im Januar 2015 spielten Dimitri Vegas & Like Mike beim Kick-Off ihrer World Tour „Bringing the World Madness“ erstmals W&Ws Instrumentalstück Rave After Rave, das zu dem Zeitpunkt noch als „ID“ galt, somit weder Künstler, noch Titel bekannt waren. Ein weiteres Mal spielte es Hardwell bei einem Auftritt im Ziggo Dome und Tiësto beim Ultra Buenos Aires. Der Track regte immer mehr Gerüchte an. Aufgrund der Ähnlichkeit des Built-Ups zu dem von Thunder wurde bereits früh festgestellt, dass sich W&W dahinter verbirgt, jedoch ähnelte der Drop sehr dem des Liedes No Heroes des Produzenten KSHMR und Firebeatz, weshalb lang von einer Kollaboration mit einem der Künstler ausgegangen wurde. Vollends bestätigt, dass es sich um einen Solo-Track mit dem Titel Rave After Rave handelt, wurde am 4. März 2015, Releasedate war der 16. März 2015.

Bei ihrem Set beim Ultra Music Festival 2015 spielte das Duo zahlreiche neue Lieder, darunter Kollaborationen mit MOTi und Blasterjaxx sowie einem Remix des 2000er Hits Blue (Da Ba Dee) des italienischen Trios Eiffel 65.

Diskografie[Bearbeiten]

Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Singles[5]
Bigfoot
  DE 74 04.04.2014 (2 Wo.)
  AT 48 28.03.2014 (3 Wo.)
  CH 61 06.04.2014 (1 Wo.)
Waves (Tomorrowland Anthem 2014) (Dimitri Vegas & Like Mike vs. W&W)
  BEF 7 09.08.2014 (3 Wo.)
  BEW 32 09.08.2014 (1 Wo.)
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Alben[Bearbeiten]

  • 2011: Impact

Singles[Bearbeiten]

2007:

  • Mustang / Eruption

2008:

  • Countach / Intercity
  • Dome
  • Arena / Chronicles
  • Plasma (Exclusive on Trance Yearmix 2008)

2009:

  • The Plan
  • Mainstage / System Overload
  • Synergy (vs. Ummet Ozcan)
  • D.N.A.

2010:

  • D.N.A.
  • Aligator Fuckhouse (vs. Jonas Stenberg)
  • Manhattan
  • Alpha
  • Saturn (vs. Leon Bolier)
  • Break the Rules / Nexgen (vs. Ben Gold)

2011:

  • Impact
  • Three O’Clock (feat. Ana Criado)
  • Sommer (feat. Jochen Miller)

2012:

  • Shotgun
  • Moscow
  • Lift Off!

2013:

  • The Code (feat. Ummet Ozcan)
  • Thunder
  • Jumper (feat. Hardwell)

2014:

2015:

  • Rave After Rave

Remixe[Bearbeiten]

2008:

2009:

2010:

  • Aly & Fila – My Mind Is With You
  • Scott Mac – Damager 02
  • Svenson & Gielen – The Beauty of Silence

2011:

2012:

2013:

2014:

2015:

Quellen[Bearbeiten]

  1. Wardt van der Harst in der Datenbank von Discogs
  2. W&W auf armadamusic.com
  3. Chartstatistik für „Bigfoot“ auf acharts.us
  4. ECHO and first DSDS effect auf germanchartblog.com am 4. April 2014
  5. Chartquellen: DE AT CH BEF BEW

Weblinks[Bearbeiten]