Wöllstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wöllstadt
Wöllstadt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wöllstadt hervorgehoben
50.2872222222228.7572222222222137Koordinaten: 50° 17′ N, 8° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 137 m ü. NHN
Fläche: 15,38 km²
Einwohner: 6123 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 398 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61206
Vorwahl: 06034
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 025
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Paul-Hallmann-Straße 3
61206 Wöllstadt
Webpräsenz: www.woellstadt.de
Bürgermeister: Adrian Roskoni (parteilos)
Lage der Gemeinde Wöllstadt im Wetteraukreis
Butzbach Münzenberg Rockenberg Ober-Mörlen Bad Nauheim Friedberg (Hessen) Rosbach v.d. Höhe Wöllstadt Karben Bad Vilbel Wölfersheim Reichelsheim (Wetterau) Niddatal Florstadt Echzell Reichelsheim (Wetterau) Nidda Hirzenhain Gedern Ranstadt Glauburg Altenstadt (Hessen) Limeshain Ortenberg (Hessen) Kefenrod Büdingen Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen Vogelsbergkreis Hochtaunuskreis Frankfurt am Main Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Wöllstadt ist eine deutsche Gemeinde in der Wetterau.

Geografie[Bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Wöllstadt grenzt im Norden an die Stadt Friedberg, im Osten an die Stadt Niddatal, im Süden an die Stadt Karben, sowie im Westen an die Stadt Rosbach v.d. Höhe.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Wöllstadt besteht aus den Ortsteilen Nieder-Wöllstadt und Ober-Wöllstadt.

Nieder-Wöllstadt (von Burg-Gräfenrode aus fotografiert)
Ober-Wöllstadt von Osten aus mit Blick auf den Taunus

Geschichte[Bearbeiten]

  • Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 790.
  • In der Reformationszeit wurden Nieder- und Ober-Wöllstadt evangelisch. Ober-Wöllstadt blieb auch eine Zeit lang lutherisch, selbst als es etwa 1580 dem Kurfürstentum Mainz zugeschlagen wurde. Erst Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Ober-Wöllstadt wieder katholisch. Nieder-Wöllstadt blieb evangelisch.
  • 1603 wurde der reformierte Pfarrer Anton Praetorius, Kämpfer gegen Hexenprozesse und Folter, in Ober-Wöllstadt nach einem Gottesdienstbesuch nach einem heftigen Disput über die Marienverkündigung des katholischen Predigers kurz nach der Rekatholisierung des Ortes durch den Mainzer Erzbischof verhaftet und mehrere Wochen inhaftiert. Erst das persönliche Eingreifen seines Heidelberger Landesherren, Kurfürst Friedrich IV. rettete ihn aus der Haft.
  • Im Dreißigjährigen Krieg wurde Wöllstadt sehr in Mitleidenschaft gezogen. 1622 und 1626 plünderten hier Soldaten.
  • Bis zur Mediatisierung und Säkularisation gehörte Nieder-Wöllstadt den Grafen von Solms, seit 1607 zur Rödelheimer Linie, und Ober-Wöllstadt war kurmainzisch.
  • Alte, weit verbreitete Nachnamen in Ober-Wöllstadt sind Feuerbach, Gondolf, Ewald, Veith und Brauburger.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. August 1972 wurden die bisher selbständigen Gemeinden Nieder-Wöllstadt und Ober-Wöllstadt zur neuen Gemeinde Wöllstadt zusammengeschlossen.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[3]

Kommunalwahl 2011
 %
50
40
30
20
10
0
47,9 %
34,8 %
17,3 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 20
 15
 10
   5
   0
  -5
-10
-15
-5,6 %p
+20,0 %p
-14,4 %p
Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 47,9 15 53,5 16
FWG Freie Wählergemeinschaft Wöllstadt 34,8 11 14,8 5
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 17,3 5 31,7 10
Gesamt 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 55,2 51,8

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2006 Alfons Götz CDU 91,0
Wahlbeteiligung in % 49,2
2000 Alfons Götz CDU 81,6
Horst Spuck SPD 18,4
Wahlbeteiligung in % 71,0
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
1995(1) Alfons Götz CDU 56,0
Rainer Fich SPD 44,0
Wahlbeteiligung in % 81,3
1995 Alfons Götz CDU 48,1
Rainer Fich SPD 48,8
Helmut Repp FWG 3,1
Wahlbeteiligung in % 73,3

(1)Stichwahl

Am 15. Oktober 2006 wurde Bürgermeister Alfons Götz (CDU) mit 91 Prozent für eine dritte Amtszeit wiedergewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,2 Prozent. Am 23. September 2012 wurde Adrian Roskoni (parteilos) mit 61,7 Prozent der Stimmen zum neuen Bürgermeister gewählt. Gegenkandidat Steffen Maar (parteilos) erzielte 38,3 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 68,8 Prozent. Amtsantritt von Bürgermeister Roskoni ist am 15. März 2013.[4]

Bisherige Bürgermeister:

  • Paul Hallmann, Amtszeit 1972–1975
  • Ernst Balzer, Amtszeit 1975–1981
  • Volker Schäfer, Amtszeit 1981–1986
  • Norbert Schilling, Amtszeit 1986–1994
  • Alfons Götz, Amtszeit 1995–2013
  • Adrian Roskoni, Amtszeit 2013–

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter Wöllstadts[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch beide Ortsteile verläuft die B3. Seit Jahrzehnten kämpfen die Anwohner um die Ortsumgehung, die sich in einem frühen Baustadium befindet. Nieder-Wöllstadt hat einen S-Bahnhof (Linie S6) an der Main-Weser-Bahn nach Frankfurt am Main und Friedberg. Außerdem gibt es Busverbindungen nach Friedberg, Bad Nauheim und Niddatal.

Medien[Bearbeiten]

Die Stadt liegt im Einzugsgebiet der Wetterauer Zeitung und der Frankfurter Rundschau.

Literatur[Bearbeiten]

  • Seht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! 250 Jahre St. Stefanus Ober-Wöllstadt. 26. September 2004 (in diesem Jubiläumsheft der katholischen Pfarrei stellt Dr. Jürgen Hofmann kurz die Geschichte und die Menschen von Ober-Wöllstadt vor).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 361.
  3. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011
  4. http://www.fnp.de/ndp/region/lokales/wetterau/roskoni-gewinnt-in-woellstadt_rmn01.c.10183332.de.html

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wöllstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien