Wächter-Romane

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Die Wächter-Romane sind eine phantastische Romanreihe des russischen Autors Sergei Lukjanenko. Sie schildert den Kampf zwischen den Kräften des Lichts und der Dunkelheit, der nach einem langen Waffenstillstand wieder entflammt und dabei vorwiegend im heutigen Russland ausgetragen wird. Hauptakteure des Romans sind die Angehörigen der verfeindeten Tagwache und Nachtwache, die ursprünglich die Einhaltung der Waffenruhe überwachten.

Die Romane dienten als Vorlage für die bisher erfolgreichsten russischen Filme, Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor (2004) und seinen Nachfolger Wächter des Tages – Dnevnoi Dozor (2006).

Publikationsgeschichte[Bearbeiten]

Der erste Band der Reihe, Wächter der Nacht (russ. Originaltitel: Ночной дозор; Transkription: Notschnoj dosor), erschien erstmals 1998 und wurde in Russland schnell zu einem Bestseller, vor allem im Zuge der erfolgreichen Verfilmung. Sergej Lukjanenko ließ dem Roman daraufhin zwei Fortsetzungen folgen: Wächter des Tages (russ. Originaltitel: Дневной дозор; Transkription: Dnewnoj dosor) im Jahr 2000 sowie Wächter des Zwielichts (russ. Originaltitel: Сумеречный дозор; Transkription: Sumeretschnyj dosor) im Jahr 2005. Im April 2007 erschien der vierte Band unter dem Titel Wächter der Ewigkeit (russ. Originaltitel: Последний дозор Transkription: Poslednij dosor, wörtlich „Die Letzte Wache”). Eine Fortsetzung, die Kurzgeschichte Die kurzen Wächter (Transkription: Melkij dosor), wurde von Sergei Lukjanenko im Sommer 2007 in einem russischen Sammelband mit Namen „Mify megapolisa“ (Мифы Meгaпoлиca) veröffentlicht. Im Dezember 2012 ist Wächter des Morgen (russ. Originaltitel: Новый дозор Transkription: Nowyj dosor, wörtlich „Die neuen Wächter”) erschienen.

Die Romane wurden international vermarktet und in viele Sprachen übersetzt. Ins Deutsche wurden sie ab dem Jahr 2005 vom Heyne-Verlag in einer Übersetzung von Christiane Pöhlmann veröffentlicht.

Der Mitautor von Wächter des Tages, Wladimir Wassiljew, veröffentlichte 2003 „Bewahrer des Chaos“, ein weiteres Werk aus dem Wächter-Universum. Anfang 2009 erschien das Buch im deutschsprachigen Raum, ebenfalls im Heyne-Verlag in einer Übersetzung von Christiane Pöhlmann.

Handlung[Bearbeiten]

Unter der normalen Menschheit leben unerkannt die Anderen, übernatürlich begabte Männer und Frauen, Magier, Gestaltenwandler und Vampire. Die Anderen unterteilen sich in Lichte und Dunkle, die sich in ihrer Lebensweise unterscheiden: Lichte tun Gutes, und opfern sich für Menschen oder ein höheres Ziel auf, während Dunkle größtenteils nur an sich selbst denken. Während die Lichten ihre Kraft aus den positiven Gefühlen der Mitmenschen schöpfen, beziehen die Dunklen Ihre Kraft aus den negativen Gefühlen und Ängsten der Menschen.

Lange Zeit vor dem Beginn der Handlung aus Wächter der Nacht kam es zu einer großen Schlacht zwischen beiden Seiten. Da jedoch beide Heere gleich stark waren und der Kampf sowohl das Licht als auch das Dunkel zu vernichten drohte, vereinbarte man einen Waffenstillstand: Fortan sollte jeder Mensch, der das Potential eines Anderen hat (und somit dieser Gruppe besonders begabter Menschen zugehörig ist), seine Seite frei wählen dürfen. Diese Entscheidung wird einmal getroffen und ist unumkehrbar. Diesen Waffenstillstand regelt der Große Vertrag, in dem alle relevanten Grundsätze dieses Handels festgehalten sind. Die Vertreter des Lichts bilden die Wächter der Nacht, die Vertreter der Finsternis die Wächter des Tages. Das Licht überwacht nachts die Aktivitäten des Dunklen, während das Dunkel am Tag über die Lichten wacht. Aktivitäten von Anderen, die den Großen Vertrag verletzen, werden registriert und sanktioniert. Über diesen beiden Seiten wacht einzig die Inquisition, eine Organisation sowohl aus lichten als auch dunklen Vertretern. Die Aufgabe dieser dritten Gruppe ist, die Wächter der Nacht und die Wächter des Tages zu überwachen und in strittigen Situationen zu schlichten und zu urteilen.

Band 1: Wächter der Nacht[Bearbeiten]

In der ersten Geschichte „Das eigene Schicksal“ wird der Nachtwache-Ermittler Anton Gorodezki auf ein wilderndes Vampirpaar aufmerksam, das sich seit einer Woche in Moskau herumtreibt. Anton bekommt den Auftrag, sie zu finden und zu verhaften. Auf seinem Streifzug begegnet er einer Frau, die mit einem mächtigen Fluch belegt wurde. Anton entschließt sich, ihr zu helfen, und versucht, den Fluch mit seinem Amulett aufzuheben, was jedoch nicht gelingt. Er merkt sich die Aura der Frau und macht sich weiter auf die Jagd nach den Vampiren. Schließlich hört er deren „Ruf“ und folgt ihrem Opfer, einem Jungen. Als er auf die Vampire stößt, kommt es zu einem Kampf. Der Vampir wird getötet, die Vampirin kann verletzt entkommen. Boris Ignatjewitsch, sein Chef, erklärt ihm im Traum seinen nächsten Auftrag: Erstens, den Jungen, der sich als nicht initiierter Anderer herausstellt, zu finden und ihn vor der Vampirin zu schützen. Und zweitens, die verfluchte Frau zu finden und zu beschützen. Denn der auf ihr lastende Fluch ist so stark, dass bei seinem Durchbruch nicht nur ganz Moskau zerstört werden würde, sondern eine Katastrophe globalen Ausmaßes stattfinden würde. Diese Frau wird später zur Geliebten Antons und soll zu einer großen Zauberin ausgebildet werden.

Im zweiten Teil, „Der eigene Kreis“, werden Morde an Dunklen durch einen nicht-initiierten Anderen begangen. Anton Gorodezki wird von den Wächtern des Tages verdächtigt, die Morde begangen zu haben. Boris Ignatjewitsch, der Chef der Moskauer Nachtwache, vertauscht Antons Körper mit dem der Zauberin Olga, um Anton vor einer mutmaßlichen Intrige zu schützen. Als Anton aber zu unvorsichtig wird, findet ihn die Tagwache alleine vor einem ermordeten Dunklen. Anton muss den „Wilden“ finden, um sein Leben zu retten. Zuerst tauschen er und Olga ihre Körper wieder zurück. Danach trifft Anton auf einen Wächter des Tages, der ihn verhaften will. Anton aber überwältigt und zwingt ihn, seinen Auftrag zu verraten. Dieser Auftrag beinhaltet den Tod Antons. Daraufhin erschießt Anton den Dunklen. Kurz danach trifft er im Zwielicht auf einen „gefallenen“ Anderen. Er verweist ihn auf den Moskauer Fernsehturm Ostankino. Anton geht dorthin und muss einen weiteren Wächter des Tages töten. Dort erfährt er, wer der Schlüssel zu dem Ganzen ist: Jegor, der kleine Junge. Er macht sich auf die Suche nach ihm und findet ihn gerade noch rechtzeitig. Denn der Wilde hat bereits seinen magischen Dolch gezogen. Anton hält ihn auf und verwickelt ihn in ein Gespräch. Aber der Wilde lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen. Es kommt zu einem Kampf. Der Wilde, der Maxim heißt, stößt Anton seinen Dolch in die Brust. Wider Erwarten stirbt Anton nicht, denn der Dolch wirkt nur gegen Dunkle Andere. Boris Ignatjewitsch, der Chef der Nachtwache, erscheint und bietet Maxim an ein Inquisitor zu werden – ein Anderer, der den Großen Vertrag überwacht und jegliche Verstöße dagegen bestraft.

In der letzten Geschichte „Im eigenen Saft“ bekommt Swetlana Nasarowa, Antons Geliebte, die Schicksalskreide – ein Artefakt, womit man das Schicksal eines Menschen verändern kann.

Alles beginnt zunächst harmlos. Der Chef Boris Ignatjewitsch, auch Geser genannt, schickt fast alle Mitarbeiter der Nachtwache aus Moskau. Sie fahren alle zur Datscha von Tigerjunges, einer Tierfrau. Nachdem Anton begreift, dass Geser eine Operation plant, wobei Swetlana eine wichtige Rolle spielen soll, fährt er zurück nach Moskau. In seiner Wohnung trifft er auf Sebulon, den Chef der Moskauer Tagwache. Dieser erzählt ihm von der Schicksalskreide. Anton redet mit Geser und versucht vergeblich ihn zu überzeugen, dass er nicht hinnehmen will, dass Swetlana ihn verlässt. Denn wer die Schicksalskreide benutzt, verliert einen Teil seiner Persönlichkeit. Anton löst sich von der Bindung die bis dahin mit seinem Mentor Boris Ignatjewitsch bestanden hat und streunt durch Moskau um Kraft von den Menschen zu sammeln. Dabei erwischt er Alissa Donnikowa, eine dunkle Hexe, beim Benutzen eines Kraftprismas und somit einer Intervention dritten Grades. Anton nimmt sie fest. In ihrer Verzweiflung ruft Alissa Sebulon herbei. Dieser bietet Anton einen Kuhhandel an: Die Wächter des Tages werden eine Intervention bis einschließlich des zweiten Grades durch Anton tolerieren, wenn er Alissa nicht der Inquisition übergibt. Zögernd stimmt Anton dem Deal zu. Nachdem er genügend Kraft gesammelt hat, betritt er das Haus des Jungen Jegor, auf dessen Dach die Operation Gesers stattfinden soll. Dort oben findet Anton neben Geser, Swetlana, Sebulon und dem Inquisitor Maxim auch den Jungen vor. Es sieht also so aus, als umschreibe Swetlana Jegors Schicksal. In diesem Augenblick kommt ein Sturm auf. Geser rät Anton, den Sturm mit seiner Intervention aufzuhalten. Anton aber benutzt die Intervention, um eine Remoralisierung zu schaffen. Geser stellt sich vor Swetlana und Sebulon sieht sich schon als Sieger, als wider Erwarten Anton die Hände zu sich führt um die Remoralisierung auf sich selbst zu lenken. Damit scheint Geser der Gewinner des „Spiels“ zu sein. Aber Swetlana ändert das Schicksalsbuch Jegors nur geringfügig. Sebulon lacht und geht weg. Erst später wird er erfahren, dass er reingelegt worden war: Während alle Dunklen Swetlana observierten, hatte Olga mit der anderen Hälfte der Schicksalskreide Swetlanas eigenes Schicksalsbuch umgeschrieben. Damit ist Gesers Plan aufgegangen.

Band 2: Wächter des Tages[Bearbeiten]

Dieses Buch beleuchtet die dunkle Seite der Anderen, die Antagonisten im vorhergehenden Roman werden zu Hauptfiguren, so wird dem Leser deutlich, dass es sich nicht um einen primitiven Gut-gegen-Böse-Kampf handelt, sondern um zwei grundverschiedene Philosophien.

Alissa Donnikowa, ein Mitglied der Tagwache, verliert bei einer Operation gegen die Nachtwache ihre magische Energie. Sebulon schickt sie auf eine Urlaubsreise, bei der sie ihre Energie regenerieren soll. Im Artek, in dem sie während ihres Aufenthalts arbeiten soll, lernt sie Igor, einen Wächter der Nacht, kennen, der aus ähnlichen Gründen wie Alissa im Artek verweilt und verliebt sich in ihn. Beiden fehlt die Fähigkeit (aus Mangel an Kraft und die daraus resultierende Unfähigkeit ins Zwielicht zu spähen) die Anwesenheit Anderer und ihre Herkunft zu spüren. Nachdem beide erkannt haben, dass sie eine Dunkle Hexe und Igor ein Lichter Magier sind, kommt es schließlich zu einer Konfrontation, in deren Verlauf Alissa stirbt. Diese Geschichte ist aus der Sicht von Alissa Donnikowa erzählt, die Nebenfigur aus Wächter der Nacht wird zu einer Hauptperson in Wächter des Tages. Die Nachtwache ist nahezu komplett aus der Geschichte herausgenommen und wird erst später in dem zweiten Roman eingeführt.

Die zweite Geschichte spielt wieder in Moskau, der Hauptstadt der beiden Organisationen des Dunkels und des Lichts. Sie beginnt damit, dass ein Unbekannter in einem Vorort Moskaus auftaucht und mit dem Zug in die Hauptstadt fährt. Ihm fehlt jede Erinnerung an seine Vergangenheit und er weiß nur, dass er einen Koffer voller Geld bei sich trägt und übernatürliche Kräfte besitzt, von denen er aber nicht weiß, woher sie kommen. Er bedient sich derer rein intuitiv und macht durch tragische Zufälle die beiden Wachen auf sich aufmerksam, die auch die ganze Geschichte über rätseln, wer oder was er ist, nicht ahnend, dass Witali Rohosa, wie der unbekannte Andere heißt, ein sogenannter Spiegel ist, den das Zwielicht hervorgebracht hat, um das Gleichgewicht zwischen den beiden Wachen wiederherzustellen. Seine Kräfte passen sich stets denen seines Gegners an, schließlich jedoch, als das Gleichgewicht wiederhergestellt ist, bricht er zusammen.

Der dritte Teil des Buches spielt in Prag, wo der in der ersten Geschichte erzählte Fall zwischen Igor und Alissa und der in der zweiten Geschichte behandelte Fall mit Witali Rohosa von einem Tribunal der Inquisition verhandelt werden soll. Eine der Hauptpersonen ist hier der Dunkle Magier Edgar, der die Seite des Dunkels in Anklage und Verteidigung vertreten soll. Der Wächter der Nacht Anton, die Hauptperson aus dem ersten Band, vertritt als Ankläger die Lichten Anderen. Im Laufe der Geschichte häufen sich die Hinweise, dass Sebulon versucht, den Drachen Fafnir aus dem Nibelungenlied, der in der Welt von Lukianenko ein Dunkler war, wieder ins Leben zu rufen. Sebulon kann die Vorwürfe jedoch entkräften, indem er die zur Wiederbelebung notwendigen Schritte als Einzelhandlungen darstellt, die in keinerlei Zusammenhang zueinander stehen. Ob das stimmt, bleibt unklar. Eine Konsequenz ist allerdings, dass sein Schüler Edgar, der im Falle einer Wiederbelebung Fafnirs dem Zwielicht hätte geopfert werden müssen, die Tagwache verlässt und der Inquisition beitritt.

Weiterhin kommt heraus, was Olga genau am Ende des ersten Bandes in Swetlanas Schicksalsbuch geschrieben hat: Swetlana war es vorherbestimmt, einen mächtigen Anderen zur Welt zu bringen. Olga hat auf Gesers Anweisung hin dafür gesorgt, dass dieser Andere zum mächtigsten Lichten überhaupt, zum Messias wird. Er hatte Igor als Lehrer für Swetlanas Kind vorgesehen, was Sebulon dazu veranlasst hatte, ihn auf Alissa treffen zu lassen. Geser hat nicht damit gerechnet, dass Igor die Hexe tatsächlich aufrichtig lieben würde. Igor geht freiwillig ins Zwielicht ein, weil er ohne Alissa nicht weiterleben will, und Sebulon kann zumindest diesen kleinen Triumph davontragen. Als der Prozess vorbei ist, verlassen die Anwesenden den Saal bis auf Anton, der sich von Geser den Plan, aus Swetlanas Kind einen Messias zu machen, bestätigen lässt. Als er fragt, wer der Vater des Kindes werde, erhält er zur Antwort, er könne es werden, wenn er nicht länger zögere und Swetlana folge, worauf er fluchtartig den Saal verlässt.

Band 3: Wächter des Zwielichts[Bearbeiten]

Wie auch in den Vorgängerbüchern finden sich in „Wächter des Zwielichts“ drei Geschichten. In der ersten Geschichte tauchen Hinweise darauf auf, dass ein Mensch einen Anderen erpresst um ihn ebenfalls in einen Anderen zu verwandeln. Dieses Verhalten gefährdet das durch den „Großen Vertrag“ gesicherte Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit, weshalb sowohl Nacht- als auch Tagwache und sogar die Inquisition in dem Fall ermitteln.

Der Hauptplot zieht sich durch alle drei Teile des Buches und beschäftigt sich damit, ob die Möglichkeit besteht, normale Menschen ohne Veranlagung in „höhere“ Andere, also nicht nur niedere Dunkle wie Vampire oder Tiermenschen, zu verwandeln. Zu diesem Thema soll ein sagenhaftes Buch namens Fuaran existieren. Im Handlungsmittelpunkt stehen wieder der Wächter der Nacht Anton Gorodezki und Edgar, der mittlerweile die Tagwache verlassen hat und zur Inquisition gewechselt ist. Auch der Vampir Konstantin (auch genannt Kostja), Antons früherer Nachbar und inzwischen ein hoher Vampir, spielt eine Schlüsselrolle. Im Verlauf der Handlung kristallisiert sich heraus, dass es das Fuaran tatsächlich gibt und es sich lange Zeit im Besitz der Hexe Arina befunden hat. In einem Nebenstrang der Handlung wird außerdem beschrieben, dass der Kommunismus eigentlich eine Erfindung der hellen Anderen war, die eine bessere Gesellschaftsform erschaffen wollten, die aber willentlich von Geser gestürzt wurde, als ihm klar wurde, dass dadurch die Menschen letztlich von den Anderen erfahren hätten. Anton, Kostja und Edgar haben den Auftrag das gestohlene Fuaran zu finden. Doch dann findet Anton heraus wer es gestohlen hat und kommt somit in große Schwierigkeiten.

Der Dieb ist nämlich sein ehemaliger Freund und jetziger Gegenspieler Kostja, der mittels des Fuarans zum mächtigsten aller Anderen geworden ist. Aus diesem Grund kann er Antons Gedanken lesen und erkennt, dass seine Tarnung aufgedeckt wurde. Es kommt zum Kampf, aber Kostja kann sich nicht dazu überwinden, Anton zu töten. Stattdessen flieht er. Anton wird losgeschickt, ihn zu finden und zu töten, wobei sämtliche Anderen Russlands ihn mit magischer Kraft versorgen. Am Flughafen von Saratow stellt er Kostja, der ihm sein Vorhaben erklärt: Er leidet unter seiner parasitären Existenz als Vampir und will alle Menschen der Welt in Andere verwandeln. Da die Anderen ihre magische Kraft von den Menschen beziehen, die beständig Energie in das Zwielicht abgeben, würden durch Kostjas Vorhaben die Anderen ihre Magie verlieren. Kostja glaubt, dadurch "normal" werden zu können. Er demonstriert die Wirkung des Fuaran an einem Menschen namens Alexander ("Lass"), mit dem sich Anton bereits in der ersten Geschichte angefreundet hat. Tatsächlich wird Lass zu einem Anderen. Kostja erklärt, das Fuaran verwandle alle Menschen in Andere, die sich bei seiner Anwendung im Blickfeld des Zaubernden befinden. Um alle Menschen in Andere zu verwandeln, will Kostja nach Baikonur, um von dort aus zur Internationalen Raumstation zu fliegen. In dem er die Erde vom All aus als Ganzes betrachtet und dabei den Zauber wirkt, kann er alle Menschen gleichzeitig in Andere verwandeln. Anton attackiert Kostja, der ihn jedoch überlistet und durch ein Portal entkommt. Anton kann ihm folgen und landet auf dem Weltraumbahnhof in Baikonur. In einem Gespräch versucht er, Kostja klarzumachen, dass die Wachen den Start der Rakete verhindern würden. Als Kostja sich uneinsichtig zeigt, begreift Anton, dass der Vampir gar nicht zur ISS fliegen, sondern wieder ein Portal benutzen will. Geser, Sebulon und Edgar fordern Anton auf, Kostja mit der vereinten Kraft aller Anderen Russlands zu töten und vermitteln ihm auf telepathischem Weg das Wissen um mächtige Zauber. Anton benutzt diese unermessliche Macht aber dafür, einen Schutzschild aufzustellen. Kostja ist verwirrt, tritt aber durch das Portal, als er erkennt, dass Anton ihn nicht daran hindert. Dieser hat nämlich begriffen, dass es im All keine magische Energie gibt, da dort die Lebewesen fehlen. Wäre Kostja nicht zum absoluten Anderen geworden, würde er selber eine gewisse Menge Energie produzieren, aber so kann er sich nicht retten. Er hat es auch nicht geschafft, sich an Bord der ISS zu teleportieren. Am Ende verglüht er samt Fuaran in der Atmosphäre.

Band 4: Wächter der Ewigkeit[Bearbeiten]

In der ersten Episode (Die gemeinsame Sache) ist Anton Gorodezki zum Hohen Magier aufgestiegen und wird von Geser in das bisher ruhige Edinburgh geschickt, um dort inoffiziell den Mord an einem jungen Russen aufzuklären. Sein Vater war ein potentieller Anderer, der sich jedoch gegen eine Initiierung entschieden hatte, jedoch viel mit der Nachtwache zusammenarbeitet. Daher fühlt sich Geser verpflichtet, die Sache in die Hand zu nehmen. Überraschenderweise scheint auch Sebulon, der Chef der Tagwache ein persönliches Interesse an dem Fall zu haben und bietet Anton seine Unterstützung an. Die Tat scheint schnell geklärt, doch nach einem weiteren Mord und einem Angriff auf Anton durch Menschen, die mit magischen Amuletten ausgerüstet sind, erkennt Anton, dass weit mehr dahintersteckt. Ein Dunkler Vampir, ein Lichter Heiler und ein Kampfmagier der Inquisition, alles Hohe Andere, haben sich zusammengetan, um den Kranz der Schöpfung an sich zu bringen. Dieses mächtige Artefakt wurde vor langer Zeit von dem Magier Merlin erschaffen. Merlin war einer der extrem seltenen, sogenannten Null-Magier, die selbst keine magische Energie abgeben und somit die Stärksten aller Anderen sind. Was der Kranz der Schöpfung ist und was er bewirkt, ist nicht klar, fest steht nur, dass er in Edinburgh versteckt wurde. Und zwar in der siebten und tiefsten Schicht des Zwielichts, die nur Null-Magier erreichen können. Zusätzlich geschützt durch eine mächtige Barriere und einen starken Golem. Merlin hat jedoch einen Rätselspruch hinterlassen, aus dem geschlossen werden kann, dass es einen Schleichweg zu dem Artefakt gibt.

In der zweiten Episode (Der gemeinsame Feind) wird Anton, nachdem er aus Edinburgh zurückgekehrt ist, von Geser nach Usbekistan geschickt, um dort mit seinem ehemaligen Freund zu sprechen. Rustam kannte Merlin noch persönlich und könnte daher wissen, worum es sich bei dem Kranz der Schöpfung handelt. Währenddessen stellen Geser und Sebulon Kampfmagier ab, um Nadja, die sechsjährige Tochter von Anton und Swetlana, rund um die Uhr zu beschützen. Auch sie ist eine Null-Magierin, wenn auch noch nicht initiiert, und die drei Abtrünnigen könnten versuchen, sie zu entführen, um mit ihrer Hilfe an das Artefakt zu gelangen. Geser geht mittlerweile davon aus, dass man damit die gesamte Zivilisation der Erde zerstören könnte. Kurz nachdem Anton in Samarkand eingetroffen ist, wird das Gebäude der dortigen Nacht- und Tagwache von Menschen überfallen, die genauso wie in Edinburgh mit magischen Amuletten ausgerüstet und magisch beeinflusst worden waren. Nur knapp kann Anton mit den dortigen Anderen fliehen. Auf den Weg zu Rustam deckt Anton die Identität eines der Hohen Anderen auf, die das Artefakt an sich bringen wollen. Es ist der ehemalige Dunkle Magier und Inquisitor Edgar. Von Rustam erfährt Anton schließlich mehr über den Kranz der Schöpfung. Das Artefakt besitzt die Macht, die Barrieren einzureißen, die unsere Welt von den Zwielicht-Schichten trennt. Was dies jedoch bedeutet, ob es quasi nichts Merkbares oder eine Katastrophe globalen Ausmaßes auslösen würde, vermag niemand vorherzusagen.

In der letzten Episode (Das gemeinsame Schicksal) kehrt Anton nach Moskau zurück. Er erkennt, wer die beiden anderen Abtrünnigen sind. Der Vampir Gennadi Sauschkin, der Vater von Konstantin, der nach dem Tod seines Sohnes und seiner Frau rasend geworden war und durch den Mord an über 50 Menschen zu einem Hohen Vampir aufgestiegen ist. Sowie die ehemalige Dunkle Hexe Arina (siehe Band 3), die inzwischen zu einer Lichten Heilerin geworden ist (ein Wechsel, der nur Hohen Anderen unter außergewöhnlichen Umständen offensteht; auch Merlin selbst ist auf diese Weise vom Licht zum Dunkel gewechselt). Gemeinsam mit Edgar haben sie sich zu der Ewigen Wache zusammengeschlossen. Sie entführen Anton, damit er für sie Merlins Rätsel löst, um an den Kranz der Schöpfung zu gelangen. Ihrer Ansicht nach ist es damit möglich, alle gestorbenen Anderen, die in der sechsten bzw. in der siebten Schicht des Zwielichts verweilen sollen, wieder zum Leben zu erwecken. Auf diese Weise wollen sie ihre verlorenen Partner und Kinder zu sich zurückholen. Dafür ist Edgar und Gennadi jedes Mittel recht und sie schrecken nicht einmal vor Mord und Massenmord zurück. Anton löst schließlich das Rätsel und erkennt im Kranz der Schöpfung die Analogie zum Ouroboros, dem ewigen Kreislauf. Seinen Entführern präsentiert er jedoch eine andere, anscheinend plausiblere Erklärung, und während sich diese in der fünften Zwielicht-Schicht einen Kampf mit dem Golem liefern, taucht er ab in die sechste, in der sich auch die Seelen der verstorbenen Anderen befinden, um von Merlin persönlich die Wahrheit zu erfahren. Wo sich der Kranz der Schöpfung befindet, was sich in der siebten Schicht des Zwielichts tatsächlich verbirgt und dass es ohne Tod keine Auferstehung geben kann. Anton ist jedoch inzwischen durch den Eintritt in die sechste Schicht des Zwielichts bereits so geschwächt, dass er nur mit Hilfe seiner kleinen Tochter, die trotz ihres jungen Alters über schier unbegrenzte Kräfte verfügt, wieder in die "Realität" zurückkehren kann, die mit der siebten Schicht des Zwielichts identisch ist. Dort bringt er Merlins Artefakt zum Einsatz, wodurch die entmaterialisierten Anderen nun endgültig sterben.

Band 5: Wächter des Morgen[Bearbeiten]

Wesentliche Inhalte sind die persönliche Entwicklung von Anton zu einem reiferen Anderen, das Wesen von Prophezeiungen und Weissagungen, sowie die Natur und Beschaffenheit des Zwielichts selbst.

In der ersten Geschichte (Wirre Ziele) rettet Anton Gorodezki den zehnjährigen Innokenti Tolkow (genannt Kescha) vor einer Flugzeugkatastrophe. Er ist ein nicht initiierter Prophet. Der Polizist Dima Pastuchow hat als Mensch die Gabe Andere zu erkennen und bezeichnet die Lichten als Hunde, die Dunklen als Wölfe. Zur Zeit der Rettung Keschas taucht am Flughafen ein Mann auf, den er als Tiger klassifiziert. Dima entzieht sich einer Konfrontation, seinem Kollegen wird bei der Begegnung die Aura entzogen. Die komplette Nachtwache ist ratlos, wie so etwas vorkommen kann und um was für ein mächtiges Wesen es sich handelt. Geser zieht umgehend zwei weitere hohe Lichte Magier hinzu und bittet sogar Sebulon um Hilfe. Auf dem Weg zu Kescha begegnet die Gruppe dem Tiger in der zweiten Schicht des Zwielichts und es kommt zum Kampf. Als Sebulon verspätet auftaucht, verschwindet der Tiger ohne, dass jemand zu Schaden kommt. Während Kescha zur eigenen Sicherheit in die Nachtwache verlegt wird, ergibt sich aus Nachforschungen, dass es sich bei dem Tiger um ein sehr kraftstarkes Zwielicht-Geschöpf handelt. Dieses tritt auf, um einen Propheten am Aussprechen seiner Hauptprophezeiung zu hindern, die ein Prophet meist kurz nach seiner Initiierung macht. Diese geht immer in Erfüllung, sofern mindestens ein Mensch davon erfährt. Zuletzt wurde solch ein Wesen vor ca. 300 Jahren gesehen, als es Jagd auf den Propheten Erasmus Darwin machte, der ihm aber entkommen konnte, indem er seine Prophezeiung in ein Astloch sprach. Geser versucht den Jungen zu retten, indem er ihn so schnell wie möglich initiiert und dazu bringen möchte seine Prophezeiung auszusprechen. Als er selbst nicht erfolgreich ist, versuchen es Anton und Nadja. Währenddessen verschafft sich der Tiger gewaltsam Zugang zur Nachtwache. Kurz bevor er den Jungen erreicht, spricht Kescha seine Prophezeiung aus, woraufhin der Tiger von ihm ablässt und verschwindet. Von der Prophezeiung besteht eine Aufzeichnung, welche sich in Antons Besitz befindet.

In der zweiten Geschichte (Wirre Zeiten) reist Anton nach London um Erasmus Darwin aufzusuchen, von dem er mehr über den Tiger und die Natur des Zwielichts erfahren möchte. Von Darwin erhält er, nach dem Gespräch über seine Begegnung mit dem Tiger, einen Holzbecher, in dem seine Hauptprophezeiung "gespeichert" ist. Abends trifft er die Hexe Arina, die ihm von Fan Wenyan berichtet, der seinerzeit den Tiger besiegt hatte. Gemeinsam fliegen sie nach Taiwan um ihn zu befragen. Wenyan hat damals seinen besten Freund getötet und damit dem Tiger bewiesen, dass er die Prophezeiung niemals aussprechen wird, egal ob er lebt oder stirbt. Da der der Tiger nicht sinnlos tötet, gab er sich damit zufrieden. Wenyan hat seine eigene Vorstellung vom Zwielicht. Er sagt es sei ein Wesen, das sich von den Emotionen der Menschen ernährt. Das blaue Moos, die Anderen, Spiegel (siehe Band 2) und auch der Tiger dienen nur dem Zweck, die Menschen in emotionaler Bewegung zu halten. Der Tiger will also nicht das Aussprechen der Hauptprophezeiung verhindern, sondern beschleunigen, damit die Menschen "angeregt" werden. Dagegen steht, dass der Tiger von Kescha explizit verlangte, seine Prophezeiung nicht auszusprechen. Es muss sich also um eine dermaßen weitreichende Prophezeiung handeln, das sie das Zwielicht selbst bedroht. Arina verlangt von Anton die Herausgabe der Prophezeiung und kämpft sogar gegen ihn, um an die Information zu gelangen, was ihr schließlich gelingt. Als die Inquisition auftaucht, verschwindet Arina mit Hilfe der Mionischen Sphäre, die sie auch schon in Band 4 gerettet hat.

Die dritte Geschichte (Wirre Taten) spielt unmittelbar nach der Zweiten und handelt von Antons Alltag bei der Nachtwache. Arina sucht Anton auf und erzählt ihm, dass es in Keschas Hauptprophezeiung um seine Tochter ginge. Von der väterlichen Neugier gepackt hört er sich seine Kopie der Aufnahme an. Die Prophezeiung sagt, dass dem Zwielicht die Kraft ausgeht und Nadja in der Lage sei das Zwielicht selbst zu vernichten. Nach diesem rein informativen Teil bricht die Aufnahme ab, die eigentliche Vorhersage von Kescha ist nicht zu hören. Anton erhält einen Anruf von Erasmus Darvin. Dieser hatte eine zweite Kopie seiner eigenen Prophezeiung gehört, woraufhin der Tiger ihn heimsucht. Kurz vor seinem Tod rät Darvin Anton, die Prophezeiung nie zu erfahren und die Sache zu begraben. Anton beschließt den Becher zu verbrennen. Kurz zuvor erscheint allerdings Nadja mit Kescha und Arina. Durch die Zerstörung des Bechers wird die Prophezeiung freigesetzt. Arina war das bewusst, sie hat das Treffen zum richtigen Zeitpunkt arrangiert. Darvins Prophezeiung enthält vorab den gleichen informativen Teil wie Keschas, dazu aber die Vorhersage, dass sich Anton entscheiden muss, ob das Zwielicht sterben wird. Kurz darauf taucht der Tiger auf. Im Gespräch mit Anton sagt dieser ihm, dass er selbst die Inkarnation des lebendigen Zwielichts ist und, dass es sein einziger Wunsch sei zu leben. Deswegen dürfe niemals ein Mensch von der Prophezeiung erfahren, folglich muss sich Anton entscheiden, ob sie alle sterben (die Kinder eingeschlossen) oder er Nadja aufträgt, den Tiger und somit das Zwielicht zu vernichten. Anton versucht einen Ausweg zu finden, indem er sich von den Kindern schwören lässt, die Prophezeiung nie auszusprechen. Arina und sich selbst schließt er im Inquisitionszauber Sarkophag ein, einem Raum, in dem sie für immer gefangen sein werden. Nadja ist der Meinung, dass ihr Vater aus dem Sarkophag befreit wird, wenn sie das Zwielicht vernichtet. Damit erpresst sie den Tiger, so dass dieser Anton befreit.

Stil und Aufbau der Romane[Bearbeiten]

Die Romane sind jeweils in drei einzelne Episoden gegliedert, die entweder einen eigenen oder gemeinsamen Handlungsstrang verfolgen. Mit Ausnahme von Wächter des Tages werden die Geschehnisse aus der Ich-Perspektive der Hauptfigur Anton Gorodezki beschrieben. Nebenhandlungsstränge werden aus der auktorialen Sicht geschildert. Da dem Leser in Wächter des Tages jedoch die Position der dunklen Magier nahegebracht werden soll, kann dies nicht aus der Position des Lichten Anton erzählt werden. Stattdessen schreibt der Autor in der ersten Geschichte aus der Sicht der Hexe Alissa Donnikowas und in der zweiten Geschichte aus der des Spiegels. Da in der dritten Geschichte sowohl Anton als auch Edgar im Mittelpunkt stehen, wechselt die Erzählperspektive in die eines auktorialen Erzählers. Die Kurzgeschichte „Melkij Dosor“ ist aufgrund ihres geringen Umfangs von 20 Seiten linear und einteilig aufgebaut.

