Wölfershausen

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Dieser Artikel behandelt die Gemeinde Wölfershausen in Thüringen.
Für den gleichnamigen Ortsteil von Heringen (Werra) in Hessen siehe Wölfershausen (Heringen).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen fehlt
Hilfe zu Wappen
Wölfershausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wölfershausen hervorgehoben
50.49111111111110.434444444444334Koordinaten: 50° 29′ N, 10° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Schmalkalden-Meiningen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Dolmar-Salzbrücke
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 4,35 km²
Einwohner: 343 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 79 Einwohner je km²
Postleitzahl: 98617
Vorwahl: 036947
Kfz-Kennzeichen: SM, MGN
Gemeindeschlüssel: 16 0 66 088
Adresse der Verbandsverwaltung: Zella-Meininger Str. 6
98547 Schwarza
Webpräsenz: www.vg-salzbruecke.de
Bürgermeisterin: Katrin Hössel
Lage der Gemeinde Wölfershausen im Landkreis Schmalkalden-Meiningen
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Wölfershausen ist eine Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft Dolmar-Salzbrücke im Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen mit 180 weiblichen und 182 männlichen Einwohnern (Stand vom 31. Dezember 2012).

Geografie[Bearbeiten]

Wölfershausen liegt in einer hügeligen Waldlandschaft 10 km südlich von Meiningen auf einer Höhe über NN von 334 m (Ortsmitte) am Bach Bibra.

Der östlich gelegene Hausberg „Ahlberg“ hat eine Höhe von 496 m über NN. Markante Landschaften mit dem Thüringer Wald im Norden, dem Kleinen Thüringer Wald im Nordosten, dem Grabfeld im Süden und der Rhön im Westen geben der Landschaft um den Ort ihr Gepräge.

Nachbargemeinden von Wölfershausen sind Ritschenhausen im Norden, Neubrunn im Osten sowie Grabfeld im Süden und Westen.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die ehrenamtliche Bürgermeisterin Katrin Hössel wurde am 4. Oktober 2007 nach dem Tod des Bürgermeisters Wilfried Weiß gewählt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde als „Uulfricheshus“ 825 erstmals urkundlich erwähnt. Wölfershausen, wurde in einem Steuerverzeichnis der Grafschaft Henneberg-Schleusigen von 1481 zum Amt Maßfeld gezählt.

Wölfershausen war 1600–1666 von Hexenverfolgungen betroffen: Zehn Personen gerieten in Hexenprozesse, mindestens neun Frauen wurden hingerichtet, von einem Prozess ist der Ausgang unbekannt. Erstes Opfer 1600 war Anna Breuning, genannt Hoffmann.[2]

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Wölfershausen stark zerstört, die Gebäude abgebrannt, Mensch und Tier getötet oder vertrieben. Ein Teil der Kirche stammt aus der Zeit um 1530, der Wiederaufbau erfolgte um 1750. Sie ist denkmalgeschützt und besitzt eine Barockorgel.

Die Dorfgaststätte „Zur Henne“ erhielt ihre Schankberechtigung bereits im Jahre 1674 durch Ernst den Frommen, Herzog von Sachsen-Gotha.

Kirche, Gemeindehaus, Gasthaus, Backhaus, der „Wegweiser“, die Brücken und die typischen hennebergisch-fränkischen Fachwerkhäuser bestimmen das Bild des Dorfes.

Es wird noch überwiegend in hennebergisch-fränkischer Mundart gesprochen.

Verkehr[Bearbeiten]

Wölfershausen hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Schweinfurt–Meiningen.

Ansichten von Wölfershausen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Kai Lehmann: Unschuldig. Hexenverfolgung südlich des Thüringer Waldes', über 500 recherchierte Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Untermaßfeld 2012, S. 440f.; Kai Lehmann: Ausstellung „Luther und die Hexen“, Bereich Wölfershausen, Bibliothek Museum Schloss Wilhelmsburg Schmalkalden, 2012; Ronald Füssel: Die Hexenverfolgungen im Thüringer Raum, Veröffentlichungen des Arbeitskreises für historische Hexen- und Kriminalitätsforschung in Norddeutschland, Band 2, Hamburg 2003, S. 240–244.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wölfershausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien