Wölsung (Wölsungen)

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Odin in Wölsungs Halle (Gemälde von 1905)

Wölsung ist eine mythologische Gestalt aus dem nordischen Sagenkreis. Er war König von Hunaland.

Familie[Bearbeiten]

Wölsung war der Sohn von Rerir, Enkel von Sigi (Odins Sohn) und der Begründer des Geschlechtes der Wölsungen. Er war vermählt mit Liod, Tochter des Riesen Hrimnir. Ihre Kinder Sigmund und seine Schwester Signy waren Zwillinge und die ältesten. Danach hatten die Eheleute noch neun Söhne.

Leben[Bearbeiten]

Wölsung errichtete sich der Überlieferung nach eine Halle, in deren Mitte ein großer Apfelbaum stand. Siggeir, der König von Gautland (mglw. Gotland), hielt um die Hand Signys an, die davon allerdings nicht sehr begeistert war. Aber ihre Familie gestattete die Heirat trotzdem.

Hochzeit und die Folgen[Bearbeiten]

Während der Hochzeit erschien plötzlich ein Fremder, ein hochgewachsener alter Mann mit nur einem Auge. Er war Odin selbst, ging zum Apfelbaum, nahm ein Schwert und hieb die Klinge in den Stamm. Dann verkündete er, dass dieses Schwert dem Manne bestimmt sei, der es aus dem Stamm wieder hervorziehen könne, und verschwand. Jeder Gast versuchte, die Klinge aus dem Baum zu ziehen, aber nur Sigmund gelang dies mühelos. Die Klinge wurde Gram genannt. Siggeir, sein Schwager, bot dreimal für das Schwert sein Gewicht in Gold, aber Sigmund lehnte ab. Dieses verärgerte Siggeir sehr, der am nächsten Tag wieder nach Hause fuhr und auf Rache sann.

Drei Monate später wurden Wölsung und seine Söhne eingeladen, um von Siggeir festlich bewirtet zu werden. Signy erwartete sie und warnte, dass Siggeir sie hinterhältig überfallen wolle. Die Wölsungen wiesen die Warnung zurück. Sie wurden durch die Gautländer überfallen, Wölsung fiel im Kampf, seine 10 Söhne wurden gefangen genommen und zum Sterben in den Wald gelegt. Alle bis auf Sigmund kamen um.

Durch eine List und mit Hilfe eines Zaubers brachte Signy Sigmund dazu, mit ihr ein Kind zu zeugen, den Knaben Sinfiötli. Diese beiden nahmen, als Sinfiötli zum Mann herangewachsen war, Rache am König von Gautland und kehrten daraufhin nach Hunaland zurück.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]