Kennzeichnend für den Serienverlauf ist, dass sich die Figur des Anton nicht nur charakterlich weiter entwickelt, sondern auch magisch immer höher steigt und schließlich zum Hohen Magier wird. Dadurch werden dem Leser immer tiefere Einblicke in das Wesen der Magie offenbart und die Art, wie die Anderen sie nutzen – zum größten Teil, ohne es selbst zu wissen. Erst vor dem Hintergrund dieser Informationen wird allmählich verständlich, warum es für die Tag- und Nachtwachen so wichtig ist, dass die Menschheit nichts von der Existenz der Anderen erfährt.

Filmische Umsetzung[Bearbeiten]

Lukjanenkos Romane zogen die Verfilmungen Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor (2004) und Wächter des Tages – Dnevnoi Dozor (2006) nach sich. Beide Filme setzen vor allem den Inhalt des ersten Buchs um, aber auch Teile des zweiten Romans flossen in die Filmhandlung ein. In der filmischen Umsetzung wurde die Handlung an vielen Stellen verändert. Beispielsweise stirbt die Dunkle Hexe Alissa im Film nicht und die Liebe zwischen ihr und dem Lichten Magier Igor wurde völlig ignoriert. Stattdessen verliebt sie sich in den jungen Vampir Kostja.

In den dritten und vierten Band fließen wiederum Ideen aus den Filmen ein:

Im Buch Wächter des Zwielichts wurde laut Sergei Lukjanenko[1] der Charakter Kostja durch die Darstellung von Alexei Chadov im Film beeinflusst.

Im Buch Wächter der Ewigkeit sind das z.B.

  • die Idee, dass Vampire – auch wenn sie den Blick der Menschen ablenken – noch im Spiegel zu sehen sind,
  • der Traum Semjons, in dem Sebulon ihn und sein Auto über sich hinwegschleudert
  • Jegors Traum, dass er Antons Sohn hätte sein können (im Film ist Jegor Antons Sohn, im Buch nicht)

Umsetzung in Computerspielen[Bearbeiten]

Zu Wächter der Nacht ist am 10. Mai 2006 ein gleichnamiges Computerspiel unter dem Publisher cdv Software Entertainment erschienen. Es behandelt eine von der Buchvorlage größtenteils losgelöste Handlung, die nach den Ereignissen des ersten Buches stattfindet. Am 13. September 2007 ist eine Fortsetzung unter dem Titel Wächter des Tages von Atari SA veröffentlicht worden. Beide Spiele sind eine rundenbasierende Verbindung von Rollenspiel und Adventure.

Kurzgeschichte: Die kurzen Wächter[Bearbeiten]

Die Kurzgeschichte beginnt mit einem Prolog, in dem einige Andere eine Gruppe von Journalisten in eine stillgelegte Station der Moskauer Metro führen und vor ihnen ihre Wesen als Andere offenbaren. Doch dann passiert etwas unerwartetes: ein kleiner halbnackter Junge erscheint plötzlich und eröffnet auf die Anwesenden das Feuer aus einer Maschinenpistole. Dieser Junge heißt Witja Melkow, er ist 15 Jahre alt und ist auf der Schule der Anderen bei der Nachtwache. Wegen seiner geringen Körpergröße wird er nur „Melkij“ (Kurzer) genannt. Witja bekommt einen Auftrag von Geser und Anton Gorodezki, die stillgelegte Station durch einen engen Ventilationsschacht zu erreichen. Doch Witja ist außerdem noch im Dienste seines Vaters vom Geheimdienst, der Kenntnis von der Welt der Anderen erlangt hat und darauf erpicht ist, die Wachen seinerseits zu kontrollieren. Letztendlich endet die Geschichte im Ungewissen, ob Witja, wie ihm aufgetragen, nur die Verhaftung der Dunklen Anderen erzwingt, oder alle erschießt, um unerwünschte Zeugen zu vermeiden.

Musik in der Wächter-Reihe[Bearbeiten]

Im Laufe der Handlung der Reihe hören die verschiedenen Handlungsträger (insbesondere Anton) immer wieder zur Situation passende Lieder, deren Text in Auszügen zitiert wird. Es kommen Lieder von folgenden Künstlern/Bands vor:

Wächter der Nacht: Piknik, Woskressenje, Splin und Blackmore's Night
Wächter des Tages: Wladimir Semjonowitsch Wyssozki, Juri Burkin, Kipelov, Arija, Woskressenje und Nautilus Pompilius
Wächter des Zwielichts: Simowje swerej, Belomors, Belaja gwardija, Piknik, Alexander Uljanow, Soja Jaschtenko und Kirill Komarow
Wächter der Ewigkeit: Kirill Komarow, Soja Jaschtenko und Piknik
Wächter des Morgen : Motor Roller, Piknik, Orgija Prawednikow, Sergej Kalugin und Wladimir Semjonowitsch Wyssozki

Buchausgaben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Sergej Lukianenko: Schreib, wie du es für richtig hältst. In: Ruskino. Deutsch von Peter Klassen