Wäschenbeuren

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wäschenbeuren
Wäschenbeuren
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wäschenbeuren hervorgehoben
48.7602777777789.6880555555556442Koordinaten: 48° 46′ N, 9° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Göppingen
Höhe: 442 m ü. NHN
Fläche: 12,95 km²
Einwohner: 3833 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 296 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 73116,
73547 (Beutenmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 07172
Kfz-Kennzeichen: GP
Gemeindeschlüssel: 08 1 17 053
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Manfred-Wörner-Platz 1
73116 Wäschenbeuren
Webpräsenz: www.waeschenbeuren.de
Bürgermeister: Karl Vesenmaier
Lage der Gemeinde Wäschenbeuren im Landkreis Göppingen
Alb-Donau-Kreis Landkreis Esslingen Landkreis Heidenheim Landkreis Reutlingen Rems-Murr-Kreis Ostalbkreis Ostalbkreis Adelberg Aichelberg (Landkreis Göppingen) Albershausen Bad Boll Bad Ditzenbach Bad Überkingen Birenbach Böhmenkirch Börtlingen Deggingen Donzdorf Drackenstein Dürnau (Landkreis Göppingen) Eislingen/Fils Heiningen (Landkreis Göppingen) Ebersbach an der Fils Eschenbach (Württemberg) Eschenbach (Württemberg) Gammelshausen Geislingen an der Steige Gingen an der Fils Göppingen Gruibingen Hattenhofen (Württemberg) Heiningen (Landkreis Göppingen) Hohenstadt Kuchen (Gemeinde) Lauterstein Mühlhausen im Täle Ottenbach (Württemberg) Rechberghausen Salach Schlat Schlierbach (Württemberg) Süßen Uhingen Wäschenbeuren Wangen (bei Göppingen) Wiesensteig Zell unter AichelbergKarte
Über dieses Bild
Wäschenbeuren 1683/1685 im Kieserschen Forstlagerbuch
Blick vom Hohenstaufen auf Wäschenbeuren
Katholische Kirche und Amtshaus in Wäschenbeuren
Ehemaliger Bahnhof von Wäschenbeuren

Wäschenbeuren ist eine Gemeinde im Landkreis Göppingen in Baden-Württemberg.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Wäschenbeuren liegt am Rand des Schurwaldes am Hohenstaufen zwischen dem Filstal und dem Remstal, etwa 10 Kilometer nördlich der Kreisstadt Göppingen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Städte Lorch und Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis, im Osten und Süden an die Kreisstadt Göppingen und im Westen an Birenbach und Börtlingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Wäschenbeuren gehören das Dorf Wäschenbeuren, die Weiler Krettenhof, Lindenbronn und Wäscherhof, das Gehöft Beutenmühle und die Häuser Schützenhof (auch zu Birenbach) und Ziegelhütte sowie die abgegangene Ortschaft Holzweiler.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Die Einwohnerentwicklung der Gemeinde zwischen 1837 und 2010.

Datum Einwohner
1837 1243
1907 1469
17. Mai 1939 1764
13. September 1950 1988
27. Mai 1970 2584
31. Dezember 1983 2738
31. Dezember 2005 3952
31. Dezember 2010 3976

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wäschenbeuren hat 12 Mitglieder. Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte zu folgendem Ergebnis:[3]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2009
Sitze
2009
%
2004
Sitze
2004
Kommunalwahl 2009
Wahlbeteiligung: 62,7 %
 %
50
40
30
20
10
0
45,4 %
28,6 %
26,1 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   2
   0
  -2
  -4
+1,4 %p
-0,9 %p
-0,5 %p
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 45,4 6 44,0 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 28,6 3 29,5 4
FWV Freie Wählervereinigung 26,1 3 26,6 3
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 62,7 % 62,8 %

Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.

Wappen[Bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: In von Rot und Grün durch einen silbernen Schräglinksbalken geteiltem Schild hinter einem goldenen Tisch eine stehende, schwarzgekleidete Frau (Wäscherin) mit silberner Kopfbedeckung, mit der Linken ein über den Tisch gelegtes silbernes Leintuch und in der erhobenen Rechten einen goldenen Schlegel haltend, unten links ein ovaler, aufrecht gestellter goldener Waschzuber.

Der von König Maximilian I. am 14. September 1491 dem Schultheißen und dem Dorfgericht verliehene Wappenbrief verbrannte beim Bombenangriff am 19. April 1945; es existiert aber eine 1942 von Alois Rettenmaier aus Schwäbisch Gmünd angefertigte, wortgetreue Kopie des Textes.[4]

Trotz des Alters des redenden Wappens und der Erlaubnis, es auf Siegeln zu führen, wurde es erst auf dem 1930 eingeführten Schultheißenamtssiegel eingeführt.

Die rot-weiße Flagge wurde am 14. Februar 1958 vom Innenministerium verliehen.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Wäschenbeuren liegt an der Bundesstraße 297 GöppingenLorch. Mehrere Buslinien stellen die Verbindung zu den Nachbarstädten und Gemeinden her:

  • 11 Göppingen – Bartenbach – Rechberghausen – Birenbach – Wäschenbeuren – Schwäbisch Gmünd
  • 11 Göppingen – Bartenbach – Rechberghausen – Birenbach – Wäschenbeuren – Maitis
  • 12 Göppingen – Faurndau – Rechberghausen – Birenbach – Wäschenbeuren – Maitis – Lenglingen – Schwäbisch Gmünd

Die Busse des Omnibusverkehrs Göppingen verkehren zwischen 5 und 23 Uhr etwa einmal pro Stunde von und nach Göppingen, in der Hauptverkehrszeit öfter. Richtung Lorch und Schwäbisch Gmünd gibt es weniger Verbindungen.

Bahnanschluss findet sich am Bahnhof Göppingen an der Filstalbahn StuttgartUlm, und in Lorch oder Lorch-Waldhausen an der Remsbahn Stuttgart–Aalen. Die in Wäschenbeuren in den letzten Jahrzehnten als „Josefle“ bekannte ehemalige Hohenstaufenbahn Schwäbisch Gmünd–Göppingen wurde 1984 stillgelegt.

Bildung[Bearbeiten]

In Wäschenbeuren gibt es mit der Stauferschule eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Weiter führende Schulen stehen im Umkreis zur Verfügung, Realschule in Rechberghausen sowie Gymnasien in Göppingen und Lorch, und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen.

Sonstige Gemeindeeinrichtungen[Bearbeiten]

  • In der Ortsmitte befindet sich das 2006 fertiggestellte Pflegeheim des Ortes. Träger ist die Stiftung Haus Lindenhof. Es wurde nach Kardinal Walter Kasper benannt, der in seiner Kindheit von 1938–1946 im alten Schulhaus wohnte.
  • Neben der katholischen Kirche steht das Heim der Katholischen Jugend Wäschenbeuren. Das Heim ist ein Haupttreffpunkt der örtlichen Jugend, dort finden Filmvorführungen und Feste statt.
  • Die 2002 fertiggestellte und an die Stauferschule grenzende Bürenhalle ist die Gemeindehalle des Ortes.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Wäscherschloss steht im Ortsteil Wäscherhof und beherbergt eine Sammlung zum Thema Staufische Geschichte.

Bauwerke[Bearbeiten]

Neben dem Wäscherschloss sind die katholische Kirche mit ihrem interessanten Kirchenschiff und das Amtshaus sowie der ehemalige Bahnhof, der heute als Kindergarten genutzt wird, sehenswert.

Auf dem „Burren“ nördlich des Ortes finden sich die Reste der Burg Burren, einer hochmittelalterlichen, vermutlich stauferschen Niederungsburg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Ort Wäschenbeuren, gesehen vom „Aasrücken“, einem Höhenzug zwischen den Bergen Hohenstaufen und Rechberg

Literatur[Bearbeiten]

  • Hartwig Zürn: Ausgrabungen auf dem „Burren“ bei Wäschenbeuren (Kr. Göppingen). Fundberichte Schwaben N. F. 15, 1959, S. 110–115
  • Heimatbuch Wäschenbeuren, Josef Kleinknecht, 1979
  • Peter Schührer: Beuremer Leaba, Wäschenbeurener Bilder- und Geschichtsbuch. 1986
  • Peter Schührer: Leut ond Häuser, Wäschenbeurener Bilder- und Geschichtsbuch. 2001

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wäschenbeuren – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Quellen[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band III: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverband Mittlerer Neckar. Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004758-2. S. 331–332
  3. Endgültige Ergebnisse der Gemeinderatswahlen 2009 mit Vergleichsangaben von 2004. Gemeinde Wäschenbeuren. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, 2012, abgerufen am 10. Juli 2013.
  4. waeschenbeuren.de, abgerufen am 21. Februar 2010
  5. Eberhard Gönner und Heinz Baruda: Wappenbuch des Landkreises Göppingen, herausgegeben vom Landkreis Göppingen und der Archivdirektion Stuttgart, Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart 1966
  6. Gemeindeseite